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Mittwoch, 30. September 2015

Der September am Bodensee

Die wochenlange Treibhaushitze des gnadenlosen Sommers endete am See, ganz abrupt, mit dem August.
Der Wetterumschwung nahm uns einen angenehm milden Spätsommer und katapultierte uns unversehens mitten in den Herbst, mit meist einstelligen Nachttemperaturen. Die letzte Septemberwoche präsentierte sich dazu stürmisch, mit einer kalten Bise aus östlichen Richtungen.
Der Wasserstand und auch die -temperatur, sind für diese Jahreszeit viel zu niedrig.

Septemberimpressionen an See und Rhein





Montag, 20. Oktober 2014

Und oben wird der Himmel langsam blau ...

Das Wochenende am See war nicht so sommerlich warm als andernorts. Der Nebel hing noch zur Mittagszeit dick überm großen Wasser und vermieste die Aussicht auf ein herrliches Fönpanorama und viele vorausgesagte Sonnenstunden, bis 25° warm hätte es werden sollen.
Trotz alledem hat es eine besondere Faszination wenn sich die Nebel lichten, sich die Sonne langsam durchsetzt und der klammen Feuchte Einhalt gebietet.
Und oben wird der Himmel langsam blau ...

Aus Und langsam lichtet sich der Nebel ...

Die Nebel lichten sich

Aus Und langsam lichtet sich der Nebel ...

Die Farbe des Morgens gar zwiefach getönt,
Im Spiegel des Wassers verfließend ins Nichts.
Zum Himmel hin zeigt sich, ins Blaue geschönt,
Ein Tag voll des kommenden Sonnengesichts.

Aus Und langsam lichtet sich der Nebel ...

Noch wallen die Nebel, vergrämen die Sicht,
Verzaubern das Buschwerk zu grusligem Spuk.
Nur langsam obsiegt nun des Taggestirns Licht,
Entblößt die Kulisse als faustischen Trug.

Aus Und langsam lichtet sich der Nebel ...

Die Klärung in herbstlich gestimmter Natur
Begradigt mir krumme Gedanken im Lauf.
Sie fahren nun hoffend auf fröhlicher Spur,
Die Schleier des Mutlosen lösen sich auf.

© Ingo Baumgartner

Aus Und langsam lichtet sich der Nebel ...

Aus Und langsam lichtet sich der Nebel ...

Freitag, 10. Oktober 2014

Zauberhaft - Herbstnebel überm See

Gestern gab es am See endlich einmal einen wunderbaren Herbsttag, fast wie aus dem Bilderbuch. Nach einer sehr milden Nacht startete der Tag hell und freundlich, ein sanfter Fön grüßte mit lauer, klarer Herbstluft und versprach ein herrliches Panorama über die Bergriesen der Voralpen.
Am Wasser angekommen überraschte mich der See allerdings mit einem dunstigen Gewand, der Säntis, mein Hausberg, blickte nur verhalten über das große Gewässer.

Aus Zauberhaft - Herbstnebel überm See

Den Konstanzer Trichter hinter mir lassend, radelte ich auf dem Weg zur Blumeninsel Mainau direkt in ein klammes Nebelloch. Im ersten Moment leicht verärgert, dann aber fast andächtig innehaltend, genoß ich das bezaubernde Spiel der dünnen Nebelfelder unter einem wolkenlos blauen Himmel. Vergessen war das kurze Frösteln in der auf einmal feuchtkühlen Nebelluft und ich ahnte, daß dies ein wunderbarer Tag werden würde.

Aus Zauberhaft - Herbstnebel überm See

Bald schon tauchte das Tropische Eiland umgeben, von tiefliegenden Nebelschwaden vor mir auf.

Aus Zauberhaft - Herbstnebel überm See

Noch hat es sehr viele Touristen auf dem Kleinod am Südufer des Überlinger Sees und ich beschloß das Schmetterlings- und das Palmenhaus zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr zu besuchen . Meine Jahreskarte für die Mainau hat sich mit dem gestrigen Besuch schon rentiert und ich kann nun quasi umsonst, bis nächsten Februar, beliebig oft und in aller Ruhe, lange Spaziergänge unter uralten, riesigen Mammutbäumen, Zedern und anderen mediterranen Gewächsen machen, immer mit einem anderen Blick auf den See ringsum, oder mich an trüben Tagen an den vielen bunten, tropischen Schmetterlingen erfreuen.
Gestern habe ich einfach nur den Ausblick über die Weite des Sees, die verhalten im Dunst durchschimmernde Silhouette der mächtigen Gebirgsketten und den herrlich wärmenden Sonnenschein genossen.

Aus Zauberhaft - Herbstnebel überm See

Aus Zauberhaft - Herbstnebel überm See

Aus Zauberhaft - Herbstnebel überm See

Aus Zauberhaft - Herbstnebel überm See

Aus Zauberhaft - Herbstnebel überm See

Aus Zauberhaft - Herbstnebel überm See

Heute startete der Tag wieder grau in grau - wie fast jeden Morgen in den letzten Wochen. Wie schön die Tage ohne ständige Wettermanipulation sein könnten, hat der gestrige Oktobertag gezeigt. Zum Glück kann ich mir die Zeit einteilen wie ich möchte und so bin ich dankbar, die wenigen schönen Tage, die uns das zweite Halbjahr, in 2014, erleben läßt, ausgiebig und in vollen Zügen auskosten zu können.


Sonntag, 5. Oktober 2014

Vorfreude - ein herbstlicher Blick auf die Wollschweininsel


Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Der Pegel des Sees sinkt stetig und die zahlreichen Möwen stehen schon auf dem schmalen Pfad zum beschaulichen kleinen Eiland, der bald wieder zu einem Besuch bei den drolligen und so zutraulichen Tieren einlädt.
Wie es ihnen wohl übers Jahr ergangen ist ohne meine mitgebrachten Äpfel und Gelbe Rüben? *lach*

Vor einigen Tagen habe ich mir, die im letzten Winter bei meinen Erkundungen am weitläufig freiliegenden Ufersaum, bei sehr niederem Wasserstand, so sehr gewünschten Gummistiefel zugelegt. Irgendwie freue ich mich darauf den See und seine Ufer einmal wieder auf anderen Wegen zu begehen und das Ufer von der Seeseite her zu erleben. Nun hält mich auch der größte Schlick und der tiefste Matsch nicht mehr auf!

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Der September am See

Mindestens einmal die Woche fahre ich zum Gemüse und Obst kaufen, und natürlich wegen der Schönheit der Landschaft, auf die Insel Reichenau. Dort angekommen, sticht einem als erstes die neurenovierte, romanische Kirche "St. Georg" ins Auge. Schon im wenig sommerlichen August habe ich mich an den vielen kalten und sonnenlosen Tagen an einem Blick erfreut: die pastellgelbe Kirche hinter einem Meer von bunten Sommer- und gelben Sonnenblumen. Dieses freundliche, farbenfrohe Bild hat mich stets in Sommerlaune versetzt, auch wenn das Wetter schon im August eher herbstlich, oft trostlos und düster daher kam.

Aus St. Georg im Spät- und Altweibersommer

An den allerwenigsten Tagen zeigte sich das, seit dem Hochmittelalter nahezu im Original erhaltene Gotteshaus unter einem wenigstens annähernd blauen und wenig verschandelten Himmel.

Aus St. Georg im Spät- und Altweibersommer

Die folgenden Bilder sollen ohne große Worte das Wetter im September dokumentieren, welches von dichter Bewölkung und viel zu kalten Temperaturen geprägt war. Trotz niederer Temperaturen und kühlen Winden, meist aus östlichen und nördlichen Richtungen, war es streckenweise unnatürlich schwül, so auch am gestrigen 30. September. Dies ist einwandfrei der ausgebrachten Dunstglocke, der täglichen Aerosoloperationen zuzuschreiben.

St. Georg im September: Bild 1-3 sind vom 4., 10. und 19. September, Bild 4-6 habe ich am 23., 25. und 30. September aufgenommen.


Während es im Norden Deutschlands verbreitet sonnig gewesen sein soll (?, laut den verlogenen Meteorologen), regierten in meinem Königreich, am letzten Zipfele, die dichten Kunstwolken und die, für diese Jahreszeit nicht normalen Nebelschwaden und Dunstschichten.

Sonntag, 28. September 2014

Frühlingsintermezzo im Herbst

Die Natur ist durcheinander.
Die Magnolienblüte ist schlicht weg der Inbegriff des Frühlings, nach dem monotonen Wintergrau eine seidig schimmernde Farbexplosion fürs Auge, betörend wie die ersten warmen, hellen Frühlingssonnenstrahlen und belebender Balsam für die wintermüde Seele.
Schon Mitte August habe ich, einigermaßen erstaunt, an den verschiedensten Magnolienbäumen, neben roten, wulstigen Samenkapseln, haarige Blütenkätzchen entdeckt, normalerweise gedeihen diese im März und April.

Aus Frühlingsintermezzo im Herbst

Aus Frühlingsintermezzo im Herbst

Verwundert und erschrocken zugleich realisierte ich daß der Frühling sich in der Zeit geirrt hatte und dem Herbst ins Handwerk pfuschen wollte. Eigentlich müßte man ja meinen, der diesjährige Herbst, der viel zu früh, und mit neblig klammem, meist vom Ostwind begleitetem wolkigem Gedöns aufwartete, würde den Frühling in seine Schranken weisen, aber dem ist anscheinend nicht so. Tatsächlich habe ich an einer sonnig stehenden Purpur-Magnolie dieser Tage, große farbenprächtige Blüten gesichtet.

Aus Frühlingsintermezzo im Herbst

Bei genauerer Betrachtung stellte ich allerdings fest daß diese, durch die starken, den ganzen Sommer über andauernden Regenfälle, im Blüteninnern komplett mit Schimmel überzogen waren.

Aus Frühlingsintermezzo im Herbst

Gestern dann, fiel mein Blick im vorbeiradeln auf kleine gelbe "Sterne" die in den Zweigspitzen eines hohen Strauchs prangten. Neugierig wie ich bin machte ich kehrt und entdeckte zarte frühlingsgelbe Forsythienblüten neben herbstlichgefärbten, dünnem Blattwerk leuchten.

Aus Frühlingsintermezzo im Herbst

Es ist ja kein ungewöhnliches Bild, wenn frühblühende Frühlingsboten, wie Krokusse, schon zeitig im Jahr ihre Köpfe aus der noch kalten Erde strecken, aber daß der Frühling neuerdings zweimal im Kreislauf der Jahreszeiten seine Aufwartung machen will, das ist schon ungewöhnlich.
Mehr wie ungewöhnlich, so wie eigentlich alles ringsum, in unserer Welt, in der nichts mehr so ist, wie es eigentlich sein sollte.

Samstag, 9. November 2013

Goldener November


Aus Goldene Novembertage bei Temperaturen um 20°

Woher kommt die Kraft welche die Sonne auf einmal Anfang November wieder hat? Wir hatten gestern am See noch einmal über 18°.
Womöglich, unter anderem, von den vielen Metallpartikeln der tagtäglichen Aerosolausbringungen, welche die letzten Tage wieder richtig massiv waren? Verstärken diese Metallpartikelchen in unserer Atemluft die Kraft der schon tiefstehenden Novembersonne? Klimaerwärmung würde eine stete Erwärmung mit sich bringen und nicht dieses Temperaturaufundab wie wir es die letzten Tage hatten.



Donnerstag, 7. November 2013

Seltene Besucher am See


Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Ob weiße, schwarze oder
die so seltenen grün melierten Schwäne -
ungewöhnlich warme 20° im November haben alle genossen!

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Waldspaziergang

Aus Im Herbstwald

Aus Im Herbstwald
Aus Im Herbstwald


Mittwoch, 30. Oktober 2013

Ein Tag mit sommerlichen Temperaturen Ende Oktober

Den wärmsten Oktobertag diesen Jahres gab es am vorgestrigen Montag, am See. Während im Norden Orkansturm "Christian" zerstörerisch über das Land fegte, war es am See sonnig, bei Temperaturen von rund 25°! Es wehte ein heftiger, aber angenehm warmer Fön aus südwestlicher Richtung und ich konnte im T-Shirt auf dem Rad gegen den starken Wind "ankämpfen". Die Touristensaison ist zu Ende und ich genieße es derzeit wieder öfter in Ruhe über die Insel Reichenau zu radeln, ohne Scharen von Bodensee-Rundradlern zu begegnen. Wie schon vor zwei Wochen genoß ich das herrliche Panorama am Untersee, die so wunderbar warme und streckenweise so sehr vermißte Oktobersonne und bewunderte abermals das Spiel der Kite-Surfer im heftigen Wind, am Sandseele.



Im Gegensatz zu den Surfern, deren bunte Schirme in einem atemberaubenden Karacho, mit dem Wind durch die Luft wirbelten, bewies die Wolkenformation überm See, im kleinen Orkansturm relative Standhaftigkeit. Anstatt mit dem Wind zu ziehen, standen diese Wolken wie ein "Felsen in der Brandung", nahezu regungslos über der Halbinsel Höri und dem Untersee. Nur ganz allmählich wanderten sie dann am späten Nachmittag gen Westen und zogen eine schwarze Regenwolkenfront hinter sich her.
Der Fön brach am Abend zusammen, der Sturm flaute ab und gestern vormittag hörte auch der nächtliche, recht heftige Regen auf. Die Temperaturen blieben trotz Sonnenschein unter 13° und auch heute scheint es einen sonnigen, aber recht kühlen Tag zu geben.

Dienstag, 29. Oktober 2013

Freitag, 25. Oktober 2013

Noch einmal so richtig Farbe getankt ...

Während die Bienen am gestrigen, herrlich warmen Oktobertag noch einmal kräftig Honig getankt haben, habe ich noch einmal kräftig Farbe getankt!
.... und natürlich auch verschiedene, sehr intensive Herbstgerüche, dazu Sonne, Sonne, Sonne ...



Die Saison auf der Blumeninsel Mainau ist zu Ende. Manche Dahlienarten sind schon am verblühen, während andere noch voll in Farbe stehen und herrlich duften. Auch die Bienen waren noch einmal richtig fleißig, bevor sie mangels Blütenstaub arbeitslos werden und in ihrem Stock überwintern. Dazu reihen sie sich dicht an dicht, in einer sogenannten Wintertraube um ihre Königin und halten diese ungefähr 25° warm. Sie fahren ihren Stoffwechsel herunter und produzieren Wärme mit Hilfe des eingelagerten Honigs. Je kälter der Winter ist, um so mehr Honig wird verbraucht. Bienen sind also das ganze Jahr über fleißig und unermüdlich im Dienste ihrer Königin.
... und wieder was dazugelernt.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Wenn die Pappeln wüßten ...

Die schlanken, goldbelaubten Pappeln ragen,
in den Himmel hoch hinauf.
Flüsternd sie die Wolken fragen:
"Wieso seht ihr denn so komisch aus?"

Aus Pappelallee im Herbstgold

Doch die komisch dünnen Wolken stehen still
und schweigen - versteh'n der Pappeln Sprache nicht.
Keine mit dem frischen Winde fliegen will,
Filterung des Sonnenlichts, das ist ihre einz'ge Pflicht.

Aus Pappelallee im Herbstgold

Und so steh'n die Pappeln da und warten,
warten, bis das letzte Blatt vom Goldkleid fällt.
Die schlanken Pappeln, die gehör'n in Gottes Garten,
die komisch dünnen Wolken, die sind nicht aus Schöpfers Welt.

Aus Pappelallee im Herbstgold


Donnerstag, 17. Oktober 2013

Hejho!

Herbststurm am Untersee

Aus Herbststurm überm Untersee

Die Nase voll im Wind!

Aus Herbststurm überm Untersee

Was für ein wunderbarer Tag!

Aus Herbststurm überm Untersee

Eine kleine Freiheit!

Aus Herbststurm überm Untersee

Hejho!

Aus Herbststurm überm Untersee

Weisheit des Tages:
"Folge deinem Kurs, egal woher der Wind weht."

Sonntag, 13. Oktober 2013

Oktoberspaziergang am See

Nach einer trüben und kalten ersten Oktoberhälfte, mit vielen Regentagen gibt es nun doch noch so etwas wie einen „goldenen Oktober“ am See – wenigstens „golden“ im Sinne von hellem Sonnenschein. Die Temperaturen, vor allem nachts sind aber alles andere als golden.

Aus Ein Hauch von goldenem Oktober

Die gute Fernsicht gestern brachte es an den Tag – auf den Höhenrücken überm See fiel der Schnee bis in tiefere Lagen.

Aus Ein Hauch von goldenem Oktober

Die meisten Bäume tragen noch üppiges Grün und es raschelt noch sehr wenig Herbstlaub an der Promenade und dem Seeuferweg unter den Füßen. Die Natur ist noch nicht so herbstlich wie die fast winterlichen Temperaturen glauben machen möchten.

Aus Ein Hauch von goldenem Oktober

An windgeschützten sonnigen Abschnitten wurde es richtig warm, zu warm für den Fleecepulli und den dreimal um den Hals gewickelten dünnen Schal.

Aus Ein Hauch von goldenem Oktober

Ganz auffällig war gestern der absolut streifenfreie Himmel. Nicht der kleinste Kondensstreifen war zu sehen, dabei könnte man bei diesen eisigen Temperaturen doch annehmen, daß die Passagierflugzeuge und Linienmaschinen, die im knapp 60 km entfernten Zürich/Kloten starten und landen, bei der Kälte schnell verfliegende Kondensstreifen am Firmament hinterlassen.
Nichts, nicht ein einziges Streifchen.
Haben die Fluglotsen mal wieder gestreikt? Also ich habe nichts dergleichen gehört oder gelesen. Ihr etwa?



Donnerstag, 10. Oktober 2013

Teufels- und Hexenwerkzeug - Juanas Pilzgalerie Teil 4 - Seltsame Spezies

Pilze bilden in der Biologie, neben Pflanzen und Tieren, in der Klassifizierung der Lebewesen, einen eigenständigen Teil. Weil sie so ganz anders sind, als die anderen Lebewesen in unserer Welt, sind sie von einer mystischen und geheimnisvollen Aura umgeben.

Aus Juanas Pilzgalerie Teil 4 - Seltsame Lebewesen

Aristoteles und sein Schüler Theophrast ließen in ihren Schriften um 300 v. Chr., Pilze aus fauler Materie entstehen. Dioscorides (ca. 60 n. Chr) beschrieb Pilze in seiner "Materia Medica" und war der Ansicht, daß Pilze aus Schleim wachsen. Diese Auffassung blieb bis ins 18. Jahrhundert erhalten. In dieser langen Zeit wurden Pilze deswegen ins Reich der Hexen, Teufel und Geister verbannt und man schrieb ihnen allerlei seltsame Kräfte zu.

Aus Juanas Pilzgalerie Teil 4 - Seltsame Lebewesen

Viele ihrer Namen wie Teufelspilz, Hexenpilz, Satanspilz, Eselsohr oder Fliegenpilz zeugten von den magischen Kräften die man ihnen anhängte.

Aus Juanas Pilzgalerie Teil 4 - Seltsame Lebewesen

Ihr erstaunlich schneller Wuchs - nach wenigen Regentagen schießen sie zahlreich aus dem scheinbaren Nichts - ihre eigenartigen Formen, ihre seltsamen und oft grellen Farben, brachte ihnen den Ruf ein, Teufels- und Hexenwerkzeug zu sein.

Aus Juanas Pilzgalerie Teil 4 - Seltsame Lebewesen

Erst im 18. Jahrhundert räumte ein italienischer Naturforscher mit diesem Aberglauben auf. Die Verwendung eines Mikroskops zu Forschungszwecken kam zu der Zeit auf und Pier Antonio Micheli entdeckte daß Pilze Sporen haben, durch die sie sich fortpflanzen.

Aus Juanas Pilzgalerie Teil 4 - Seltsame Lebewesen

Seine Entdeckung brauchte noch 100 Jahre bis sie endgültig anerkannt und bestätigt wurde und damit, die fast 2000 Jahre lang angenommene Lehre, daß Pilze aus Schleim entstehen, begraben wurde.



Juanas Pilzgalerie Teil 1

Juanas Pilzgalerie Teil 2

Juanas Pilzgalerie Teil 3