Auf der anderen Seite habe ich beschlossen meinem Steg untreu zu werden - sollen sich die beiden alten Trottel doch gegenseitig den Rücken eincremen! ;-) - Natürlich ist es auch auf meinem Lieblingsbadeplatz ohne kühlenden Schatten im Moment einfach nicht auszuhalten - auch ein Sprung in den See im Fünfzehnminutentakt lindert die Hitze nicht.
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| Aus Allerlei Federvieh |
Heute Morgen bin ich dann an mein altes Badeplätzchen unten am Seerhein gefahren. Früher haben mein Kronprinz und ich dort in der Nähe gewohnt und wir waren im Sommer - damals gab es noch einen Sommer - jeden Tag unten am Rutsch. Und ich sag' s Euch, es war herrlich - genau wie ich mich erinnert habe war der Weg zum Rutsch am Ufer unter den großen Pappeln im Schatten, es wehte ein kühles Lüftchen und der Rhein ist mit 16° noch einen Ticken erfrischender als der See, der mit nun fast 20°, bei dieser üblen Hitze schon gar nicht mehr recht Erfrischung verschafft.
Es fehlt zwar die Sicht auf den herrlich flachen und weiten See, aber der Blick Richtung Gottlieben und das Naturschutzgebiet ist auch nicht zu verachten.
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Ich habe es genossen, ohne Konversation und ohne "Fleischmarktgefühl" einen wunderbar kühlen Hitzetag zu erleben. Es gab so unheimlich viel zu beobachten und ich vermißte meine gute und treue "Nikon", sie ist mir vorletzten Samstag kaputt gegangen und wurde am 10. Juni auf Garantie zur Reparatur eingeschickt. VIER WOCHEN! "Vier Wochen" hat man mir gesagt, wird es wohl dauern bis das gute Stück wieder kommt. Ich fühlte mich wie amputiert! Gezwungenermaßen griff ich auf meine alte kleine Lumix zurück, welche ja immer zufriedenstellende Bilder gemacht hat, aber wenn man halt ein bißchen besseres Teleobjektiv gewohnt ist, dann ist so ein "Rückschritt" schon frustrierend.
Die wirklich interessanten Motive in der Ferne waren somit unerreichbar und ich begnügte mich heute mit Enten, Pappelpollen und meinem liebsten Wasservogel, dem Bläßhuhn, und schaute durchs Fernglas anderen Statisten "im Leben am Rhein" zu, und dachte mir nur was das für herrliche Bilder mit der "Nikon" hätten werden können.
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| Aus Allerlei Federvieh |
Und ich machte mich auf meinem Handtuch lang und gab mich meinen Gedanken hin, während Pappelsamen, vom kühlen Nordostwind getrieben, wollen über meine Haut kitzelten.

"Endlich Sommer" las ich heute früh irgendwo online - das ist kein Sommer, das ist ein Sommersurrogat! Es wird uns mal ein bißchen Sommer vorgegaukelt und dann aber so unverhältnismäßig, daß es vielen, ja ich glaube fast allen Menschen zu schaffen macht. Heute hörte ich schon einige Menschen welche sich auf die Abkühlung und den kommenden Regen freuen! So gewöhnt man uns wohl langsam daran den Sommer und die Sonne nicht zu vermissen - oder besser - zu hassen. Eine fast unendlich lang dauernde Winterzeit, kein Frühling und nun eine Art Kunstsommer, man darf wirklich gespannt sein was da noch an Extremen folgen wird. Die Nächte sind viel zu kalt (die letzte Nacht und die folgende Nacht klammere ich aus!), sobald man im Schatten ist oder die Sonne von Wolken und künstlicher Bewölkung verdeckt ist, wird es recht kühl. Ich habe auch heute am Seerhein zwischendurch die Sonne gesucht, denn nach dem Bad im See war mir trotz der Gluthitze im Schatten zu kühl. Ich liege dort immer auf dem asphaltierten Weg, normalerweise müßte der Boden genug gespeicherte Wärme abgeben, tut er aber nicht. Unwetter werden prognostiziert, die Wetterberichte und Meteorologen machen sich zum Gehilfen der Manipulatoren, indem sie uns an Extremwetter und Katastrophen langsam heranführen, sogar eine rechte Angst davor schüren. Man werfe nur einmal einen Blick auf die Site des Wetters online, dort gibt es neben Wettervorhersage einen "News-Ticker" - immer aktuell informiert über verheerende und zerstörerische "Naturkatastrophen" weltweit.
Man manipuliert nicht nur das Wetter sondern durch eine gigantische Medienmaschinerie auch uns Menschen. .... .... ....
Es wird laut am Seerhein, immer mehr Hitzegeplagte suchen Abkühlung im relativ kühlen Rhein und reißen mich aus meinen Gedanken. Mich fröstelt und ich packe zusammen, steige auf mein Fahrrad und werde nach der nächsten Biegung von der gnadenlos brennenden Sonne und der schwül warmen Hitze fast erschlagen.
.... ach ja, ich vergaß es fast - wir haben ja plötzlich Sommer und dazu auch noch tropischen!
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| Aus Allerlei Federvieh |
Dem Bläßhuhn ist dies egal, vielleicht trauert es nicht einmal um das verlorene Gelege, die ersoffene Brut, warum all dies aber uns Menschen egal ist, dies verstehe ich nicht wirklich.
Zuhause angekommen find ich ne Mail im Postfach: "Sehr geehrte Frau Königin, ihre Nikon kam heute aus der Reparatur und kann ab sofort abgeholt werden!"
Nach nur 8 Tagen! Es gibt also doch noch Lichtblicke!














































