Freitag, 31. Mai 2013

Regenwetterträumereien ....

"Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise!
Nimm mich mit in die weite, weite Welt!

Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Wohin geht, Kapitän, unsre Reise?
Bis zum Südpol, da langt unser Geld!"
*lach*
"Nimm mich mit, Kapitän, in die Ferne,
Nimm mich mit in die weite Welt hinaus ...."

Donnerstag, 30. Mai 2013

Feiertagsoptimismus ;-)


Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages
Even the darkest night will end and the sun will rise.
Victor Hugo

Dienstag, 28. Mai 2013

Sturm zieht auf

Es gab einen weiteren sonnigen Tag, wie so wenige in diesem Jahr - immerhin war man einmal nicht auf der Suche nach wenigen blauen Löchern am Firmament.
Geigen hingen wohl heute für die meisten Mitmenschen am, oh so blauen Himmel! Unglaublich mit was sich manche Leut zufrieden geben.
Für mich waren es eher Harfen welche mir schon gleich nach Feierabend entgegenschallten und mir vom neuerlichen Temperatursturz vorzeitig kündeten. Nachmittags war ich auf meinem Steg in der Sonne und auch im See baden, jetzt kurz vor Ladenschluß war es schon ziemlich kühl, denn der Wind hat ziemlich aufgefrischt. Von über 20° fiel die Temperatur innerhalb einer halben Stunde um 5°! In der Westschweiz müssen heftige Gewitter abgegangen sein und ich hoffe, daß wir am See verschont bleiben.

Diese Harfen zupfen keine Engel!



Leb wohl Frühling - auf einen neuen Anlauf im nächsten Jahr!




Montag, 27. Mai 2013

Frühlingssondervorstellung

Der Mai geht zu Ende und wie es aussieht wird es auch zum Feiertag und zum nächsten Wochenende hin, wieder wie gehabt: viel zu naß und unnatürlich kalt. Die Heizung bleibt also an - in knapp vier Wochen ist Sommersonnwende - die Tage werden wieder kürzer. Der Spätwinter hält momentan zumindest den Süden Deutschlands fest im Griff. Dafür gab es ja im November, im Dezember und auch im Januar vereinzelt frühlingswarme Tage.
Nicht die Natur ist aus dem Ruder, sondern unser Wetter wird vorsätzlich und mutwillig manipuliert. Unsere Lebensmittelpreise und Energiekosten steigen, eine Region, welche vom Tourismus lebt, wie die meinige muß durch die ungewöhnliche Kälte Einbußen hinnehmen, welche sich nicht mehr wett machen lassen werden.
Heute in der Früh, gegen sieben Uhr hatte es wenigstens wieder 7°, am Wochenende gab es grad mal 3,8° am frühen Morgen.
Meine Radtour heute war wirklich herrlich und abwechslungsreich, gestartet bin ich gegen 12 Uhr und 13° bei frischem Westwind, drei Stunden später saß ich beim Campingplatz auf der Reichenau unter käsig, blaßen Touristen welche sich dort in Bikini und Badehose tummelten und habe geschwitzt. Es war wirklich streckenweise und in windstillen Momenten richtig heiß!

Es sieht aus wie Frühling, es hört sich an wie Frühling. Es riecht aber nicht nach Frühling - bei den viel zu frischen Temperaturen kann sich kein rechtes Frühlingsaroma entfalten. Es fühlt sich nicht wie Frühling an, es ist einfach zu kalt, zu naß, zu sonnenlos. Die Frösche haben ihr Konzert wieder eingestellt, die Nester der meisten Enten und Schwäne sind durch den vielen Regen nahezu geflutet, an vielen Uferwegen steht das Wasser fast bis zur Kante.

Heute endlich - nach tagelangem Mairegen ohn' Unterlaß - Sonne! Der Himmel - naja - so lala ....



Morgen wagt der Frühsommer nochmals einen bescheidenen Anlauf, um dann zum Feiertag wieder im Regen zu ertrinken ....




Sonntag, 26. Mai 2013

Eisberg voraus ...

Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

... und keine Panik!
'S ist nicht die Titanik!

Freitag, 24. Mai 2013

Außenseiter

In diesem Frühjahr hat sich ein weiterer Gefangenschaftsflüchtling am See eingefunden. Seit einigen Wochen lebt im hiesigen Seerhein ein sogenannter Schwarz- oder Trauerschwan.
Seine ursprüngliche Heimat liegt in Australien, Tasmanien und Neuseeland.
Er ist viel kleiner als seine einheimische Verwandtschaft, der weiße Höckerschwan, aber dafür viel hübscher. Die Schwarze Schönheit hat einen sehr, sehr langen Hals und einen feuerroten Schnabel, den im vorderen Drittel ein weißes Band ziert.

Aus Schwarze Schönheit

Zuerst kannte ich ihn nur vom Hörensagen und ich habe lange gebraucht ihn zu finden, aber nun besuche ich ihn ganz oft.
Ich würde die Schwarze Schönheit gerne einmal seine Flügel spreizen sehen, denn ich sah als er sich eifrig putzte die ein oder andere weiße Federspitze blinken. Aber er schwimmt nur und das sogar recht aktiv, sodaß ich recht Geduld mitbringen mußte um den einsamen schwarzen Schwan seiner Ausstrahlung und Würde entsprechend, abzulichten.

Er schwimmt immer alleine und wie es so bei Sonderlingen und Andersfarbigen ist, er wird von den weißen Artgenossen gemieden und sogar recht unfreundlich verjagt, ja regelrecht verstoßen.

Aus Schwarze Schönheit

Da tut er mir richtig leid. Es könnte zwar auch ein weibliches Tier sein, Weibchen sind etwas kleiner und haben wohl einen kürzeren Schnabel, einen weniger dicken Hals und eine schwächer gefärbte Iris – um das zu bestimmen fehlt mir leider der Vergleich. Aber ich denke er ist ein männliches Tier, deswegen reagieren auch die männlichen Höckerschwäne derart aggressiv.
Vielleicht findet sich ja im Laufe des Sommers ein weiterer schwarzgefiederter Wildfang am See ein, damit die schwarze Schönheit vom Seerhein, keine einsame Schönheit bleibt.



Mittwoch, 22. Mai 2013

Achtung, Achtung!

Eine wichtige Durchsage des seeköniglichen Katastrophenschutzamtes!

Aufgrund der anhaltenden Regenfälle und der seit Wochen anhaltenden nächtlichen Kälteeinbrüche in dieser Jahreszeit, welche sich einmal Frühling nannte, habe ich den seeköniglichen Gemüsegarten aufmerksam inspiziert und mich zur sofortigen Evakuierung meiner gehegten und gepäppelten Gemüsepflanzen entschieden. Die Walderdbeere sowie die Vanillepflanze leiden sichtbar an der nächtlichen Kälte - ob die Vanillepflanze überleben wird steht zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest. Auch meine anderen abgeblühten Orchideen, denen es draußen an einem schattigen und relativ trockenen Plätzchen bisher sehr gut gefiel, haben vorübergehend Notquartier im königlichen Schlafgemach bezogen, nicht daß es ihnen ergeht wie ihrer Schwester, der Vanille. Die verschiedenen Basilikumsorten sind sowieso sehr kälteempfindlich und deshalb nur an sonnigen Tagen draußen, des Nächtens ist mein Klohäusle Basilikums Aufwärmstation.



Nun heißt es zusammenrucken, denn in der Not ist selbstverständlich auch in der kleinsten Hütte Platz! Und falls es wirklich am Wochenende nur 3° oder 4° in der Nacht geben sollte, dann überlege ich allen Ernstes auch meine mittlerweile stattlichen Tomaten-, Gurken- und Paprikapflanzen ins, zum Gewächshaus umfunktionierten, Klohäusle aufzunehmen. Das wird dann zwar etwas Gedränge geben, aber wer - außer mir natürlich - hat schon das Privileg zwischen scharfen und milden Chilis, Zitronengurken und anderen Gewächsen der Gattung Cucumis, Erdbeerpflänzchen, erlesensten Tomatensträuchern, verschiedensten herrlich blühenden Paprikapflanzen und wohlduftenden Kräutern der feinen Küche sein tägliches Geschäft zu verrichten?
Zum Glück wollen der Schnittlauch, der Thymian, der Rosmarin, die Petersilie und anderes Kraut nicht auch noch rein!

Dieses unnatürliche und mutwillig erzeugte Wetter wird ganz klar negative Auswirkungen auf verschiedenste Wirtschaftszweige haben, nicht nur auf die Landwirtschaft. Der Endverbraucher, also wir, bekommt dies durch eine Teuerung der Grundnahrungs- und Lebensmittel, der Konsum- und Verbrauchsgüter zu spüren, zusätzlich kommen noch höhere Energiekosten für die überlange Heizperiode hinzu. Irgendwelche Studien zum Durchschnittseinkommen und -verhalten der Bundesbürger wird diese Tatsache sicher widerlegen und die wirklichen Zahlen beschönigen.

Achtung, Achtung! Wir bitten dringend eigene Selbstschutzmaßnahmen zu ergreifen und auf weitere Anweisungen des seeköniglichen Katastrophenwarndienstes zu achten!
Ende der seeköniglichen Durchsage!

Dienstag, 21. Mai 2013

"Hope dies last!" oder "Welcome to Alaska!"

Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude - so rein und ungetrübt! Hoffen wir mal, daß es nicht nur bei der Vorfreude auf den Sommer 2013 bleiben wird!

Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, so war es auch mit der ewigen Vorfreude auf den Frühling - inzwischen habe ich die Hoffnung auf wenigstens ein paar letzte, wunderbar warme und sonnige Frühlingstage beerdigt. Eigentlich muß man momentan froh sein, wenns Ländle an Unwettern vorbeischrammt, wenn man so die aktuelle Liste der weltweiten Katastrophen und Wetterkapriolen revuepassieren läßt. Und die Nachtspeicheröfen werd ich gleich anwerfen, denn 15,6° Raumtemperatur macht es so schwer an einen baldigen warmen Sommer, Sonne und schwimmen im See zu glauben. Wir schreiben den 21. Mai und es soll am kommenden Wochenende bis zu 3° Nachttemperatur am See geben - gefühlt wahrscheinlich wie 3° minus - und es ist ehrlich gesagt, verdammt noch einmal viel zu kalt für einen Mai der ins letzte Drittel geht! Ja wo bleibt denn jetzt die Klimaerwärmung, von der uns ständig von den Medien gepredigt wird? Die Eisheiligen sind jedenfalls für dieses neuerliche wettertechnische Desaster, nicht zuständig!



Montag, 20. Mai 2013

Visualisationen aus dem Stadtwald

Mai 2013, auch der fünfte Monat dieses Jahres ist total extrem - zu kalt, zu naß und wie die Monate zuvor - zu SONNENLOS!

Es kann nur geschehen weil IHR ALLE tatenlos und desinteressiert zuschaut und schweigend akzeptiert.



Wie oft schaut Ihr täglich eitel und unütz in den Spiegel, auf das Display eures Smartphone, wie lange glotzt Ihr TV, wieviele Sekunden am Tag starrt Ihr gedankenverloren vor euch hin? - Wie oft und wie lange betrachtet Ihr hingegen aufmerksam den Himmel?
Wir leben in einer Scheinwelt, in der nichts mehr so ist wie es sein sollte.


Guten Morgen Königreich!

Viele Sonnenaufgänge gab es ja in diesem Jahr noch nicht zu bestaunen und meist komme ich dann auch nicht rechtzeitig aus dem Haus - aber heute!

Guten Morgen Königreich - Guten Morgen Welt!
8,4°, etwas frisch für einen lauschigen Maimorgen, aber die Schönheit des Augenblicks macht die klammen Finger und das Frösteln was zum diesjährigen Wonnemonat gehört, wett.

Morgenstimmung am Konstanzer Hafen

Samstag, 18. Mai 2013

Ein höchst interessantes Zufallsprodukt

Da ich ab und an Probleme mit dem Weißabgleich meiner Kamera habe, verbessere ich hin und wieder mit der „Autokorrekturfunktion“ in meinem Bildbearbeitungsprogramm die Qualität der Photos. Bei vielen Pics führt diese Autokorrekturfunktion zu besseren Bildern mit höherem Kontrast; nur in ganz seltenen Fällen ist diese Funktion zur Bildoptimierung nicht geeignet.

Aus Juanas

Bei diesem Photo war die „Autokorrektur“ wohl nicht zur Verbesserung geeignet, aber ich finde das Ergebnis phantastisch! Ich frage mich was diese eigenartige gelbe Tönung des Horizonts und die schwarzen Partikel der Atmosphäre darüber hervorgerufen hat. Es hat schon etwas Realistisches, wenn auch irgendwie Futuristisches an sich. Vielleicht bringt die Autokorrekturfunktion, in diesem Falle, Dinge ans Licht welche wir mit bloßem Auge nicht sehen können.

Freitag, 17. Mai 2013

Vergängliche Schönheit

Schnell vergänglich ist der Magnolie Blütenpracht,
viel zu kurz uns diese Schönheit Freude macht!

Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Mittwoch, 15. Mai 2013

Rastplatz mit Aussicht

Schön ist die Welt!

Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages
Und wenn nicht - dann färben wir sie eben schön!

Die meisten Menschen sind darin wahre Künstler -
drum ist es wohl um unsere Welt so schlecht bestellt.

Dienstag, 14. Mai 2013

Seid fruchtbar und mehret euch ....

Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages
Neun auf einen Streich!
Respekt!

Montag, 13. Mai 2013

Ein Traum von einem Baum!

Manchmal fehlen mir die rechten Worte zu meinen Bildern, manchmal habe ich der Welt nicht viel zu sagen und so habe ich in mein Blog die Rubrik "Das Bild des Tages" aufgenommen - einfach und ohne große Worte.

Heute möchte ich zum "Bild des Tages" trotzdem eine schöne Begebenheit erzählen.

Das Wetter war - wie so oft in diesem seltsamen Frühling mies, und ich entschloß mich zu erledigen was so immer und immer wieder verschoben wird - zum Beispiel den lästigen Jahreslohnsteuerausgleich endlich auszufüllen und beim Finanzamt einzureichen. Ab zehn Uhr in der Früh bis zum späten Nachmittag war ich mehr oder weniger auf Achse. Bewegung an der frischen Luft!
Eine schwarze Schönheit, meinen Brückenreiher El Fischo, die erblühende Natur, den durch den hohen Wasserstand so veränderten Seeuferweg, viele andere Dinge, außerordentlich Schöne und auch weniger Schöne, welche ich entdeckt habe, habe ich auf Festplatte gebannt und natürlich auf Lebzeiten verinnerlicht.

Das "Bild des Tages" - die Wahl fiel heute echt schwer - entstand durch Zufall. Schon fast vorbei gefahren, entdeckte ich weiße große, mir bis dato unbekannte und sehr augenfällige Blüten - gebremst und das Rad zurück geschoben. Als ich den Drahtesel am Wegesrand parken und die Kamera auspacken wollte, kam ein älterer Herr auf mich zu und meinte ich könne mein Rad in seiner Auffahrt abstellen. Ich bewunderte sein herrlich blühendes Bäumchen und fragte was es für eine seltene Spezies sei.

Er wußte es im Moment nicht und erbat Bedenkzeit während ich das "Augenscheinchen" ablichten sollte, und verschwand in seiner Garage. Kurz darauf kehrte er zurück und entschuldigte sich für sein schlechter werdendes Gedächtnis. Das Bäumchen wäre eine Hartlilie und noch nicht sehr groß. Hmmm? Hartlilie - warum nicht? Hab ich noch nie gehört, aber ich habe solch herrliche Blüten an solch hübschem Bäumchen ja auch noch nie gesehen. Jedenfalls hat mich der nette alte Herr dann auf einen Rundgang in seinem Gärtchen eingeladen - und ich nahm die unverhoffte Einladung gerne an, zumal ich zwei Stunden zuvor eine weniger schöne Begegnung mit einer Hundehalterin hatte, welche sich nicht an die Leinenpflicht für ihren Fiffi - einen Riesenpudel - hielt, mich aber auf mein unerlaubtes, im Schrittempo am fast menschenleeren Seeuferweg radeln, schulmeisternd und richtig frusttuckenhaft zurechtwies. Es ist immer wieder erstaunlich wie unterschiedlich einem Menschen begegnen.

Den Rest des Nachmittags grübelte ich wegen der "Hartlilie" und mir fiel spontan der "Hartriegel" ein, vielleicht hat der freundliche alte Mann den Riegel mit der Lilie verwechselt!

Zuhause angekommen und sofort online recherchiert wurde ich tatsächlich fündig.

Es gibt 55 verschiedene Arten von Hartriegelgewächsen, man nennt diese auch Hornkraut. Mein wunderschönes Bäumchen ist der Asiatische Blüten-Hartriegel und stammt ursprünglich aus China, Japan und Korea.

Ein Traum von einem Baum!

Aus Augenblick - Juanas Bild des Tages

Und wenn ich je einen richtigen Garten haben werde, dann wächst dort nebst Hibiskussträuchern -
der asiatische Blüten-Hartriegel!


Sonntag, 12. Mai 2013

Der Pegel steigt und steigt ....

Durch die ständigen und streckenweise recht ergiebigen Regenfälle der letzten Tage steigt der Pegel des Sees in rasantem Tempo. Die Sonne blitzt zwar hin und wieder durch, aber der Regen und die dicken schwarzen Wolken haben leider die Übermacht.

Aus Blogbilder

Am Donnerstag war der Anlegepoller am Ende meines Steges nur knapp von den Wellen umspült.



Gestern, nur zwei Tage später, war er schon vollkommen vom Wasser verborgen und der untere Teil meines Badeplatzes zum liegen etwas zu naß.

Aus Blogbilder

Wenn man bedenkt, daß der Bodensee eine Gesamtfläche von 536 km² hat, ist das eine beachtliche Menge Regenwasser, was den Pegel so rasant steigen läßt.
Man beachte folgende Graphik:


In einer Woche stieg der Pegel von 377,5 cm auf 395 cm am gestrigen Samstag. Heute Mittag stand der Pegel Konstanz schon bei 396,8 cm.
Letzte Woche gab es einen Tag mit guter Fernsicht, da konnte man sehen daß auf den Hängen der Alpengipfel noch sehr viel Schnee liegt, welcher als Schmelzwasser den Pegel des Sees demnächst noch einmal heftig anschwellen lassen wird.
Von Hochwasser spricht man hier ab einem Pegelstand von 480 cm, dabei nimmt die Fläche des Sees zirka 7,5 qkm an Fläche zu. Da bleibt noch ein paar Zentimeter Luft, wobei mir der Wasserstand derzeit schon unheimlich hoch erscheint. Nach Recherchen in meinen Bildern vom Mai der vergangenen Jahre, zeigte sich der Wasserstand immer wesentlich niedriger als heute.

Das letzte Jahrhunderthochwasser gab es Ende Mai, Anfang Juni 1999, damals stieg der Pegel auf sagenhafte 565 cm und 33 qkm an Landfläche wurden überschwemmt. Ab einem Pegel von ungefähr 600 cm wäre auch die Altstadt von Konstanz gefährdet. 1999 wurden schon Sandsäcke an der Hafenunterführung gestapelt und um ein Haar wäre die Unterführung geflutet worden.

Eindrücke vom Jahrhunderthochwasser im Mai 1999 am Konstanzer Hafen:



Freitag, 10. Mai 2013

Maimorgenstimmung ....

.... alles andere als sonnig und wonnig, aber trotz neblig regnerischer Stimmung irgendwie doch reizvoll - Moderne neben Resten der mittelalterlichen Stadtmauer.

Aus Augenblick - Juanas Bild des Tages

Mittwoch, 8. Mai 2013

Die Realität kennt keinen Wasserberg

Der sagenhafte Wasserberg hat sich heute vor seiner Seekönigin einmal mehr tief verneigt und ihr wieder, wie so oft bei guter Fernsicht, freie Sicht auf das Ostufer des Bodensees und Bregenz gewährt!

Bregenz sehen heißt in der Realität leben!

Die Bürgerinitiative Flacher Bodensee ( BIFB) sucht immer noch einen mutigen Photographen mit einem guten Teleobjektiv, welcher sich nicht scheut von Konstanz aus, am messerscharfen Horizont die Bregenzer Uferpromenade abzulichten und somit das moderne Märchen über die Beobachtbarkeit der Erdkrümmung am Bodensee endgültig aus der Welt zu schaffen!

Den Mutigen gehört bekanntlich die Welt!

Aus Bürgerinitiative Flacher Bodensee

Freitag, 3. Mai 2013

Stille Tage am See

Derzeit habe ich an meinem Steg die Ruhe die ich so sehr liebe. Einmal in der Stunde legt der „Kormoran“ an, aber er hat unter der Woche noch nicht viele Fahrgäste an Bord und so bin ich relativ alleine auf meinem Steg. Meinen alten Herren, die mir Sommer für Sommer, Handtuch an Handtuch Gesellschaft leisten und oft ziemlich auf den Keks gehen, scheint das Wasser derzeit noch zu kalt zu sein und ich genieße die wohlverdiente Ruhe in erquickender Einsamkeit, in den wenigen sonnigen Stunden welche uns in diesem Jahr überhaupt gegeben werden.
Gestern leistete mir ein einsames Bläßhuhn Gesellschaft und ich fand seine Anwesenheit richtig nett, denn ich mußte keine tollen Heldentaten und Schwänke längst vergangener Jugendtage anhören.

Aus Allerlei Federvieh

Eine stille Gesellschaft und doch sehr unterhaltsam! Irgendwie sind mir diese schwarzen Belchen mit ihren riesigen Füßen und ihren krächzenden Rufen fast die sympathischsten Seevögel und ich kann mich erinnern, daß sie einst auf dem Speisekarten der Fischlokale als Braten angeboten wurden. Dann kam eine Zeit, wo die Bläßhühner eher seltene Gäste am See waren, wahrscheinlich durch die Jagd reduziert und so freue ich mich, daß dieser Vogel wieder in großer Anzahl rings um den See zu finden ist.

Aus Allerlei Federvieh

So menschenleer könnte es meinetwegen den ganzen Sommer über bleiben - nur das Wasser, das dürfte dann schon noch ein kleines bißle wärmer werden.

Sonntag, 28. April 2013

Die Königin der Pflanzen


Aus Paradiesisch schön!

Orchideen faszinieren die Menschheit seit über 2500 Jahren. Sie sind sozusagen die Edelsteine der Pflanzenwelt. Schon der chinesische Philosoph Konfuzius (ca. 551 v. Chr. bis 479 v. Chr.) war betört vom Duft, den Farben und der Mannigfaltigkeit der Blütenformen, also erklärte er die Orchidee zur Königin der Duftpflanzen. Das Wort Orchidee bedeutete für ihn Reinheit, Anmut, Schönheit und Liebe. Auch heute noch steht die Orchidee in der Chinesischen Gartenkunst für Schönheit und Liebe. Orchideengärten gelten in China als ein Zeichen von Reichtum.

Bei den Azteken wurden Orchideen als heilige Gewächse angebetet und die Ureinwohner von Nordamerika kannten – schon lange bevor die europäischen Eroberer ins Land kamen – Vanille, die Schoten einer bestimmten Orchideenart.
In buddhistischen Ländern dürfen bei Feierlichkeiten Orchideenblüten nicht fehlen.
Die Ureinwohner Australiens glaubten sogar diese göttlichen Blüten könnten nicht von dieser Welt stammen. Der Legende nach haben die Götter Orchideen aus ihrem Sternengarten auf die Erde geschüttet, wo sie behutsam von Bäumen und Bergen aufgefangen wurden und sich vermehrten um die Menschen zu beglücken.
Bei fast allen diesen Völkern galten einige Orchideenarten als Aphrodisiakum.

Während vor einigen Jahren die Orchidee noch Exot in unseren Wohnzimmern war, sehr teuer und schwer zu pflegen, bekommt man sie heute in allen Farben und Arten für wenig Geld. Unser Sinn für Schönheit, unsere Sehnsucht nach fernen, fremden Ländern macht uns die Orchidee so reiz- und wertvoll. Die Orchidee, man nennt sie unter anderem auch Knabenkraut oder Frauenschuh, denn sie assoziiert uns Erotik - die Schönheit eines Mädchens und die Kraft des Mannes. Ein geheimnisvoller Exot der unsere Phantasie beflügelt.

Ein Feuerwerk für die Sinne gibt es derzeit noch im Palmenhaus auf der Insel Mainau zu sehen. Ich war bei meinem Besuch dort vollkommen hingerissen, ab den verschiedensten Düften, den unbeschreiblich leuchtenden Farben und der Feinheit der verschiedensten Blütenformen. Ich konnte mich gar nicht satt sehen und in der Einfachheit des Arrangements aus alten Holzkisten und den tropischen Pflanzen welche das Palmenhaus das ganze Jahr besiedeln, kommen die Orchideen in ihrem Facettenreichtum herausragend zur Geltung.

Einfach paradiesisch schön!





Donnerstag, 25. April 2013

Poompatta - Insekt wie eine Blume

An der Südwestindischen Küste, vor allem in Kerala ist Malayalam die Amtssprache. In Malayalam bedeutet "Poompatta" - Insekt wie eine Blume.

Aus "Poompatta" - Insekt wie eine Blume

Aus "Poompatta" - Insekt wie eine Blume
Auf einer Blume, rot und brennend, saß
Ein Schmetterling, der ihren Honig sog,
Und sich in seiner Wollust so vergaß,
Daß er vor mir nicht einmal weiterflog.

aus "Ein Bild von Reichenau" von Friedrich Hebbel


Aus "Poompatta" - Insekt wie eine Blume

Butterfly, Papillon, Borboleta, Mariposa, Farfalla, ... wie auch immer der Schmetterling in anderen Ländern genannt wird - "Poompatta" drückt genau das aus was man empfindet wenn man das Schmetterlingshaus auf der Insel Mainau betritt. Im einen Moment mag es einem zurückschlagen, ab der tropisch feuchten Luft welche einem beim Eintritt ins Schmetterlingshaus empfängt, aber im nächsten Moment ist man schon gefangen - von herumschwirrenden farbenprächtigen Insekten, welche anmuten wie vom warmen Wind aufgewirbelte tropische Blumen.



Mittwoch, 24. April 2013

Querbeet - ein Frühlingspotpourri von der Blumeninsel Mainau

Eigentlich wollte ich schon in meinem Urlaub Anfang April der Blumeninsel Mainau einen Frühlingsbesuch abstatten. Da aber der Frühling durch die massiven Wettermanipulationen verhindert und alles andere als frühlingshaft war habe ich den Ausflug verschoben.
Gestern bin ich dann etwas erschrocken als ich mein Rad schon früh vor der Insel parkte - Reisebusse in langen Reihen, unendlich viele Autos und auch Fahrräder und mir wurde klar daß ich den Tag nicht in Ruhe und Abgeschiedenheit verbringen würde, sondern ihn mit Touristen aus aller Herren Länder teilen mußte. *seufz*
Aber ich bin da inzwischen recht ignorant was dieses Touristenpack betrifft, notfalls dapp ich denen eben auf die Füße oder setze die Ellbogen ein. Wobei, gestern hätte ich gut mein Französisch aufbessern können, denn Scharen von großen und kleinen Franzosen belagerten das tropische Eiland im Bodensee.

Die Natur hat noch Nachholbedarf, aber es grünt und blüht doch schon ganz ordentlich. Leider ließ es sich nicht vermeiden daß hie und da ein gemeiner Tourist ins Bild lief und den bunten Rundumblick beeinträchtigte. ^^
Da ich so viele herrliche Eindrücke gewonnen habe, die ich gerne mit meinen Lesern teile, will ich meinen Ausflug in drei Teilen präsentieren.
Heute einfach in einem bunten Frühlings-Potpourri quer über die beschauliche Insel. Ohne große Worte, denn Bilder sprechen oft Bände.



Dienstag, 23. April 2013

Gefangenschaftsflüchtlinge im Seereich

Als ich bei meinem Ausflug Anfang April, auf die "Insel Reichenau" vor dem einsetzenden Regen flüchten mußte, suchte ich Schutz unter einer großen Fichte in unmittelbarer Nähe des Münsters St. Maria und Markus, in Reichenau-Mittelzell.

Aus Blogbilder

Schon unterwegs hörte ich laute, durchdringende, mir nicht bekannte Vogellaute und konnte aber keinen Vogel entdecken zu dem das nicht zuordenbare Gekrächzte gehörte. Als ich im Schutz der ausladenden Fichtenäste mein belegtes Brot genoß und auf nachlassenden Regen hoffte, erspähte ich hoch oben auf den Dachfirsten des Münsters seltsame Vögel. Zu groß für Enten, zu kurzbeinig für einen Storch oder Reiher, aber es waren eindeutig die Erzeuger des nervigen, weithin hörbaren Geschnatters. Ich hab dann mit der Kamera die Tiere heran gezoomt und war mir nicht ganz sicher was das für Vögel waren - jedenfalls keine mir bekannte Entenart und so tippte ich auf - Gänse. (Die Photos der Vögel auf dem Kirchendach sind nicht sehr gelungen, dazu hat das Tele meiner Kamera nicht gereicht.)

Aus Rostgänse auf der Insel Reichenau

Zuhause klatschnaß angekommen machte ich mich im World Wide Web auf die Suche nach diesen mir bis dato unbekannten Tieren. Es waren tatsächlich Gänse. Um genauer zu sein, Rostgänse.
Seit den 60er Jahren wurden diese Tiere am Bodensee vereinzelt beobachtet und wie es ausschaut sind sie inzwischen hier auch heimisch. Sie stammen ursprünglich aus den Steppen und Halbwüsten von Zentralasien und Nordafrika. In Europa ist sie nur in Südspanien, Griechenland und am Schwarzen Meer beheimatet. Man vermutet, daß sich Wildtiere mit sogenannten Gefangenschaftsflüchtlingen gepaart haben. Einige Exemplare leben seit den 90ern im Naturschutzgebiet auf der Halbinsel Mettnau. Die Tiere sind Höhlenbrüter, 2003 brütete ein Paar im Kirchturm des Städtchens Markelfingen, welches vor der Halbinsel liegt. Nun brüten die Rostgänse also im Kirchturm des Reichenauer Münsters. Ich war natürlich einigermaßen verwundert weshalb die von mir beobachteten Tiere hoch oben auf den Kirchendächern schnatterten und ab und an in den Fensteröffnungen des Kirchturms verschwanden. Dank dem Internet konnte ich recherchieren weshalb.

Letzte Woche stattet ich bei sonnigem Wetter der Reichenau, auch wegen diesen, mich faszinierenden Gänsen einen weiteren Besuch ab. Ich war einigermaßen enttäuscht als ich die Dächer von "St. Maria und Markus" und auch die nähere Umgebung verwaist vorfand. Schade!
Aber irgendwann, fast schon am westlichen Ufer der Insel angelangt wurde ich auf einmal den lauten, durchdringenden Rufen der Rostgänse gewahr und schließlich fand ich zwei Paare in einer kleinen, seichten Bucht.
Wunderschöne Tiere! Das rostrote Gefieder glänzt wunderschön in der Sonne und aus einem weißen Köpfchen blicken runde schwarze Knopfaugen frech in die Welt. Das Männchen trägt zudem einen schwarzen Federring um den Hals.
Rostgänse sind nicht unbedingt beliebt, da sie besonders während der Brutzeit sehr aggressiv gegenüber anderen Wasservögeln und auch Menschen sind. Und in der Tat, in der kleinen Bucht brütete nur ein Schwanenpaar und außer ein paar wenigen Bläßhühnern war nicht eine einzige Ente zu sehen.
Dafür aber zwei herrliche, meine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nehmenden, Rostganspaare.

Schwer beindruckt hat er mich der Herr Ganter!

Aus Rostgänse auf der Insel Reichenau

Was für ein herrliches Tier!

Es fiel mir echt schwer die schönsten Bilder auszuwählen, drum präsentiere ich sie in einer schon stark reduzierten Galerie. Ich kann mich an den mir so sympathischen Gefangenschaftsflüchtlingen gar nicht satt sehen, man nennt sie auch die gefiederten Kämpfer im rostroten Kleid.
Ja, wenn ich ein Gänschen wäre, dann hätte ich mich auch schleunigst aus menschlicher Gefangenschaft befreit und mich rasch vom Acker gemacht.
So ernenne ich die Rostgans zum seeköniginnenlichen Wasservogel des Jahres.

Sonntag, 21. April 2013

Zeilen an die Jugendliebe

Weißt Du noch - die mächtige, alte Kiefer im Park am Hafen,
bei der wir uns einst heimlich zum Händchen halten trafen?
Entwurzelt sah ich sie heute im Grase liegen -
nie werden sich ihre Zweige im Winde mehr biegen.

Der mächtige Baum an den wir oft lehnten
und uns nach der ganz großen Freiheit sehnten,
er liegt nun zerschmettert und tot im frisch ergrünten Gras.
Um das "Warum" schert sich vermutlich kein Aas.



Wie alt mag die knorrige Kiefer wohl geworden sein,
bevor sie neigte ihr Haupt, zur letzten Ruh' im Mondenschein?
Ein gähnend Loch klafft nun im Frühlingsrasen - nicht einmal tief -
die Wurzeln nicht kräftig, vielleicht stand die Kiefer deshalb so schief.

Hat sie gelitten, als sie ächzend umfiel - ihre Äste, die maroden -
heftig zerbarsten und splitterten auf hartem Boden?
Wie wird es sein, wenn ich nun unten im Park am Hafen lang geh'
und die gute alte Kiefer, die vielen Träumen Raum gab, nimmer seh?



Und ob Du es mir glaubst oder auch nicht,
nun rinnen Tränen der Trauer mir übers Gesicht,
nicht wegen verlorener Jugendliebe und -traum,
sondern wegen dem riesigen, alten Kiefernbaum!

Nachtrag, 23. April 2013:
Laut Recherchen des hiesigen Lokalblatts war die Kiefer 150 Jahre alt und rund 20 Meter hoch. Der mächtige Baum hatte - warum auch immer - keine Pfahlwurzel mehr die ihn fest im Erdreich verankert hätte und so hat der Dauerregen der letzten Tage, mit rund 48 Litern pro Quadratmeter den alten Riesen gefällt.

Donnerstag, 18. April 2013

Erstaunlich ....

.... wie sich die Welt innerhalb von acht Tagen verändern kann.
Dienstag vor einer Woche bin ich zum Abschluß meines Winterurlaubes, der eigentlich mein Frühlingsurlaub hätte werden sollen aufgebrochen um die schöne "Insel Reichenau" zu umrunden. Bei Mittelzell, also ziemlich am Anfang der Tour hat mich dann der Regen eingeholt der eigentlich erst am späten Nachmittag hätte eintreffen sollen und ich kehrte um und als klatschnasse Königin heim.
Am vorgestrigen Dienstag habe ich die Tour nachgeholt und ich war überrascht was einige wenige Sonnentage mit der Natur anstellen können. Schon am Anfang der Insel fiel mir auf daß die langen Plastikplanen welche letzte Woche noch auf den Feldern lagen, aufgerollt waren und es zeigten sich die von Frühjahr bis Herbst bestellten, gewohnt bunten Reihen verschiedenster Blattsalatköpfe welche schon eine ordentliche Größe haben, gestreift die Bahnen - grün und rosso- und ich mag den Anblick dieses Salatfeldes welches am Eingang zum Inselparadies vom Ertragreichtum des Gemüseeilands im Bodensee kündet.
Wo letzte Woche noch alles kahl war, nur ein paar wenige Frühblüher in den Gärten zeugten davon, daß es eigentlich Frühling und nicht Winter war, sprießt und knospt es daß es eine reine Freude ist. Der Frühling hat Nachholbedarf und er muß in kürzester Zeit zeigen was er kann, denn im Nu vergeht die Zeit und der Sommer steht vor der Türe.
Wir werden um die schönste der vier Jahreszeiten betrogen! Aber ich weiß, es interessiert niemanden, man lamentiert nur ständig übers Wetter. "Das gab es auch früher schon mal!" So? Hat man uns früher schon einmal um fast den gesamten Frühling gebracht? Also ich kann mich nicht erinnern. Egal, ich wollte ja vom Frühling auf der "Insel Reichenau" künden und nicht von meinem Lieblingsthema. *smile* Verzeihung, daß ich immer wieder davon anfange.
Die Natur kreiert uns eine imposante Symphonie für die Sinne, ich bin wahrlich überwältigt und deswegen auch die letzten Tage sprachlos (blogschreiblustlos), ich muß alle Frühlingseindrücke aufsaugen, die in diesem Jahr nicht in voller Länge zu genießen sind.
Interessant ist die Mischung aus Winter und Frühling. Kahle Baumriesen neben gelb blühenden Forsythien, Totholz neben herrlichsten Magnolienblüten, gelbe Osterglockenfelder neben kargen Feldern mit fast abgeernteten Rosenkohlstauden.
Überall bauen Wasservögel, vornehmlich Bläßhühner, Enten und Schwäne ihre Nester, die Weibchen sitzen zum Teil schon auf ihren fast fertigen Nestern und die Männchen schwimmen fleißig durch die noch kühlen Flachwasserzonen und polstern ihrer Liebsten das Nest aus Ästen und Zweigen unterm Hintern, mit Seegras aus. Wahre Fürsorge!
Schmetterlinge flattern noch taumelnd, Bienen summen und brummen schon ordentlich und auch einem Frosch konnte ich schon beim musizieren zuhören. Die Schwalben schwirren pfeilschnell über die Äcker, die Haubentaucher balzen lautstark und genauso wie die Tierwelt betriebsam ist, so sind es auch die Menschen.
Alles was nun so lange brach lag verlangt nach Bearbeitung. Die Äcker, die schon lange bestellt sein sollten, werden gepflügt und Jungpflanzen ausgebracht. In den Weinbergen rund um die "Hochwarth" sind die Winzer fleißig zugange. Die Gewächshäuser werden gesäubert und bestückt, in manchen welche beheizt sind wachsen die Gurkenpflanzen schon bis unter die Decke. Ich träume schon seit geraumer Zeit von den so lecker und unvergleichlich schmeckenden Reichenauer Freilandtomaten, verschiedenster Sorten. Nur noch ein paar Wochen dann ist es endlich soweit, sofern das Wetter endlich mal hält was es verspricht.
Die Fischernetze warten fein säuberlich aufgerollt in Kisten am Ufer, um endlich in den Fluten des Untersees gespannt und reich gefüllt mit herrlichstem Bodenseefisch wieder eingeholt zu werden.
Was für ein herrlicher Flecken Erde ist diese "Reiche Au", was soviel wie reiche Insel bedeutet. Dies erkannte wohl schon 724 nach Christus der Wanderbischof Pirmin und gründete auf der Insel ein Kloster. Heute hat die "Reichenau" neben ihren fruchtbaren Böden und Fischfanggründen, der einzigartigen Riedlandschaft, auch den Status eines "Weltkulturerbes". Ob ich letzteres allerdings gut finden soll, weiß ich nicht, denn der Ansturm von Touristen aus aller Herren Länder ist für das kleine, beschauliche Eiland viel zu groß.
Trotz den mehr als kühlen Temperaturen und noch sehr feuchten und sumpfigen Uferbereichen gab es letzte Woche die ersten Riedbrände, solch ein verbranntes Stück habe ich auf meinem Ausflug entdeckt und ich frage mich wie rücksichtslos man sein muß um unachtsam diese artenreiche und vielfältige Landschaft mutwillig zu zerstören. Zum Glück konnten die Brände dieses Mal schnell gelöscht werden, bevor sie Schlimmeres anrichten konnten.
Glücklich und zufrieden über meinen schönen Tag und die so lange vermißten herrlichen Frühlingseindrücke habe ich beschlossen, daß ich irgendwann einmal ein großes Gewächshaus besitzen möchte. Ein Eindruck oder besser ein Einblick den ich an diesem Tag erhaschen konnte, leuchtet immer noch - und wahrscheinlich auch noch lange nach:

Aus Frühling auf der "Reichen Au"

Für mich ist die "Insel Reichenau" einer der idyllischsten Flecken in meinem wunderbaren Seereich. Leider nur solange die gemeine Spezies "Tourist" - laut, lärmend, rücksichtslos, zerstörerisch- noch nicht eingefallen ist. Von daher gesehen ist der bisherige Ausfall des Frühlings schon ein "starkes Stück"!

Freitag, 12. April 2013

Endlich!

Überwältigende Eindrücke des ersten rechten, aber noch recht launischen Frühlingstages am See.


Dienstag, 9. April 2013

Eine Nische für die Natur

Von meiner königlichen Residenz aus sind es nur ungefähr 6,5 Kilometer bis ins Natur- und Landschaftsschutzgebiet "Wollmatinger Ried", Luftlinie sind es sogar nur 3,2 Kilometer. Das Ried, ein Stück unberührte Natur, erstreckt sich unterhalb des Gewerbegebietes der Metropole am See, am Ufer des Seerheins entlang, Richtung der Insel Reichenau bis hin nach Hegne und umfaßt 767 ha. Das Kerngebiet des Rieds ist nur im Rahmen einer Führung begehbar, welche vom "NABU" veranstaltet wird. Es gibt jedoch, wenn auch nur wenige Wege welche man auf eigene Faust begehen kann. Die Hochlandrinder welche die Streuwiesen beweiden sind wohl noch in ihrem Winterquartier und auch den seit 2005 im Ried heimischen Bieber konnte ich nicht entdecken, dafür aber ein Rudel von zirka zehn Rehen, das gemütlich unter den Bäumen einer gemähten Streuwiese döste und über mir schraubten sich drei Greifvögel hoch in die Lüfte. Ich nehme an es waren Milane, welche hier am See noch recht verbreitet sind.
Auch hier ist alles noch recht karg, außer ein paar Osterglocken welche unten am Rheinufer blühten konnte ich nicht viel Grün entdecken und auch hier wird es Zeit daß der Frühling endlich einzieht um die Artenvielfalt der zum Teil sehr seltenen Riedflora und -fauna zu gewährleisten.


Samstag, 6. April 2013

Die Suche geht weiter ...

Die Suche nach dem Frühling ging heut' weiter,
das Wetter war wirklich alles andere als heiter.
Vier Grad plus und der Himmel bedeckt,
da wurd' nicht großartig Frühlingslaune erweckt.

Aus Der Frühling liegt im "Dornröschenschlaf" - Impressionen von überm See

Der Katamaran übern See mich trägt,
die Sicht vom allgegenwärtigen Dunscht geprägt.
Der See ohne Wellen, grau und ganz ruhig,
das Schiff schiebt hinüber, wie übern Acker ein Pflug.

Aus Der Frühling liegt im "Dornröschenschlaf" - Impressionen von überm See

Man könnt meinen man führ' übern weiten Ozean,
so mutet sie an, die Sicht aus dem Heck vom Katamaran.

Aus Der Frühling liegt im "Dornröschenschlaf" - Impressionen von überm See

Die ehrwürd' ge Schloßkirch' von Friedrichshafen,
wirkt durch den Dunst wie Dornröschen - verwunschen, verschlafen.

Aus Der Frühling liegt im "Dornröschenschlaf" - Impressionen von überm See

Mit dem Rad am Ufer entlang bis Immenstaad,
es scheint durch das Grau steht die Zeit grad stad,

Aus Der Frühling liegt im "Dornröschenschlaf" - Impressionen von überm See

vor allem wenn durch den Dunst die alte "Lädine" naht,
die dort im Hafen einsam ihre Runden "draht". ;-)

Aus Der Frühling liegt im "Dornröschenschlaf" - Impressionen von überm See

Zurück übern See mit der Autofähre,
wie schön das alles mit Sonne doch wäre!
Es kreuzt im Dunscht die "MS Austria"
und niemand schreit "Hurra - der Frühling der ist da".

Aus Der Frühling liegt im "Dornröschenschlaf" - Impressionen von überm See

Wieder in meiner Metropole am See.
Sechs Grad plus, der Himmel bedeckt wie eh und je.
Gespenstisch wirken die Platanen am See -
die Suche nach dem Frühling gleicht einer Odyssee.

Aus Der Frühling liegt im "Dornröschenschlaf" - Impressionen von überm See

Donnerstag, 4. April 2013

Von einer die auszog den Frühling zu suchen ...

Eigentlich hätte heute ein strahlender Sonnentag werden sollen, die Wetterberichte waren sich einmal einig - 10 Stunden Sonne pur wurden prophezeit - nur mit den Temperaturen waren sie sich nicht ganz einig. Von 6,8° bis 11° lag alles drin was mir aber eigentlich relativ egal war, Hauptsache endlich mal ein richtiger Sonnentag und blauer, fast wolkenloser Himmel. Aber sie haben wieder gelogen, die Meteorologen, den ganzen Vormittag habe ich vergeblich auf Sonne gewartet und der Dunschtig (süddt. für Donnerstag) machte seinem Namen alle Ehre - es war wirklich dunschtig. Da auch leichter Föhn prognostiziert wurde hatte ich mir eigentlich vorgenommen mit dem Schiff nach Lindau zufahren und mal einen Blick von dort auf die umliegenden Ufer zu werfen. Mist! Mißmutig verwarf ich meine Pläne und war eine ganze Weile unschlüssig was ich mit dem Tag anstellen sollte. Diese Kälte und die ständige Bise sind einfach zu unangenehm um die Umgebung mit dem Rad zu erkunden. Ich beschloß nach langem hin und her überlegen mit dem Regioexpreß nach Radolfzell zu düsen um von dort aus eine kleine Wanderung über die Halbinsel Mettnau zu machen. Auf halbem Weg zum Bahnhof bin ich dann allerdings wieder umgekehrt, mein Drahtesel mußte trotz Kälte und steifem Genick, welches mir das beschissene Wetter beschert hat doch mit. Man ist einfach mobiler und somit viel flexibler und ich fuhr mit dem "Seehas" wie der hiesige Regioexpreß genannt wird nur bis zum Örtchen Markelfingen, um von dort aus zur Mettnau zu starten.



Die Halbinsel Mettnau liegt am Untersee, genauer gesagt zwischen dem Zellersee und dem sogenannten Markelfinger Winkel im Gnadensee, bei guter Sicht kann man zur Insel Reichenau im Osten blicken und südlich zur Halbinsel Höri, südöstlich sieht man die Schweizer Gemeinden Berlingen und Salenstein liegen.


Heute war allerdings nichts mit der guten Sicht und ich war froh mit dem Rad unterwegs zu sein. Die Halbinsel Mettnau ist zum einen für ihr Kur-Zentrum weithin bekannt, zum anderen für ihr Naturschutzgebiet welches einen Großteil der Halbinsel umfaßt. Das Kur-Zentrum ließ ich links liegen und machte mich gleich auf zum Naturschutzgebiet am östlichen Ende. Es war eine rechte Schlitterpartie über matschige, zum Teil sumpfige Wege und das eigentliche Naturschutzgebiet an der "Mettnauspitze" gelegen, war nur mit Gummistiefeln zu begehen. Es wird ab 15. April für Besucher mit einem breiten Gitter abgesperrt um den zahlreichen Wasservögeln ungestörtes Brüten zu ermöglichen. Leider hatte ich keine Gummistiefel dabei und ich mußte mich mit einem Blick vom "Mettnauturm" über dieses sicher sehr intressante Gebiet und die vorgelagerte "Liebesinsel" begnügen.
Bei sonnigem und klarem Wetter bietet sich ganz bestimmt ein wunderbares und unvergleichliches Panorama, ich mußte mich allerdings mit dem neuerdings allgegenwärtigen "Dunscht" zufrieden geben. Von der vorhergesagten Sonne war immer noch weit und breit keine Spur, daher habe ich mir erlaubt die Photos der folgenden Diashow ein bißchen aufzuhellen, damit wenigstes etwas von der Einmaligkeit der Landschaft zu erahnen ist.



In Anbetracht des noch jungen Tages und der Mißachtung der "erkälteten" Nackenmuskulatur beschloß ich nicht wieder in den "Seehas" zusteigen, sondern mit meinem Drahtesel zurück gen Konstanz zu fahren. Unterwegs fing die Bewölkung tatsächlich an sich zu verdünnisieren und die Sonne blitzte durch, sogleich wurde es um ein paar Grade wärmer und ich beschloß im Allensbacher Seegarten einzukehren und eine heiße Schokolade zu trinken. Für kurze Zeit wurde es richtig warm und ich konnte am bläulich schimmernden Himmel die Verursacher des "dunschtigen Dunschtigwetters" ausmachen, und sie leisteten auch gleich wieder ganze Arbeit - eine knappe Stunde später war der Himmel wieder dicht.



Immerhin konnte ich mich meines Schals und der warmen Jacke entledigen, rüber zur Insel Reichenau schauen und für ein kurzes Weilchen die Kraft der Aprilsonne spüren - und die hat wirklich richtig Kraft!



Wie anders würde unser Wetter aussehen, wenn es nicht ständig manipuliert werden würde! Es wäre Frühling! Früüüüühling! Der läd ein: zum tanzen und singen, lachen und springen! Aber man gönnt uns dies wohl nicht, statt dessen beschert man uns einen anhaltenden Winter der die ganze Natur in ihrer Entfaltung hemmt. Frühling - ist es derzeit nur laut Kalender.

Dienstag, 2. April 2013

Es bleibt Winter - Osterspaziergang am kalten See

Nach vier sehr, sehr winterlichen Ostertagen, mit Regen, Schneeregen, Graupel, Griesel oder wie man das was dieser Tage vom Himmel fiel auch nennen mag - rechter Schnee war es jedenfalls nicht und es blieb zum Glück auch nicht liegen - schien gestern am Ostermontag endlich einmal die Sonne und es blieb, wenn auch kalt, immerhin trocken. Mein Seeuferweg ist nur noch ein matschiger Acker und die Rasenstreifen an der Promenade, welche Fuß- und Radweg trennen, erinnern eher an einen sumpfigen Tümpel, als an ein Grün. Leider ist es den Fröschen noch zu kalt um zu quaken, sonst hätten wenigstens sie herrlichsten Lebensraum und das in Konschtanzer Toplage.
Um der ostermontäglichen Völkerwanderung auf meinem Lieblingsweg zu entfliehen setzte ich mit der Autofähre nach Meersburg über um von dort aus, warm eingepackt, mit dem seeköniglichen Drahtesel das Ufer Richtung Hagnau und Immenstaad zu erkunden; ein Weg von ungefähr zehn Kilometern, bei den frischen Temperaturen ein angemessenes Stück Weg, schließlich sollte ja das seekönigliche Näschen nicht erfrieren.
Von der Fähre aus sah man auch noch in der frühen Mittagszeit das "Hörnle" und die "Insel Mainau" nur verhalten im feuchten Dunst liegen.

Aus Eindrücke eines ostermontäglichen Spätwintertages am Ufer zwischen Meersburg und Hagnau

Ich mag diesen Anblick eigentlich gerne, wenn durch die feuchte, dunstige Luft die Sonne glitzert und die Sonnenstrahlen auf dem leicht bewegten Wasser des Sees tanzen, aber nach all den vielen grauen Tagen dieses traurigen Kapitels "Winter 2012/2013" will man nun einfach nur noch Sonne pur erleben und man muß sich mächtig zusammenreißen, um sich mit dem bißchen Sonne was uns momentan gegeben wird zufrieden zugeben.
In Meersburg angekommen machte ich mich sofort auf, um möglichst schnell durch das hübsche, aber schon jetzt komplett von Touristen überlaufene Städtchen zu radeln, was gar nicht so einfach war. Horden von Fußgängern belagerten den Bodenseeradweg, der zwischen Uferpromenade und dem Hang mit der Burg und dem Neuen Schloß zum Städtle hinausführt und die Klingel am seeköniglichen Drahtesel war etwas gestreßt an diesem hohen Feiertag.

Aus Eindrücke eines ostermontäglichen Spätwintertages am Ufer zwischen Meersburg und Hagnau

Einer der größten Attraktionen von Meersburg sind für mich immer wieder die Dächer. Herrlich, wenn man hoch oben über den Weinbergen thront und seinen Blick über das beschauliche Städtchen schweifen läßt, so bleibt der Blick nicht nur an der Aussicht auf den See und die Berge in der Ferne hängen, sondern an der unglaublich vielfältigen Dacharchitektur.

Aus Eindrücke eines ostermontäglichen Spätwintertages am Ufer zwischen Meersburg und Hagnau

Als ich dann endlich das überfüllte Meersburg hinter mir gelassen hatte radelte ich an den Hängen des Staatsweingutes Meersburg vorbei in Richtung Hagnau. Um die Rebstöcke herum blühen schon schier unendlich viele Vergißmeinnicht und rote Taubnesseln an den ansonsten recht kargen Hängen. Dies führe ich auf den Dünger für die Reben zurück, das muß ein rechtes Elixier sein. Was wohl nach diesem sonnenlosen Vierteljahr mit der mundigen Meersburger Spätlese werden wird? Ohne Sonne will wohl kein Rebstöckle recht gedeihen, da nützt auch der beste Dünger nichts.
Ein gutes Weinjahr wird es bestimmt nicht werden, außer die Meersburger bauen auch "Eiswein" an. *lach*

Aus Eindrücke eines ostermontäglichen Spätwintertages am Ufer zwischen Meersburg und Hagnau

Aus Eindrücke eines ostermontäglichen Spätwintertages am Ufer zwischen Meersburg und Hagnau

Zu meinem Entsetzen gab es auch auf dem Bodenseeradweg zwischen den beiden kleinen Bodenseegemeinden kein Durchkommen und es bot sich überm See die gleiche Völkerwanderung, wie an meinem Uferweg und so inspizierte ich kurz das Dörfle "Hagnau". Eine Pension reiht sich an die andere, neben Hotels und Ferienwohnungen gibt es dort auch Fewotels - nette Wortkreation, welche ich noch nie gehört habe. Viele dieser Häuser öffnen erst zum 1. Mai und ich entdeckte sogar eine mit dem bodenseeuntypischen Namen "Kreml". Das heißt also ab dem 1. Mai muß auch Hagnau, genau wie all die anderen schönen Örtchen rings um meinen See gemieden werden. Es ist schon ein Kreuz wenn man dort wohnt wo andere Leute Urlaub machen! Das könnt Ihr mir allen Ernstes glauben!
Auf den paar kurzen Kilometern des Weges traf ich mehrere mir bekannte Konschtanzer und ich dachte mir da muß irgendwo ein Nest sein. Da flieht man vor ewig den selben Gesichtern und dann trifft man die dort wo man am wenigsten damit rechnet. *lach* Was für ein Tag, was für unglaubliche Überraschungen!^^

Auf eine Weiterfahrt nach Immenstaad war ich nun nicht mehr erpicht und ich beschloß mich gemütlich auf den Heimweg zu machen. Als der stetige Wind aus Nord-Ost einmal innehielt und die Sonne recht zum Vorschein kam lehnte ich den seeköniglichen Drahtesel an eine sonnige Ecke am Wegesrand und bahnte mir einen Pfad durchs noch karge Gebüsch hinunter zum Ufer um wenigstens für kurze Zeit den Menschenmassen zu entkommen.
Idyllisch und doch noch recht winterkarg präsentierte sich das dortige Ufer; der helle Saum der Steine und des über den Winter angeschwemmten ausgeblichenen Seegrases am Ufer, im Kontrast zum Blau des noch so kalten Sees läßt einem den nun schon seit Oktober letzten Jahres andauernden Winter und den so arg vermißten Frühling fast vergessen.

Aus Eindrücke eines ostermontäglichen Spätwintertages am Ufer zwischen Meersburg und Hagnau

Aus Eindrücke eines ostermontäglichen Spätwintertages am Ufer zwischen Meersburg und Hagnau

Ganz selig und mit den Menschenhorden fast versöhnt war ich dann als ich dieses Plätzle entdeckte:

Aus Eindrücke eines ostermontäglichen Spätwintertages am Ufer zwischen Meersburg und Hagnau

Ich habe ein Faible für Stege die in meinen See mehr oder weniger weit hinausragen und ich komme nicht umhin diese zu begehen, auch wenn sie noch so unsicher erscheinen. Ein ganz besonderes Stück Steg, sogar mit gemütlichem Aussichtsbänkle habe ich sofort requiriert, das ist jetzt meiner, der seekönigliche Steg am Nordufer des Sees!

Aus Eindrücke eines ostermontäglichen Spätwintertages am Ufer zwischen Meersburg und Hagnau

Wieder zurück in Meersburg erschrak ich über noch mehr Menschen. Dort sind auch am heiligen Feiertag die Geschäfte zur Touristenabzocke geöffnet und es bot sich ein Anblick wie ich ihn täglich in der Konschtanzer Fußgängerzone erlebe: Plastiktüten schleppende, einkaufswütige Eintags-Einkauftouristen! Bähh, besteht diese Welt denn nur noch aus Konsum, Konsum und noch mehr Konsum? Naja, es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit bis all dies zusammenbricht und das Geld nicht mehr wert ist, aber dies ist eine andere Geschichte und gehört nicht zu meinen Nachfeiertagsgedanken.
Den geschmückten Osterbrunnen vor der herrlichen Kulisse der über den Dächern Meersburgs thronenden "Meersburg", konnte ich jedenfalls nicht ohne die gemeine Spezies Tourist ablichten, was die Schönheit des "Augen-Blicks" wahrlich schmälert!

Aus Eindrücke eines ostermontäglichen Spätwintertages am Ufer zwischen Meersburg und Hagnau

Auch die Fähre welche im Viertelstundentakt über den See pendelt, war auf der Rückfahrt mit lärmendem Touristenpack gefüllt, dagegen war es am späten Vormittag nahezu menschenleer und ich warf einen letzten Blick auf den, in mir warme Gedanken an Sommer und Sonne aufkeimen lassenden, Meersburger Sandstrand, auf dem sich derzeit nur die Enten aalen.

Aus Eindrücke eines ostermontäglichen Spätwintertages am Ufer zwischen Meersburg und Hagnau

Voraus das "Hörnle", leider ist es immer noch dunstig und trotz Sonnenschein viel zu kalt für Anfang April, was ja kein Wunder ist, schließlich wird uns ja tagtäglich die Sonne mutwillig entzogen!

Aus Eindrücke eines ostermontäglichen Spätwintertages am Ufer zwischen Meersburg und Hagnau

Wieder festen Boden unter den Füßen machte ich mich auf den Heimweg ins Städle, genoß die wärmende Nachmittagssonne auf meinem Seeuferweg und war erstaunt wie wenig Volk dort am Feiertag unterwegs war. - Kein Wunder - die waren wohl alle überm See! *lach*
Zum Schluß möchte ich noch bemerken, daß es den ganzen Tag über keine sichtbaren Aerosolausbringungen gab, doch wie ich inzwischen darin geschult bin am Himmel zu lesen, wußte ich daß diese spätestens am späten Nachmittag starten würden - und genauso war es dann auch. Das Resultat: statt einem als sonnig vorausgesagten Dienstagmorgen, ist es heute wieder wie gehabt - sonnenlos und grau in grau.