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Dienstag, 31. Dezember 2013

Ein unerfüllbarer Wunsch fürs neue Jahr

Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Ich wünsche mir für das neue Jahr
ein neues Bewußtsein unter meinen Mitmenschen,
denn nur dann machen die Wünsche für
Glück, Frieden und Gesundheit zum Jahreswechsel einen Sinn.
Im Zeichen ständiger Manipulationen unserer Umwelt und uns selbst
sind all diese frommen Wünsche für das kommende Jahr
reine Heuchelei und Selbstbetrug.

Sonntag, 25. August 2013

Dem Kinderzimmer entwachsen

Es scheint als würden nun bald die letzten Sommertage in diesem Jahr gezählt, obwohl wir erst Ende August haben. Das Wasser im See ist noch angenehm warm und auch im Rhein ist die Wassertemperatur noch badetauglich.

Dort, in der sanften Rheinströmung genieße ich das Schwimmen zwischen Bläßhühnern und Haubentauchern, die letzteren lassen einem bis auf ungefähr einen Meter an sich herankommen, wobei sich das Alttier immer zwischen das Jungtier und den Schwimmer stellt.

Aus Dem "Kinderzimmer" entwachsen

Dabei kann man die Tiere unheimlich gut betrachten und ich wünschte mir eine wasserdichte Kamera um Bilder aus nächster Nähe zu knipsen. Die Jungvögel, egal ob Haubentaucher oder Bläßhühner, fiepen ohne Unterlaß, besonders wenn die Alten auf Tauchgang sind. Dies finde ich angenehmer als die oft so lauten und unangenehmen menschlichen Stimmen. Ich werde diesen eindringlichen, aber netten „Kinderlärm“ demnächst sehr vermissen.

Aus Dem "Kinderzimmer" entwachsen

Dem Kinderzimmer sind sie längst entwachsen und die “kleinen Punks“ und die kleinen Haubentaucher ähneln immer mehr ihren Alten.

Aus Dem "Kinderzimmer" entwachsen

Die kleinen Belchen mit ihren langen dürren Beinen und ihren großen Füßen stelzen immer noch recht unsicher durch die Welt und entlocken mir immer ein belustigtes Lachen. Erinnern sie irgendwie an einen betrunkenen Seemann auf Landgang.

Aus Dem "Kinderzimmer" entwachsen

Sie schwimmen und tauchen aber inzwischen selbständig und picken im Ufersand nach Kleinsttierchen.
Die Jungtiere der Haubentaucher fangen ihren Fisch schon selbst, werden allerdings vom Elternpaar noch zugefüttert.

Aus Dem "Kinderzimmer" entwachsen

Bald sind sie dem langen und kalten Winter ausgesetzt und ich hoffe daß sie robust genug sind der unangenehmen Witterung zu trotzen.




Donnerstag, 27. Juni 2013

Sommer am See

Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages


Isn't it beautiful?
Ich weiß nicht recht,
aber derzeit fühl ich mich irgendwie ständig angepißt.
Sommer am See?

Wir schreiben den 27. Juni 2013, 17.00 Uhr - 17,1° zeigt das Thermometer in meinem Wohnzimmer, draußen hat es nur 15,9° C.
Ich habe die Hoffnung auf einigermaßen akzeptables Sommerwetter aufgegeben. Es wird wohl vorwiegend bei diesem zum Himmel schreienden Kunstwetter bleiben. Es wird weiterhin einen Wechsel zwischen seltenen, mit unerträglich tropisch feuchter Hitze einhergehenden Sommerplacebos, und den mehrheitlich unnatürlich kalten, nassen und vor allem sonnenlosen Phasen geben, welche das Wetter des Jahres 2013 bisher prägten.

Freitag, 21. Dezember 2012

Zur Wende

Auf geht's in des Jahres längste Nacht.
Der Kälte zum Trotz ein Feuer entfacht.
Das Feuer der Liebe bringt die Kälte der Nacht zum Glühen,
es ist als ob tausend warme Funken sprühen und sprühen.
Reicht Euch die Hände, nehmt Euch in Arm.
Da wo Liebe ist, da bleibt es warm.
Da wo der Ruf nach Liebe im Chor erschallt,
des Teufels Begehr, ungehört verhallt ...



Dienstag, 16. Oktober 2012

Es liegt Schnee auf den Bergen überm See



Nach der kältesten Nacht in diesem lausigen Oktober, wir hatten +/- 2° war der Gang zu meinem Klohäuschen heute früh überhaupt kein Vergnügen. Dieser Dienstag, wie auch schon der letzte Sonntag hielt nicht den Sonnenschein ein, den die Wettervorhersage versprach.
Vom Frost auf dem Säntis, meinem Hausberg, hatte ich wohl gelesen und Bilder gesehen, aber der Säntis ist so weit weg ..... .

Ich wollte den Tag eigentlich an der Sonne verbringen, aber als ich gemerkt hatte, daß der Himmel zumacht bin ich wieder in Wald, anstatt am Seeufer entlang um Sonne zu tanken.
Mehr als 10° erreichte die Tagestemperatur nicht, aber die wenigen Sonnenstrahlen die ich erhaschen konnte waren wirklich richtig warm und sehr erbaulich!
Wieder ein Beweis für die Unnatürlichkeit dieses Wetters! Windgeschützt hätte ich bei mehr als einem Wolkenloch im Shirt flacken können!

Auf dem Nachhauseweg, wir haben nämlich beginnenden Südföhn, wurde ich mit einer grandiosen Fernsicht belohnt und mir wurde gewahr, daß tatsächlich auf den Bergen überm See Schnee liegt. Das überwältigende Panorama wurde nur unwesentlich^^ von den gewohnten, wie üblich schmierigen, leicht rötlichen, und uns das Sonnenlicht stehlenden Kunstwolken getrübt.

Ach menno, mir scheint es wird immer schlimmer mit der Verschleierung des Sonnenlichts und ich kann nicht begreifen, warum dies niemand bemerken will! Nein, ich muß mich verbessern, mir scheint es nicht so, sondern ich erkenne es, klar und deutlich! All diese Herrlichkeit wie sie auf den folgenden Bildern zu sehen ist, wird uns ein ums andere Mal genommen, und wir schauen tatenlos zu!


Samstag, 24. März 2012

Die Rückkehr der Haubentaucher

Der See verändert sein Gesicht. Die unzähligen Stock-, Reiher- und Mandarinenten sind weitergezogen und es tummeln sich hauptsächlich Schwäne, Blässhühner und Zwergtaucher im Wasser vor dem Uferbereich.
Die lange vermissten Döbel stehen wieder still und majestätisch dicht unter der Wasseroberfläche.



Nachdem ich dem ich Mitte Februar, nach der langen Eiszeit einen toten Haubentaucher entdeckt habe, war ich jeden Tag auf der Suche nach lebenden Exemplaren. Über Wochen konnte ich nicht einen Einzigen entdecken.



Letzte Woche dann stach mir an der alten Rheinbrücke unerwartet ein Pärchen Haubentaucher ins Auge



und siehe da, auf meinem täglichen Weg am See entlang entdecke ich dann eine ganze Haubentauchergruppe von über zwanzig Vögeln.



Da diese stolzen Wasservögel am Bodensee überwintern nehme ich an, dass sie in der geschützten, röhrichtbewachsenen Flachwasserzone des Wollmatinger Rieds die kalte Jahreszeit verbracht haben.

Ihr Balzverhalten ist recht originell. Sie schütteln heftig mit dem Kopf und spreizen dabei ihre Federhaube weit ab, dazu paddeln sie recht schnell mit den Füßen, sodass sie senkrecht voreinander aus dem Wasser heben. Da werd ich die nächste Zeit viel zu beobachten haben.

Ich mag diese Tiere, es ist immer lustig ihnen zu zu sehen und wenn sie zum Fischfang abtauchen, zu erraten wann und wo sie denn wieder auftauchen werden.



Eben noch da und schwupp schon ist er weg.



Zielsicher und natürlich



erfolgreich!

Donnerstag, 16. Februar 2012

Und leise sag ich "Adieu".....

Seit vorgestern taut es und mit den milderen Temperaturen hat sich leichter Schneefall, mit Tendenz zu Schneeregen eingestellt. S' ist ziemlich matschig und ich vermisse die klare Luft der vergangenen zwei Wochen. Nun hat der Winter das Kleid an, welches ich gar nicht mag- trübe, schmuddelig, klamm und eklig. Lieber eiskalte 10° unter Null, als das feuchte, ungesunde Klamm welches wir jetzt haben.

So stand ich Dienstag auf meinem Steg und hab mit Wehmut und einer Träne im Auge den Eisschollen hinterher geschaut, die das Tauwetter mit der Strömung des Rheins vom Rheinbrech her, durch den ganzen See, an meinem Steg vorbei Richtung Rheinbrücke und den Seerhein hinunter getrieben hat.

"Heldchen vom Niederrhein", heut schick ich Dir keine Flaschenpost, den großen Fluss hinunter, heut schickt Dir die "Nixe vom Steg" eine, in der Sonne glitzernde Eisscholle.



Nun, mit einem weinenden Auge sag ich der wunderbaren, mich so beeindruckenden Eiszeit "Adieu" und schiele mit einem lachenden Auge auf die Zeit die da nun bald kommen wird! Der Frühling ist nun nicht mehr weit!

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Ein Lichtblick.....endlich!

Endlich ist es soweit! Die längste Nacht des Jahres ist hereingebrochen! Wir, die wir auf der Nordhalbkugel der Erde leben, durchschlafen heute die längste Nacht des Jahres. Unsre Seite der Welt ist nun am weitesten von der Sonne entfernt. Sie wird deshalb erst morgen früh gegen acht Uhr, wieder für uns aufgehn, nachdem sie heute schon kurz nach 16 Uhr untergegangen ist.
JUHUUUUU!!!! Die Tage werden wieder länger, wenn auch erst mal nicht merklich spürbar.
Alle sind in ihrem Weihnachtstaumel und ich sitze hier mit meinen weihnachsmuffeligen Gedanken allein und und freu mich königinnenlich. Nun steuern wir langsam wieder ins Licht, nach den Tagen an denen um fünfe am Nachmittag noch Nachmittag ist und nicht stockfinstere Nacht! Ich brauch weder Christbaum noch Lametta, ich brauche nur Sonne!
So zünd ich in Gedanken ein Sonnwendfeuer an und schlafe mich selig durch diese Nacht mit der Gewissheit, dass mir demnächst die Sonne wieder von früh bis spät ins Gesicht lacht!

Freitag, 2. Dezember 2011

Eigenlob stinkt oder vielleicht macht es anderen Mut!

Seit heute Nachmittag, gegen 14.30 Uhr, bin ich exakt zwei Jahre nikotinfrei.
Ich geh meilenweit für meine Camel-Filter
Ich erinner mich noch ganz genau, wie ich vor der stationären Aufnahme ins Krankenhaus gierig noch schnell zwei Ziggies, auf Vorrat sozusagen, gequarzt habe. Camel und Winston waren meine bevorzugten Marken.
Der blöde Chefarzt Schnösel hat mich immer ganz schräg angeschaut, als er mich mit der Infusionskarre auf den Krankenhausfluren rumschieben sah. "N a? Und nun gehn Sie rauchen, junge Frau...." Der Arsch der! Der hat mir nicht mal zugetraut dass ich schwer krank mit venenerweiternden Horrormedikamenten vollgepumpt, das Rauchen bleiben lass- rauchen verengt ja bekanntlich die Gefäße, ich hätte ja die ganze "daumenrettende Therapie" damit kaputt gemacht.
Ich hab mich lediglich im Warmen, daran aufgegeilt wie die nikotinsüchtigen Raucher in Nachthemd oder Schlafanzug, Bademantel und Schlappen, frierend in der Kälte, vor der Klinik, ihrem Laster frönten. Nänänänäääänäääää!

Mein Zippo liegt verwaist in der Schublade, trennen mag ich mich von meinem Sturmfeuerzeug irgendwie nicht. Vielleicht brauch ich es mal um ein Lagerfeuer anzuzünden oder ein Freudenfeuer oder gar ein Sonnwendfeuer, wenn die Tage endlich wieder länger werden!

Ich hätte nicht gedacht, dass ich konsequent bleibe und ich gebe zu, es gab manche Versuchungen und auch Gelegenheiten, doch ich habe widerstanden! Noch im Frühsommer diesen Jahres, also nach fast eineinhalb Jahren Konsequenz, habe ich Nächte lang geraucht wie ein Schlot, zwei Schachteln und mehr!!! Morgens bin ich mit einem richtig miesen Gefühl aufgewacht und war dermaßen über meine Inkonsequenz und mein Versagen erschüttert und frustriert, ich hätte heulen können. Es dauerte immer ein paar Minuten bis ich realisiert hatte, dass ich im Traum geraucht habe! Diese Rauchträume waren derartig intensiv, dass ich nach dem Erwachen wirklich überzeugt war, ich wäre rückfällig geworden.
Inzwischen ist diese Phase vorbei. Zum Glück.

Mein Kronprinz raucht mir gerne was vor, er nennt das "Muttertherapie", der alte Fiesling.
Inzwischen lässt es mich kalt, ich maule nur ohne Ende über stinkende Raucher, lungenkrüpplige Huster- DUMMKÖPFE halt!!!!
Aber er mag es nicht kapieren was er sich und seiner Gesundheit antut. Naja, ich wollte es ja bis vor zwei Jahren auch nicht hören.
Meiner Lunge geht es inzwischen gut, kein Husten, kein Rasseln, keine Kurzatmigkeit mehr, auch der Doc hat das mit dem Stethoskop erfreut festgestellt.

Über dreißig Jahre habe ich sehr stark geraucht, einige Jahre selbstgedreht, dann aber wieder die elenden Filterzigaretten, zum Schluss an die 60 Stück täglich.
Heute finde ich den Geruch von Zigarettenrauch vollkommen widerwärtig und es entsetzt mich immer wieder wie unangenehm Raucher riechen. Meine Güte, so hab ich auch mal gestunken! Boah, schon alleine für diese Erkenntnis wollte ich nie wieder damit anfangen. Auch draußen an der frischen Luft, nimmt es mir fast den Atem, wenn ich hinter einem Paffer herlaufe. Als Raucher glaubt man das nicht, wie übel so ein Glimmstängel stinkt.
Inzwischen kann ich es total verstehen, dass es militante Nichtraucher gibt.
Ich liege bei geöffnetem Fenster im Bett und auf einmal dringt aus der Küche unten dran entsetzlicher Rauchgeruch in mein Schlafzimmer, am liebsten würd ich meinem Ärger darüber lautstark durch die Nacht rufen, aber ich kann mich beherrschen. Die Raucher verstehn's ja so und so nicht, ich hab's ja auch nie verstehn wollen und hatte nur einen rotzigen Spruch für so einen unverschämten, nörgelnden Nichtraucher. Was geht denn den an was ich tue und lasse, ich bin ein freier Bürger!

Heute bin ich wohl eher ein freier Bürger, denn ich unterliege nicht mehr dem Diktat der Sucht.
Ich kann in ein Restaurant gehn und ich muss nicht hinterher wie ein Mensch dritter Klasse in der Kälte oder im Regen stehn, um meine Sucht zu befriedigen. Ich kann ein Bierchen zu viel trinken und ich habe am nächsten Tag überhaupt keine Kopfschmerzen. Schon alleine meine Befürchtung ob denn der Frühstückskaffee oder das Feierabendbier ohne Zigarette schmecken wird, war völlig umsonst. Der Kaffee schmeckt und das Bier auch, sogar noch viel, viel besser als mit Zigarette.
Alles schmeckt und riecht sehr viel intensiver als früher!
Erst so nach und nach bin ich auf den Trichter gekommen, was ich mir mit dem blauen Dunst angetan habe- nichts, aber auch gar nichts Gutes. Es ist weder der Duft der großen, weiten Welt, wie eine Zigarettenwerbung früher suggerieren wollte, noch lohnt es sich für einen Stinkstängel meilenweit zu gehn!!!

Diese Werbung ist eigentlich die gemeinste, denn wenn ich Stress habe, dann ist mein Verlangen nach einer Zigarette immer noch da und ich würde sooo gern zurücklehnen, zur Zigarette greifen, genussvoll ziehen, tiiiiief inhalieren und frohen Herzens sagen, jetzt geht alles wie von selbst.

Was für ein Trugschluss und ich finde es wirklich schwer in Ordnung, dass Zigarettenwerbung verboten wurde.

Und trotz, wirklich nur negativen Aspekten des Rauchens, einen positiven kann ich beim besten Willen nicht mehr finden- würde ich doch gerne, hin und wieder.....ähem....
aber da sitzt dann zu Glück so ein hässlicher, kleiner Mann im Ohr, der redet, nein, der schreit mir dann so fieses Zeug ins Ohr:
"Frau Seekönigin, dort am See! Ihr seid die beste und schönste, die klügste und die gut riechendste Frau im ganzen Land.....aber nur wenn ihr nie mehr raucht!"

Also liebe Raucher, falls der ein oder andere, und ich denke es sind doch eine ganze Menge, endlich diesem Laster entsagen möchten, so kann ich euch Mut machen, es ist machbar! Und zwar ohne irgendwelche Hilfe von Therapien und Ersatzstoffen und ich bin ganz sicher nicht der willensstärkste und immer konsequente Mensch- im Gegenteil.

Sonntag, 30. Oktober 2011

Alles nur eine Frage der Perspektive!

Zum ersten Mal habe ich nichts gegen die Umstellung der Uhren auf Winterzeit. Eigentlich bin ich dafür die Sommerzeit dauerhaft einzuführen, aber in diesem eigentlich wunderbaren Oktober konnte sich die Sonne oft erst gegen Mittag, meist sogar erst gegen Nachmittag durchsetzen. Heute, nach nächtlicher Umstellung auf die Winterzeit dauerte das Warten auf ein paar Stunden mit, wenn auch verschleierter, Sonne nicht ganz solange! Juhuuu!!!
Da nenn ich mich Juana Seekönigin, tzzzz, im Moment bin ich ehr die "Nebelfee vom Bodensee". *lach*
Aber ich bin ja von Haus aus recht trotzig und so trotze ich auch dem Nebel einigermaßen.
Trotze mit bunten Strumpfhosen. *lach* Trag ich sonst nie, aber ich hab einfach keine Lust mich in enge Jeans zu zwängen und so zeige ich mal etwas Mut zur Veränderung. Der Winter ist triest genug.

Im Yachthafen wird die Zahl der Segelboote Tag für Tag weniger, an einem großen Kran werden sie aus dem Wasser gezogen und in ihr Winterquartier verfrachtet. Die Freizeitkapitäne bleiben aber trotzdem aktiv, wie ich heute festgestellt habe. *schmunzel*



Ist es nicht das große Boot, welches Freude macht, so ist es wenigstens ein Segelbötchen!
Und damit fahren die "großen Buben" regelrechte Regatten.



Ganz so trostlos ist der Nebel also gar nicht!



Es kommt also nur drauf an aus welcher Perspektive man ihn betrachtet.

Dienstag, 18. Oktober 2011

*riesenseufzer*

Drei Tage lang lag mein See nun im Dunst, nichts war mit der sonnigen Prognose der Wetterfrösche.
Das Nebelmännchen vom Bodensee wollte sich wohl all die guten Trauben heimlich von den Weinbergen rund um den See lesen, um sein eigenes Weinchen zu keltern.
Aber heute endlich hat sich die Sonne schon sehr früh durchgesetzt und gab sogar einen "verwischten" Blick auf meinen "Hausberg", den Säntis frei.
Den ganzen wunderschönen Mittag hab ich mich mit einem Buch auf einer Bank im Freibad, in den letzten warmen Strahlen der Herbstsonne, geahlt.

Da ging doch tatsächlich noch einen Mann schwimmen, aber richtig lange, fast 30 Minuten. Ich dachte der schwimmt mit Anzug und habe dann echt gestaunt, als der in Badehose den Fluten entstieg. Luft 15°, ein frischer Wind aus Südost und 14° Wassertemperatur, Respekt! Ich glaube das ist für die Muskulatur nicht mehr gesund. 30 Minuten in 14° kaltem Wasser, das kühlt den Körper viel zu sehr aus, als dass es noch in irgendeiner Form der Gesundheit nützlich ist. Ein bisschen sehr neidisch war ich aber schon. Zumal mir meine alten Herren auf dem Steg prophezeit haben, ich wäre wohl die letzte Badenixe, da Frauen durch ihr Fett auf den Hüften eher für kaltes Wasser geschaffen wären, als Männer.

Naja, was soll`s? Ich muss mich damit abfinden und ich tue es einer lieben, mir bekannten Blogautorin gleich und banne alle sommerlichen, herbstlichen und vor allem sonnigen Eindrücke auf Festplatte und somit sind sie bei Winterblues immer abrufbar. Mein Suggorat, meine winterliche Droge!

Ob diese schönen Wölkchen nun vom Wetterumschwung künden wollen?






Ich mag`s noch gar nicht recht akzeptieren wollen.

Freitag, 9. September 2011

Einfach unbeschreiblich herrlich....

So mag ich ihn am liebsten, meinen See.
Bis jetzt geht sich der Spätsommer oder wenn ich mal ehrlich bin, der frühe Herbst ganz gut an. Die wenigen Regentage haben der Natur nicht geschadet. Der See hat heute wunderbare 18°, die 25° die das Wasser vorletzte Woche noch hatte, fand ich eher unangenehm. Seichbrüh, sage mir Konschtanzer dazu. Mit Wind und Sonne war das Wasser dieser Tage gefühlt, wärmer als die Luft.
Die Touristenströme lassen merklich nach und so kehrt wieder ein bisschen mehr Ruhe ein, in unser von Urlaubern aus aller Herren Länder und schweizer Einkaufs- und Tanktouristen, arg geschundenes Schtädtle.
Schon am Sonntag genoss ich überrascht und erleichtert einen fast menschenleeren Steg. Unglaublich, denn die Sonntage im Sommer sind am Wasser eigentlich ungenießbar. Zu viele Menschen auf einem Fleck, zu viel Lärm, zu viel Hektik.
Als Innenstadtbewohnerin genießt sich der Sonntag besser in der nahezu "menschenleeren" Stadt (die Betonung liegt auf nahezu *lol*), denn dort sind die Wochentage, besser die verkaufsoffenen Tage und die Abende, sowie die Nächte eine rechte Tortur. Der Rubel oder besser der schweizer Franken rollt und kurbelt die Wirtschaft immens an, aber die Nerven der Menschen in der kleinen- von Rhein, Bodensee und schweizer Grenze eingeengten Innenstadt liegen blank.
Es wird Zeit dass wir wieder ein bisschen zur Ruhe kommen dürfen.

So genieße ich diese schönen, warmen Tage und wenn ich so rundum schaue, von meinem Steg aus, dann stelle immer wieder fest, dass ich auf einem wirklich herrlichen Fleckchen Erde wohne.

Das Freibad zur Linken ist wieder nahezu einsam und verlassen, auch die Floße zwischen Ufer und Badegrenze sind menschenleer.
Die Zahl der Mitschwimmer ist rar geworden

und auch die, der unzähligen Motorboote, Yachten und Kanus.

Das Auge findet wieder Ruhe und

mag sogar einen Moment verweilen, um den Anblick eines einzelnen Segelbootes, vor der Kulisse der schweizer Berge zu genießen.

Zur Rechten endet dann mein Panoramablick auf dem kleinen, beschaulichen Schtädtle, an Deutschlands letzten Zipfele.
Dort wo andere Leute Urlaub machen.


So wie ich mich im nahenden Frühling am blau des Himmels nicht satt sehen konnte, so kann ich mich jetzt nicht satt sehn, an diesen Wolken, die so unterschiedlich in Farbe und Gestalt sind und sich zu den bizarrsten Gebilden auftürmen. Die dicke Wolke auf dem letzten Bild sieht aus wie ein Schwimmer, der gemütlich seine Bahnen im Blau des Himmels zieht und ich lache ihm fröhlich zu und stelle mir vor, während ich auf dem Rücken im Wasser treibe, wie es wäre durch das Blau des Himmels zu schwimmen, durch die dicken aber mit Leichtigkeit zu durchdringenden Wolkengebirge hindurch zu tauchen und ich fühle mich leicht und frei, glücklich und zufrieden.
Heute morgen bin ich recht müde aufgestanden, die letzten Nächte mies geschlafen, dazu eine anstrengende Arbeitswoche- zwei Stunden am Wasser und alles was bedrückt und beschwert hat streife ich ab, wie einen vom Regen schweren und klammen Mantel.
Es sind diese kleinen Dinge, die einem das Leben schenkt, lange blieben sie mir verborgen, aber seit ich sie entdeckt habe und zu schätzen weiß, bin unendlich reich geworden und dieser Reichtum macht mich zu einem glücklichen und zufriedenen Menschen. Einer "Seekönigin".

Montag, 22. August 2011

Das Seezeichen Nummer 14

Mittlerweile sind eindreiviertel Jahre oder einundzwanzig Monate vergangen seit ich meine letzte Zigarette geraucht hab. Anfangs hab ich nicht geglaubt, dass ich das schaffen werde, nach über dreißig Jahren starkem Nikotinkonsum- die letzten zehn Jahren davon übermäßig stark. Ich hatte statt selbst zu drehen wieder angefangen Filterzigaretten zu rauchen und an manchen Tagen hab ich glatt zwei Big Pack verquarzt. Unglaublich, +/- sechzig Stinkstängel täglich!!! Heute weiß ich, dass ich nie mehr damit anfangen werde. Was ich vormals für eine Art Freiheit, meine Rebellion hielt, hat mein Leben so sehr verunstaltet und eingeschränkt, ich kann es gar nicht recht beschreiben. Sollte ich jemals wiedergeboren werden dann als nichtrauchende Gärtnerin! *schmunzel*

Mein Lieblingsparfüm ist "Opium" von YSL und kostet eigentlich ein kleines Vermögen. "Opium", und nur "Opium" hab ich schon an mich hin geleert, als ich noch die Schulbank drückte. Das ganze Gedufte vollkommen für die Katz, denn Raucher(innen) stinken nur nach einem- nach Nikotin. Eine späte Erkenntnis, aber immerhin! *lach*

Vor Jahren klagte hier eine Anwohnerin gegen ihre rauchenden Nachbarn, weil deren Qualm von unten in ihre Wohnräume zog und Sie belästige. Was hab ich damals gelacht und gedacht, diese Frau hat ja nicht alle Schüsseln in ihrem Küchenschränkle. Heute weiß ich dass diese Frau recht hatte. Es ist eine unangenehme Geruchsbelästigung. Heute empfinde ich es genauso, nur habe ich keine Ambitionen meine Mitmenschen zu verklagen, wenn sie ihr Leben gestalten, wie sie es möchten.

Mein Leben hat mehr Lebensqualität, als das eines Rauchers. Ich huste morgens nicht mehr und kotze mir fast die Lunge aus dem Hals, ich rieche und schmecke sehr viel intensiver, vor allem fühle ich mich körperlich um so viel wohler und fitter, als früher.

Ich weiß, ich bin nach knapp zwei Jahren lange noch nicht überm Berg.
Es gab in den letzten Monaten Nächte, ich habe geraucht wie ein Schlot, eine ganze große Schachtel Winston. Morgens bin ich aufgewacht und den Wuttränen nahe gewesen, über meine eigene Inkonsequenz, bis mir klar wurde, es war alles nur geträumt. Ehrlich, das war so real und mein Gewissen so schlecht, dass ich wirklich ein paar wache Minuten gebraucht habe um zu realisieren, dass ich erleichtert aufatmen kann.

Schon letzten Sommer habe ich die alten Herren am Steg bewundert, wie ausdauernd und fit, die beim Schwimmen sind. Die schwimmen bis raus an einen Pfosten und zurück. Letzten Sommer hab ich mich nicht getraut, ich war und bin einfach keine gute Schwimmerin und es hat mir an der nötigen Kondition gemangelt. Vor allem und das ist kein Witz hab ich, die Seekönigin Juana, so einen Mordsschiss vor dem versaufen und Wasser hat nun einmal keine Balken.


Sieht nicht so weit aus, aber der Schein trügt, ehrlich!


Diesen Sommer habe ich mir vorgenommen, dass ich diese Strecke bewältigen werde. Mein Sohn hat mir versprochen, dass er einmal mit mir bis zum Pfohl schwimmen geht, um mich notfalls vor dem entsetzlichen Tod durch ertrinken zu retten. *lach* Nein, um mir ein bisschen Sicherheit zu geben und mir diese Angst zu nehmen.

Einer der alten Herren am Steg hat mich begleiten wollen, aber er ist ein Schulfreund meines Vaters und somit fast Mitte 70, ein schmalbrüstiges, altes Männlein, der wahrscheinlich nicht viel mehr an Gewicht auf die Waage bringt, als ich selbst. Ich habe sein Angebot dankend abgelehnt, obwohl ich das toll finde, wie er da mit Ausdauer und kraftvollem Schwimmstil ohne am Holzposten im See zu pausieren, hin und zurück schwimmt. Nein, ehrlich, ich habe ihm nicht zugetraut mich und sich selbst, notfalls, an den rettenden Steg zurück zubringen.

Tja, in Anbetracht dessen, dass auch dieser Sommer irgendwann zu Ende geht und mein Sohn, sein Versprechen bis dato nicht eingelöst hat, bin ich heute einfach weiter geschwommen als sonst, immer weiter, immer weiter bis ich endlich an dem Pfahl ankam. Eine riesige Möwe hat ihren luftigen Sitzplatz erst verlassen, als ich unten angeschlagen habe. Einige Minuten hing ich dort an einem Seil und habe mir, in meinem Siegesrausch, mal eine ganz andere Perspektive reingezogen. Ich fand es echt erhebend, ein erhebenderes Gefühl konnte die Möwe oben am anderen Ende des Pfostens auch nicht gehabt haben. *lach*

Ich habe heute meine Angst besiegt, mein gesetztes Sommerziel erreicht und ich weiß nun, dass der Pfohl das Seezeichen mit der Nummer 14 ist!