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Freitag, 20. September 2013

„O' zapft is!“

Das letzte und zugleich dämlichste Fest in dieser Saison, in meiner Metropole am See ist eröffnet. Es zeichnete sich schon eine Weile ab, allüberall in den Schaufenstern sah ich Dirndln und Lederhosen - an schlanken Schaufensterpuppen. Mit alemannischen Fanfarenklängen von der hiesigen Fasnacht wurde heute mit einem Festumzug das Oktoberfest eröffnet. Mir sausen jetzt noch die Ohren von dem Gedöns - und was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Mir sin mir! Baden-Württemberger und koa Bayern ned! Sonst würd es hoaßa "Mir san mir". Und mir ham mit Dirndln und Lederhosn nix am Hut. Und wenn die Dirndln, also ned die aus Bayern, sondern die hiesigen, wüßta wie schee se allewei san, dann dätens ihra Gwand, ihra damisches, glei ablegn! (Bitt schee, a rechts Dirndl, soll sich fei ned angspocha fühla!) Die oan, die ham Stampfer - öh, i werd aber aber ned rot wenn i dös sog - i moan die ham dicke, fette Wadeln, die könnta bessa a Lederhosn samt Wadlnwärma trogn! Die anderen Möcht-gern-a-dirndl-sei, die ham an Ranza, die kenna in den Schurz vom Gwandel koi Schleifa binda, do reichts grad alleweil bloß zu ma Knoda! Und die allerschenschta Dirndln, dös san die - die welche koa Holz vor der Hüttn ham! Mei Maderln, wenn er bloß sehn dadet wie schee ihr san! I sogs allaweil, bei dena, da dät koa Müllermilch helfa, die daden dadurch a ned scheena werdn! Un vun de Mannsbuider, vu dena red i am besten gloa goar ned. A so an dammischa Latschali, der kummt mer aber ned under dös Holz vun meina Hüttn, des sog i hier grad amol so ganz direkt, solla sich a Gschpusi mit Wadalnwärmer, odr so goar koam Holz vor der Hüttn suacha!

I bin koa Bayer ned, a Dirndl scho glei gor ned, un deswega find i oa des Gwandel, dös wo da Himmi heit zum Wiesnauftakt in moaner Metropole am See, anglegt hod, grad a se derb wie d' Dirnln, vum so gar ned bayuwarischen See.
Dr Himmi hod sich heut grad in so a dammisches Gwand g'schmissa, wia all die goar ned fescha Dirndln und Mannsbuider vum See. A weiß blauer Weißwursthimmi, und so gar ned zu dem schena Dog passend.

Aus Juanas Himmelsbeobachtungen

Und der Turm von unserem Bahnhof, so scheint's, der hat sich sogar für den Festauftakt, einen Gamsbart ans Hütchen gesteckt.

Aus Juanas Himmelsbeobachtungen

... und die Musi spuit dazu!

Mittwoch, 2. Mai 2012

Flucht aus Absurdistan

Derzeit komm ich viel in der Welt herum und dieser Tage ganz speziell in Absurdistan. Dort sitz ich verschleiert auf dicken Teppichen im Basar und feilsche mit patriarchalischen Derwischen um jeden Cent und somit um meine Existenz. Ehrlich, das Leben am See ist streckenweise kein Zuckerschlecken. Nun ja, von irgendetwas muss ich meinen Lebensunterhalt bestreiten und so versuche ich mich wacker zu schlagen - in meinem täglichen Absurdistan. Andre Länder - keine Sitten!

In meiner mittäglichen Freizeit dann,
da mal ich mir den Himmel an!
Ich dreh Absurdistan den Rücken zu,
knutsch heimlich mit ner bunt gescheckten Kuh!

Ich schau mir ne Fontäne an
und plan die Flucht aus mei' m Absurdistan.



Aus Westwind, Wolken und Touristenattraktionen,
mal ich mir Dinge, die sich wirklich lohnen!

Im Geist entdeck ich Erdölquellen,



die sprudelnd aus mei' m See raus schnellen.



In meiner grandiosen Fantasie,
spiel ich halt - mit eig' ner Phantasmagorie.

Die meisten Menschen ham' ne Ideologie,
die grenzt oft nah an riesengroße Idiotie.



Da spiel ich einfach gar nicht mit
und schere aus, aus diesem Tritt.

Ich lass das Leben aus mir quellen
möcht ständig meinen Horizont erhellen.



Wer das nicht kann der trolle sich -
zum Teufel und verkrieche sich.

Und morgen gibt es dann -
nen neuen Tag in mei' m Absurdistan.


Samstag, 11. Februar 2012

Created by Juana

Wäre ich Modedesignerin, dann würde mich diese Eiszeit zu einer Creation von teuersten und feinsten Spitzenröckchen und extravaganten Dessous inspirieren!
Die Dame von Welt trüge dann nicht mehr Prada, sondern JUANA!!!!






Montag, 21. November 2011

Wer ist das größere Schaf?

Ungefähr einen Kilometer von meiner seeköniginnenlichen Residenz entfernt, befindet sich auf schweizer Seite ein wunderschön angelegter Park. Anders wie unser doofer Stadtgarten, am Hafen unten, ist der Kreuzlinger Park eine Oase der Entspannung.
Die ganzen Schweizer kaufen ja eh bei uns ein und so ist die grenznahe Schweiz nahezu menschenleer.
Immer auf der Jagd nach Models und Motiven bietet sich der "Seepark" mit seiner "Seeburg" nahezu an. Ein Teil ist gepflegt, ein Teil ist Spielplatz für kleine und große Kinder, ein großer Teil ist Biotop. Neben Eseln, Gänsen, Storchen, verschiedenen Wildtieren grasen dort Schafe.
Gestern hab ich ein totes Schaf entdeckt! Ehrlich, es lag über einen längeren Zeitraum bewegungslos und so anders da wie andere herumdösende Schafe.



Keiner der Passanten zeigte Reaktion, bezw. niemand hat sich für die Schafherde intressiert.
Sonntagnachmittag, hmm was macht man da als Seekönigin, wenn man ein totes Schaf sichtet?
Vor dem nahegelegenen "Seemuseum" kehrte der Museumswärter, ein schon recht betagter, buckliger Herr, den gepflasterten Museumsvorplatz und ich schilderte ihm wie leblos und komisch platt des Schaf da auf der Weide liegt.
"Johhh...." meinte der Musemumsvorplatzkehrer, " d' Schoof die sind scho amol reet abwesend, sennet uus wie scho g'schtorbe. Abr jungi Frau, des isch grad a se wildsch. Machet sie sich kei Sorge um es Schoof."
Ja aber vielleicht leidet das Schaf einfach, sein Ranze isch sooo aufgebläht erwiderte ich, vollkommen überzeugt davon, dass das Schaf dringend tierärztliche Hilfe benötigte, wenn es denn eventuell noch am Leben wäre und stumm leide, war meine Antwort.
Der alte Mann versprach sich zu kümmern und so ging ich wieder zur Schafswiese zurück. Immer noch lag das Schaf bewegungslos, komisch platt in der Wiese, alle anderen Schafe hielten sich von der vermeintlichen Schafleiche fern.
Auf einmal rannte ein kleines schwarzes Määh in Richtung dem toten Schaf und siehe da, das leblose, steif wirkende, Wollbündel hob den Kopf ein wenig und zuckte mit dem rechten Hinterlauf!

Ach du Scheiße! Das Schaf war wirklich nur "abwesend" wie der Museumsvorplatzkehrer mir erklärt hatte und quietschfidel kam es nach einem Nasenstüber vom schwarzen Schäfchen auf die Beine.

Öhhm, und die Seekönigin, die hat sich schnell, voll rotwerdend, vom Acker gemacht- wie oberoberoberpeinlich!
Ich bin mehr Schaf, als eine ganze schweizer Schafherde! *lautlach*