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Donnerstag, 25. Dezember 2014

Eine schöne Bescherung!

Zu Geburtstagen und wie in diesem Jahr zu Weihnachten verschenke ich gerne Kalender mit meinen gesammelten Impressionen übers Jahr. Früher habe ich noch Photos bestellt und dann in gekaufte, fertige Kalender eingeklebt. Dies ist allerdings eine äußerst tüftelige Arbeit mit Lineal, Geodreieck und gespitztem Bleistift, damit die Bilder gerade und mittig auf dem Kalenderblatt prangen. Dazu fiel mir meine Zeichenlehrerin in meiner frühen Realschulzeit ein, welche mir den netten Namen Juana Schmierfink gab, denn der blöde tropffreie Alleskleber erforderte, neben besagten Geometrieutensilien, meine vollste Konzentration und Geduld.
Heute mache ich mir die Sache einfacher und das Ergebnis ist um ein Vielfaches beeindruckender. Ich lade die Bilder über eine spezielle Website hoch und gestalte den Kalender online. Mein letztes Werk war ein Din A2 Kalender, im Hochformat, auf schwarzem Hintergrundpapier. Meine Impressionen durch das Jahr 2014 am Bodensee waren nicht einfach zu wählen. Die Bebilderung des Deckblattes, der Monate Januar, Februar, März, September, November und Dezember waren kein Problem. Auch für den Mai, trotz daß er kein rechter Wonnemonat war, hatte ich genügend gute Motive. Schwieriger gestaltete sich die Wahl der Bilder für den April und die Sommermonate. Nur trüb, bewölkt, selten sonnig und wolkenlos wie es sich für Sonnenmonate gehört, aber ich habe dann nach langem Suchen und etwas "Improvisation" eine gute Wahl, auf die Charakteristik der Monate bezogen, getroffen. Wahrlich Probleme hatte ich mit einem typischen Oktoberbild. Kein Bild mit golden gefärbten Laub und ersten welken Blättern im feuchten Gras, nur neblige Tristesse habe ich auf der Festplatte gefunden. Nicht recht zufrieden habe ich dann ein Bild gewählt auf dem Nebel überm See liegt und oben ist der Himmel blau, am oberen Bildrand von der Sonne erhelltes Herbstlaub, der Platanen am Ufer.







Den Kalender habe ich schon Anfang Dezember in Auftrag gegeben, damit er auch pünktlich zum Fest geliefert wird.
Schon wenige Tage nach der Bestellung, noch vor dem angekündigten Liefertermin, wurde das Kunstwerk zugestellt. Neugierig habe ich die Verpackung entfernt und war wirklich angetan von der Wirkung der Größe und der gestalterischen Ausführung. Meine gewählten Bilder kamen auf dem schwarzen Hintergrund wunderbar zur Geltung. Begeistert blätterte ich Monat für Monat bis zum September um, dann kurz innehaltend, in Spannung erwartend, das so schwierig zu wählende Oktoberbild.

- Kunstpause -

Die haben mein Bild versaut! Der in nebligem grau gehaltene untere Bildanteil war ein komplett grauer Balken. Ich hätte heulen können!


Natürlich habe ich unverzüglich online meine Reklamation gestartet, das fehlerhafte Bild photographiert und als Anhang mit gesendet, in der Hoffnung noch vor dem Fest qualitativen Ersatz zu bekommen. Nach drei Tagen habe ich energisch angemahnt, da ich keine Rückmeldung bekommen habe, außer daß meine Mail eingegangen ist und in Kürze bearbeitet wird. Daraufhin erhielt ich weitere drei Tage später endlich eine Antwort. Ich wurde vertröstet: "Sehr geehrte Frau Juana Seekönigin, bla, blablabla, blablabla ...", das Mailaufkommen sei riesig und ich könne in Bälde auf eine persönliche Bearbeitung meiner Beanstandung hoffen. Alles nur hohles Standartformulargeschwätz.
Und der Tag der Bescherung rückt näher und näher, ich hoffe und hoffe und werde bitter enttäuscht.
Wieder drei Tage später habe ich dann echt sauer noch eine Mail hinterhergeschickt mit der Wirkung daß ich bis heute ignoriert werde.

Das Geschenk, trotz mehr als nebelgrauem Makels, ist natürlich voll angekommen, die Empfänger total begeistert und ich wurde getröstet, daß ich dafür doch wirklich nichts kann.
Klar kann ich nichts dafür, aber mich fuchst es trotzdem! Und was mich am meisten ärgert ist die mangelnde Kommunikation des Photoserviceunternehmens und deren fehlende Bereitschaft, rechtzeitig zur Bescherung für Ersatz zu sorgen, oder wenigstens die Versicherung ein fehlerfreies Exemplar in Bälde zu erhalten. Fehler können passieren, das ist nur menschlich, aber sich dann nicht angemessen darum zu bemühen den Fehler einigermaßen wieder gut zu machen, das ist unverzeihlich.

Donnerstag, 3. März 2011

Am Aschermittwoch ist alles vorbei!

Bei und heißt´s nicht Alaaf und nicht Helau, bei uns ist´s auch nicht Karneval.
Mir hond Fasnacht und de Narr ruft "Honarro"!
Aber und das ist egal ob Fasnacht, Fasching, Karneval - ich find´s doof.

I bin narrisch wenn´s mir nach narrisch sei isch, aber uf Kommando, bloß weil´s halt "Schmutzige Dunschtig" isch, do hon i kei Luscht zum narrisch sei.

Ich hab mir irgend wann so ein treffendes Gedicht kopiert, das füg ich Euch hier mal an. Aber oje, copy und paste des ist einfach, aber die Quelle!!! Nein die Quelle weiß ich nicht mehr......
ich hab´s halt einfach geklaut!
Egal, ich hab ja keinen Doktortitel zu verlieren und find´s einfach nur klasse.


"Alaaf und Helau!" - Seid ihr bereit?
Willkommen zur Beklopptenzeit!


Mer kenne des aus Akte X,
doch Mulder rufe hilft da nix,
des kommt durch Strahle aus dem All,
und plötzlisch ist dann Karneval!
(Tusch)

Uff einen Schlach werd'n alle dämlisch,
denn das befiehlt das Datum nämlisch!
Es ist die Zeit der tollen Tage,
so eine Art Idiotenplage,
eine Verschwörung, blöd zu werden,
die jährlich um sich greift auf Erden.

Ei' wahre Ausgeburt der Hölle,
und Ausgangspunkt davon ist Kölle!
(Tusch)

Denn dort gibt's nisch nur RTL,
das Fernseh-Einheitsbrei-Kartell,
sondern aach jede Menge Jecken,
die sisch auf Nasen Pappe stecken,
in Teufelssekten sich gruppieren
danach zum Elferrat formieren
und dann muss selbst das döfste Schwein -
dort auf Kommando fröhlisch sein.
(Tusch)

Auf einmal tun in allen Ländern
die Leude sisch ganz schlimm verändern.
Sie geh'n sisch hemmungslos besaufe
und fremde Mensche Freibier kaufe,
schmeiße sisch Bonbons an die Schädel,
betatsche Jungens und aach Mädel
und tun eim jede, den sie sehen,
ganz fuschtbar uff de Eier gehen!


Sie tun nur noch in Reime spreche
und sind so witzisch, man könnt' breche,
bewege sisch in Polonäsen,
als trügen sie Gehirnprothesen,
man möschte ihnen - im Vertrauen -
am liebsten in die Fresse hauen!
(Tusch und Konfetti-Kanone)

Doch was soll man dagege mache?
Soll man vielleicht noch drüber lache?
man kann sisch nich mal gegen impfe,
die Macht der Doofen ist zu staak,
als dass man sisch zu wehr'n vermag!
(kein Tusch)

Am besten ist, man bleibt zu Haus
und sperrt den Wahnsinn aanfach aus.
Man schließt sich ein paar Tage ein
und lässt die Blöden blöde sein!
Der Trick ist, dass man sich verpisst
bis widder Aschermittwoch ist!


Und steht ein Zombie vor der Tür,
mit so 'nem Pappnasengeschwür,
und sagt statt "Hallo" nur "Helau",
dann dreh sie um, die dumme Sau,
und tritt ihr kräftisch in den Arsch
und ruf dabei: Narrhalla-Marsch!"

Eins ist zum Glück gewiss wie´s Amen in der Kirche:
Am Aschermittwoch ist alles vorbei!