Heute mache ich mir die Sache einfacher und das Ergebnis ist um ein Vielfaches beeindruckender. Ich lade die Bilder über eine spezielle Website hoch und gestalte den Kalender online. Mein letztes Werk war ein Din A2 Kalender, im Hochformat, auf schwarzem Hintergrundpapier. Meine Impressionen durch das Jahr 2014 am Bodensee waren nicht einfach zu wählen. Die Bebilderung des Deckblattes, der Monate Januar, Februar, März, September, November und Dezember waren kein Problem. Auch für den Mai, trotz daß er kein rechter Wonnemonat war, hatte ich genügend gute Motive. Schwieriger gestaltete sich die Wahl der Bilder für den April und die Sommermonate. Nur trüb, bewölkt, selten sonnig und wolkenlos wie es sich für Sonnenmonate gehört, aber ich habe dann nach langem Suchen und etwas "Improvisation" eine gute Wahl, auf die Charakteristik der Monate bezogen, getroffen. Wahrlich Probleme hatte ich mit einem typischen Oktoberbild. Kein Bild mit golden gefärbten Laub und ersten welken Blättern im feuchten Gras, nur neblige Tristesse habe ich auf der Festplatte gefunden. Nicht recht zufrieden habe ich dann ein Bild gewählt auf dem Nebel überm See liegt und oben ist der Himmel blau, am oberen Bildrand von der Sonne erhelltes Herbstlaub, der Platanen am Ufer.

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Den Kalender habe ich schon Anfang Dezember in Auftrag gegeben, damit er auch pünktlich zum Fest geliefert wird.
Schon wenige Tage nach der Bestellung, noch vor dem angekündigten Liefertermin, wurde das Kunstwerk zugestellt. Neugierig habe ich die Verpackung entfernt und war wirklich angetan von der Wirkung der Größe und der gestalterischen Ausführung. Meine gewählten Bilder kamen auf dem schwarzen Hintergrund wunderbar zur Geltung. Begeistert blätterte ich Monat für Monat bis zum September um, dann kurz innehaltend, in Spannung erwartend, das so schwierig zu wählende Oktoberbild.
Die haben mein Bild versaut! Der in nebligem grau gehaltene untere Bildanteil war ein komplett grauer Balken. Ich hätte heulen können!
Natürlich habe ich unverzüglich online meine Reklamation gestartet, das fehlerhafte Bild photographiert und als Anhang mit gesendet, in der Hoffnung noch vor dem Fest qualitativen Ersatz zu bekommen. Nach drei Tagen habe ich energisch angemahnt, da ich keine Rückmeldung bekommen habe, außer daß meine Mail eingegangen ist und in Kürze bearbeitet wird. Daraufhin erhielt ich weitere drei Tage später endlich eine Antwort. Ich wurde vertröstet: "Sehr geehrte Frau Juana Seekönigin, bla, blablabla, blablabla ...", das Mailaufkommen sei riesig und ich könne in Bälde auf eine persönliche Bearbeitung meiner Beanstandung hoffen. Alles nur hohles Standartformulargeschwätz.
Und der Tag der Bescherung rückt näher und näher, ich hoffe und hoffe und werde bitter enttäuscht.
Wieder drei Tage später habe ich dann echt sauer noch eine Mail hinterhergeschickt mit der Wirkung daß ich bis heute ignoriert werde.
Das Geschenk, trotz mehr als nebelgrauem Makels, ist natürlich voll angekommen, die Empfänger total begeistert und ich wurde getröstet, daß ich dafür doch wirklich nichts kann.
Klar kann ich nichts dafür, aber mich fuchst es trotzdem! Und was mich am meisten ärgert ist die mangelnde Kommunikation des Photoserviceunternehmens und deren fehlende Bereitschaft, rechtzeitig zur Bescherung für Ersatz zu sorgen, oder wenigstens die Versicherung ein fehlerfreies Exemplar in Bälde zu erhalten. Fehler können passieren, das ist nur menschlich, aber sich dann nicht angemessen darum zu bemühen den Fehler einigermaßen wieder gut zu machen, das ist unverzeihlich.






