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Freitag, 10. April 2015

Ein strahlend blauer Frühlingshimmel


Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

In diesem wunderbaren Sprühling muß man wohl ein klein wenig kreativ sein, um einen herrlich blauen Himmel genießen zu können!

Mittwoch, 4. März 2015

Ramses und Nefertari


Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Zwei Nilgänse (Alopochen aegyptiacus) am Bodensee

Irgendwann einmal sind sie der Gefangenschaft entflohen und fühlen sich mittlerweile am See recht wohl. Noch sind sie lange nicht so zahlreich wie die Rostgänse. Was nicht ist, kann bekanntlich noch werden.

Update 6. März 2015
6 Nilgänse am Seerhein auf einer Sandbank gesichtet!

Sethos, Teje, Echnaton, Hatschepsut, Kleopatra und Haremhab


Dienstag, 23. Dezember 2014

Juanas Weihnachtsgänse

Die Rostganspopulation am Untersee ist in diesem Jahr ganz erheblich gestiegen. Die schönen Tiere waren mir bis vor zwei Jahren gänzlich unbekannt und dann entdeckte ich einige Exemplare auf der Insel Reichenau. Im letzten Frühjahr habe ich auf der Gemüseinsel vier Paare gesichtet, zwei davon hatten Junge, ich berichtete darüber. So wie es aussieht scheinen die meisten Küken überlebt zu haben. Im November habe ich die, im Sonnenlicht so herrlich rostfarben schimmernden Tiere schon vor dem Reichenauer Inseldamm ausgemacht, allerdings von Ermatingen (CH) aus und für die Distanz reicht das Tele meiner Kamera bei weitem nicht aus. Heute habe ich Glück gehabt und bei herrlichstem Sonnenschein und Temperaturen um 10°, die Großfamilie, zwischen Reihern, Bläßhühnern und Schwänen, auf der Schweizer Seite des Untersees, ausgemacht und abgelichtet.

Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Wieviele mögen in den unzugänglichen Naturschutzgebieten rund um den Seerhein, den Untersee und den Gnadensee, mit seiner ausgeprägten Flachwasserzone, noch leben?
So viel zu Gefangenschaftsflüchtlingen am Untersee.

Samstag, 7. Juni 2014

Im Gänsemarsch

... marschieren wir ...

Aus Besonderer Nachwuchs im Seereich

... zwei, drei, vier ...

Aus Besonderer Nachwuchs im Seereich

... sechs, sieben, acht ...

Aus Besonderer Nachwuchs im Seereich

... ... nein! ... ...

Aus Besonderer Nachwuchs im Seereich

... elf Küken hat Familie Rostgans!

Als ich im April letzten Jahres zum ersten Mal die Rostgänse auf dem Reichenauer Münster "St. Maria und Markus" entdeckt hatte, habe ich den restlichen Frühling und den Frühsommer Ausschau nach Junggänsen gehalten, hatte aber leider kein Glück. Erwachsene Gänse sind mir übers Jahr an vielen verschiedenen Orten begegnet, nicht nur entlang des Seerheins und im Untersee, sondern auch im Konstanzer Trichter.

In diesem Jahr hatte ich endlich das Vergnügen! Leider sind die hübschen Vögel, deren Gefieder in der Sonne so herrlich glänzt, im Gegensatz zu Enten, Schwänen oder Bläßhühnern recht scheu. Die Gänseeltern lassen einem, egal wie vorsichtig man sich heranpirscht, nicht in die Nähe der Brut heran. Sofort fangen sie ein riesen Gezeter an, die Gänschen folgen den Alten aufs Wort und begeben sich unverzüglich auf Sicherheitsabstand. Auch ohne Nachwuchs sind die Tiere dem Menschen gegenüber sehr scheu, dominieren aber in den stillen Buchten der Reichenau über alle anderen Wasservögel, sogar die um ein Vieles größeren Höckerschwäne werden attackiert und aus dem Revier vertrieben.



Zwei Tage später war ich ganz betrübt, nur noch sieben Rostgansküken zu zählen und dachte mir die fehlenden vier wären wohl in Sturm und Kälte der letzten Maitage umgekommen. Auf den Bildern die ich bei bewegter See aufgenommen hatte schienen die Junggänschen größer und auch der Flaum war schon roströtlich gefärbt. Seltsam dachte ich mir, aber das wird wohl an der Belichtung gelegen haben. Am nächsten Tag war ich wieder auf Photosafari bei Familie Rostgans und siehe da, es waren wieder elf Küken!

Aus Noch mehr Rostgansküken

Insgesamt habe ich an diesem Tag vier Paare der stattlichen, kupferfarbig glänzenden, und überaus laustarken Gänse gesehen, zwei Paare waren ohne Nachwuchs, die anderen Paare mit den elf und sieben Küken, das macht insgesamt 26 Rostgänse am Nordufer der Insel.

Aus Noch mehr Rostgansküken

Wieviele verborgen im Schilf oder am Südufer der Reichenau leben weiß ich nicht. Die Reichenauer Rostgänse stammen aus dem Naturschutzgebiet der Halbinsel Mettnau, welche gegenüber dem Westende der Reichenau gelegen ist. Dort wurden die Vögel schon Anfang dieses Jahrtausends entdeckt, sie brüteten damals im Turm der Markelfinger Kirche. Das Rostganspaar mit den elf Jungen hat, wie mir eine Insulanerin letzte Woche erzählte, tatsächlich hoch oben im Turm des Mittelzeller Münsters gebrütet. Wie die kleinen Küken mit ihren beflaumten Stummelflügelchen unbeschadet vom Kirchturm fliegen, fallen oder segeln ist mir allerdings ein Rätsel.

Aus Noch mehr Rostgansküken

Jedenfalls breiten sich die hier nicht heimischen Gefangenschaftsflüchtlinge stetig und zahlreich aus, und gehören somit auch zu den Neobionten am Bodensee.

Aus Noch mehr Rostgansküken

Dienstag, 23. April 2013

Gefangenschaftsflüchtlinge im Seereich

Als ich bei meinem Ausflug Anfang April, auf die "Insel Reichenau" vor dem einsetzenden Regen flüchten mußte, suchte ich Schutz unter einer großen Fichte in unmittelbarer Nähe des Münsters St. Maria und Markus, in Reichenau-Mittelzell.

Aus Blogbilder

Schon unterwegs hörte ich laute, durchdringende, mir nicht bekannte Vogellaute und konnte aber keinen Vogel entdecken zu dem das nicht zuordenbare Gekrächzte gehörte. Als ich im Schutz der ausladenden Fichtenäste mein belegtes Brot genoß und auf nachlassenden Regen hoffte, erspähte ich hoch oben auf den Dachfirsten des Münsters seltsame Vögel. Zu groß für Enten, zu kurzbeinig für einen Storch oder Reiher, aber es waren eindeutig die Erzeuger des nervigen, weithin hörbaren Geschnatters. Ich hab dann mit der Kamera die Tiere heran gezoomt und war mir nicht ganz sicher was das für Vögel waren - jedenfalls keine mir bekannte Entenart und so tippte ich auf - Gänse. (Die Photos der Vögel auf dem Kirchendach sind nicht sehr gelungen, dazu hat das Tele meiner Kamera nicht gereicht.)

Aus Rostgänse auf der Insel Reichenau

Zuhause klatschnaß angekommen machte ich mich im World Wide Web auf die Suche nach diesen mir bis dato unbekannten Tieren. Es waren tatsächlich Gänse. Um genauer zu sein, Rostgänse.
Seit den 60er Jahren wurden diese Tiere am Bodensee vereinzelt beobachtet und wie es ausschaut sind sie inzwischen hier auch heimisch. Sie stammen ursprünglich aus den Steppen und Halbwüsten von Zentralasien und Nordafrika. In Europa ist sie nur in Südspanien, Griechenland und am Schwarzen Meer beheimatet. Man vermutet, daß sich Wildtiere mit sogenannten Gefangenschaftsflüchtlingen gepaart haben. Einige Exemplare leben seit den 90ern im Naturschutzgebiet auf der Halbinsel Mettnau. Die Tiere sind Höhlenbrüter, 2003 brütete ein Paar im Kirchturm des Städtchens Markelfingen, welches vor der Halbinsel liegt. Nun brüten die Rostgänse also im Kirchturm des Reichenauer Münsters. Ich war natürlich einigermaßen verwundert weshalb die von mir beobachteten Tiere hoch oben auf den Kirchendächern schnatterten und ab und an in den Fensteröffnungen des Kirchturms verschwanden. Dank dem Internet konnte ich recherchieren weshalb.

Letzte Woche stattet ich bei sonnigem Wetter der Reichenau, auch wegen diesen, mich faszinierenden Gänsen einen weiteren Besuch ab. Ich war einigermaßen enttäuscht als ich die Dächer von "St. Maria und Markus" und auch die nähere Umgebung verwaist vorfand. Schade!
Aber irgendwann, fast schon am westlichen Ufer der Insel angelangt wurde ich auf einmal den lauten, durchdringenden Rufen der Rostgänse gewahr und schließlich fand ich zwei Paare in einer kleinen, seichten Bucht.
Wunderschöne Tiere! Das rostrote Gefieder glänzt wunderschön in der Sonne und aus einem weißen Köpfchen blicken runde schwarze Knopfaugen frech in die Welt. Das Männchen trägt zudem einen schwarzen Federring um den Hals.
Rostgänse sind nicht unbedingt beliebt, da sie besonders während der Brutzeit sehr aggressiv gegenüber anderen Wasservögeln und auch Menschen sind. Und in der Tat, in der kleinen Bucht brütete nur ein Schwanenpaar und außer ein paar wenigen Bläßhühnern war nicht eine einzige Ente zu sehen.
Dafür aber zwei herrliche, meine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nehmenden, Rostganspaare.

Schwer beindruckt hat er mich der Herr Ganter!

Aus Rostgänse auf der Insel Reichenau

Was für ein herrliches Tier!

Es fiel mir echt schwer die schönsten Bilder auszuwählen, drum präsentiere ich sie in einer schon stark reduzierten Galerie. Ich kann mich an den mir so sympathischen Gefangenschaftsflüchtlingen gar nicht satt sehen, man nennt sie auch die gefiederten Kämpfer im rostroten Kleid.
Ja, wenn ich ein Gänschen wäre, dann hätte ich mich auch schleunigst aus menschlicher Gefangenschaft befreit und mich rasch vom Acker gemacht.
So ernenne ich die Rostgans zum seeköniginnenlichen Wasservogel des Jahres.