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Sonntag, 22. Februar 2015

Taufrisch und noch sehr zart

Zwischen altem Herbstlaub und trockenem Moos: ein allererster Frühlingsgruß!

Aus Ein erster Frühlingsgruß

Aus Ein erster Frühlingsgruß

Aus Ein erster Frühlingsgruß




Donnerstag, 18. Dezember 2014

Ein duftender Schädlingsbekämpfer: Die blaue Lampionblume

Irgendwann im letzten November habe ich eine kleine Exkursion durch eine weitläufige Kleingärtnersiedlung gemacht. Ich finde das höchstinteressant zu schauen wie liebevoll dort alles angelegt ist. In einer Ecke wehen italienische Fähnchen, eine Parzelle weiter leuchtet das weiße Schweizer Kreuz auf rotem Grund und auch die deutsche Siedlung ist nicht zu übersehen. Je nach Beflaggung hört man schwitzerdüüütsch, konschtanzerisch oder sprudelndes italienisch.
Im Novembergrau stach mir in einiger Entfernung unversehens ein blau blühender Strauch ins Auge und ich dachte im ersten Moment an einen blauen Hibiskus der wohl verfrüht oder zu spät, je nach dem wie man es sieht, momentan weiß man ja nicht so recht ob Herbst oder Frühling ist, in Blüte gegangen ist.

Aus Ein duftender Schädlingsbekämpfer: Die blaue Lampionblume

Als ich mir das genauer anschauen wollte entdeckte ich die unreifen grünen und die beigebraunen Fruchtstände einer Physalis an dem Strauch, wie ich sie auf Altanien erfolgreich jedes Jahr ernte.

Aus Ein duftender Schädlingsbekämpfer: Die blaue Lampionblume

Aus Ein duftender Schädlingsbekämpfer: Die blaue Lampionblume

Tatsächlich enthielt jeder Lampion eine der Blasenkirsche, welche auch Kapstachelbeere genannt wird, ähnliche Frucht. Nicht so leuchtend gelb wie die bekannten Früchte, sondern in der Farbe und Musterung der zarten und doch schützenden Lampionhülle nicht unähnlich.

Aus Ein duftender Schädlingsbekämpfer: Die blaue Lampionblume

Schon fast in Versuchung die unbekannten Früchte zu naschen, habe ich es dann vorsichtshalber doch vorgezogen zuerst einmal zu recherchieren, was für eine Art Lampionblume ich da entdeckt und geerntet hatte, vor allem hing der Strauch über und über voller reifer, schmackhaft aussehender Früchte, die offensichtlich niemand im Vorbeigehen stibitzen wollte, so wie man es bei Kiwi- oder Feigenbäumchen beobachten kann, da sind die Äste am Wegesrand meist ihrer Früchte beraubt worden.
Ich habe gut daran getan, denn die Blaue Lampionblume, wird nicht grundlos Giftbeere genannt.
Dafür verströmt sie aus ihren herrlichen blauen Blüten einen betörenden Duft und lockt damit Schädlinge an, welche dann an den klebrigen Blättern kleben bleiben. Anspruchslos und pflegeleicht eignet sich die Nicandra physaloides als natürlicher Schädlingsbekämpfer. Da ich trotz meines grünen Daumens jedes Jahr erfolglos bei der Ernte von glatter und krauser Petersilie bin, die Weiße Fliege macht mir Jahr für Jahr das Vergnügen zunichte, werde ich im nächsten Jahr dieses wunderschöne Gewächs neben meine Peterletöpfe stellen und testen ob die Wirkung hält was sie verspricht.
Samen habe ich jedenfalls zur Genüge.

Aus Ein duftender Schädlingsbekämpfer: Die blaue Lampionblume

Vielleicht werde ich vorab, in einem Zimmergewächshaus, versuchen ein paar Pflänzchen hochzuziehen, denn die Blaue Lampionblume kann auch als Zimmerpflanze kultiviert, im Wohnzimmer der Weißen Fliege den Garaus machen.

Sonntag, 12. Oktober 2014

Ein florales Feuerwerk

Sie tragen klangvolle Namen wie Coccinea, Bora Bora, Boogie Woogie, Carribbean Fantasy, Purple Pearl, Oriental Dream, Dark Angels Scarlett, Don Lorenzo, Gräfin Kosel, Ottos Thrill oder einfach nur Berliner Kleene, Nathalie, Olivia, Rebekkas World, Rembrandt, Saitenspiel oder Silbersee. Aber eines haben sie alle gemeinsam - sie bestechen, ob mit einer kleinen Blüte von nur vier Zentimetern Durchmesser oder mit einer großblumigen von stattlichen fünfundzwanzig Zentimetern, durch ihre vollendete Form und ihre, in allen erdenklichen Farbschattierungen schillernde Blütenpracht.


Die Blumeninsel Mainau zeigt derzeit und wie in jedem Herbst, mehr als 240 Sorten der Dahlie, auf 2.400 Quadratmeter Beetfläche - ein riesiges Blütenmeer, von über 12.000 Pflanzen, an dem sich das Auge des Besuchers mehr als reichlich sattsehen kann und welches sogar einem "Blumenmuffel", ab und an, ein staunendes: "Ohh, wie unglaublich schön!", entlocken mag.

Man nennt die bunten Dahlien selten auch Georginen, was mir persönlich gefälliger zu der variantenreichen und in vielen Gärten gern gesehenen Pflanze ist, deren Höhe von nur vierzig Zentimetern, bis hin zu stattlichen zwei Metern reicht.

Zur diesjährigen Dahlienkönigin, also dem Besucherliebling, wurde, wie auch schon 2013, die Sorte Kazusa-shiranami gewählt - und sie ist in der Tat eine würdige und wunderschöne Königin.

Aus Ein florales Feuerwerk - Dahlienblüte auf der Blumeninsel Mainau

Obwohl eine meiner Lieblingsfarben rot ist und viele Dahlien in einem leuchtend feurigen Rot erblühen, habe ich mehr Gefallen an den weißen, oft zart lila oder gelb schattierten, Blüten gefunden, sie wirken so zart und rein, wie Seerosen im Teich.

Aus Ein florales Feuerwerk - Dahlienblüte auf der Blumeninsel Mainau

Aus Ein florales Feuerwerk - Dahlienblüte auf der Blumeninsel Mainau

Eins bin ich mir sicher, ein jeder Leser wird seine liebste und schönste Georginenkönigin, unter der variantenreichen Art finden, denn - Schönheit liegt bekanntlich immer im Auge des Betrachters.

Aus Ein florales Feuerwerk - Dahlienblüte auf der Blumeninsel Mainau

Aus Ein florales Feuerwerk - Dahlienblüte auf der Blumeninsel Mainau

Aus Ein florales Feuerwerk - Dahlienblüte auf der Blumeninsel Mainau