Donnerstag, 8. Oktober 2015

Arglistige Täuschung und Betrug am Leser


Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Hier, bitte die folgenden blauen Lettern anklicken, wird den Lesern doch tatsächlich ein X für ein U vorgemacht. Ich frage mich ernsthaft wie verblendet und realitätsfern man sein muß, um den verschwörerischen Lügen der Wettermedien Glauben schenken zu können?

Mittwoch, 30. September 2015

Der September am Bodensee

Die wochenlange Treibhaushitze des gnadenlosen Sommers endete am See, ganz abrupt, mit dem August.
Der Wetterumschwung nahm uns einen angenehm milden Spätsommer und katapultierte uns unversehens mitten in den Herbst, mit meist einstelligen Nachttemperaturen. Die letzte Septemberwoche präsentierte sich dazu stürmisch, mit einer kalten Bise aus östlichen Richtungen.
Der Wasserstand und auch die -temperatur, sind für diese Jahreszeit viel zu niedrig.

Septemberimpressionen an See und Rhein





Montag, 14. September 2015

Freitag, 7. August 2015

Im Spiegel der Morgensonne



Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Ob er wohl nach seinem Frühstück Ausschau hält oder nur seine, sich im Sonnenlicht spiegelnde, Schönheit bewundert?

Samstag, 25. Juli 2015

Wahre Gastfreundlichkeit und Bürgerpflicht

Auf Gastfreundlichkeit und auf Sauberkeit wird in meiner Touristenmetropole am See großen Wert gelegt, denn "sauberer isch Konstanzerischer" ( ein alter Werbeslogan für Konstanz ). Aus Mangel an öffentlichen Toiletten für unsere zahlreichen schweizer Einkaufstouristen und derzeit unzähligen Besuchern aus aller Herren Länder, erinnert sich wohl manch braver Konschtanzer Bürger an den alten Spruch und leistet unkomplizierte und schnelle Hilfe. Bevor der Seich die Gassen runterrinnt.

Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Dienstag, 14. Juli 2015

Nachwuchs bei den Rotmilanen

Das von mir bei der Balz und beim Horstbau, seit März, beobachtete Rotmilanpaar hat einen jungen Königsmilan großgezogen. Bereits am 10. Juni konnte ich den wunderschönen und trotz seiner wenigen Lebenstage, schon sehr majestätischen Jungvogel dabei beobachten wie er die, von den Altvögeln, erlegte Beute zerkleinert und verschlungen hat.

Aus Nachwuchs bei den Rotmilanen

Deutlich erkennbar ist der junge Greif an der noch schwarzen Schnabelspitze. Die jungen Milane verlassen, bevor sie flügge werden, den Horst ab und zu und halten sich in den Ästen nahe der Kinderstube auf. Auch wenn sie nach und nach die Lüfte erobern lernen, bleibt dieser Horst noch eine Weile der Mittelpunkt ihres jungen Lebens, dort werden sie weiterhin vom Elternpaar mit Nahrung versorgt, bis sie selbst in der Lage sind Beute zumachen.

Aus Nachwuchs bei den Rotmilanen

Letzte Woche konnte ich den jungen Gabelschwanz noch einmal beobachten wie er stolz und erhaben auf die Ankunft der Altvögel und der damit verbundenen Nahrungsaufnahme wartete.

Aus Nachwuchs bei den Rotmilanen

Ich bin immer wieder begeistert über die majestätische und anmutige Ausstrahlung welche diese herrlich gefiederten "Könige der Lüfte" besitzen, und das schon als wenige Wochen alte Jungtiere. Es ist wirklich aufregend und spannend und ich freue mich außerordentlich das Milanpaar im März entdeckt zu haben. Die Freude endlich einen jungen Rotmilan zu beobachten ist noch viel größer. Irgendwie fühle ich mich mit meiner Freude auf eine Art wie ein Geburtshelfer.^^

Das zweite von mir beobachtete Mälanenpaar im schweizerischen Seepark hat auch ein Jungtier großgezogen. Die beiden von mir, auch seit März, beobachteten Schwarzmilane im Tägermoos haben zwei wunderschönen Exemplaren das Leben geschenkt. Es ist wirklich unvorstellbar aufregend die jungen Greife hautnah zu beobachten und mitzuerleben wie sie langsam und überaus fürsorglich auf das Leben vorbereitet werden.


Montag, 13. Juli 2015

Der Fischreiher - Szenen einer Jagd




Erstarrt, erspäht und zielsicher zugepackt.
Genüßlich verschlingt der Reiher seine erbeutete Schleie und wetzt hinterher ausgiebig seinen Schnabel an einem der großen Ufersteine.




Samstag, 4. Juli 2015

Frosch müßte man sein!


Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Je kälter, um so träger; je wärmer um so agiler.
Wie bei wechselwarmen Tieren üblich, steigt der Herzschlag immer weiter - selbst bei den ungesunden Temperaturen, mit denen uns derzeit ein Sommer vorgegauckelt wird.

Samstag, 20. Juni 2015

Die Gebänderte Prachtlibelle

Gestern habe ich an einem Bach, zwischen landwirtschaftlich genutzten Feldern, ungefähr ein Dutzend auffällig metallisch schimmernde Libellen mit schwarzen Flügeln entdeckt.

Aus Die Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens)

Es sind männliche Exemplare der Gebänderten Prachtlibelle. Die weiblichen prächtigen Wasserjungfern sind metallisch olivgrün gefärbt, ich konnte leider keine entdecken.
Ihr lateinischer Name lautet Calopteryx splendens, was übersetzt soviel wie "Glänzender Schönflügel" bedeutet.

Aus Die Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens)

Bäche, Teiche und Seen, an deren Ufer die Flächen landwirtschaftlich genutzt werden, sind der ideale Lebensraum für diese wunderschön schimmernde Libellenart. Vorausgesetzt es bleibt ein genügend breiter Randstreifen wertvoller Ufervegetation stehen welcher nicht gemäht wird.

In Bayern ist die Gebänderte Prachtlibelle auf die rote Liste gesetzt worden, da ihr Bestand gefährdet ist.

Donnerstag, 18. Juni 2015

Fliegen lernen ist nicht schwer


Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Eine junge Bachstelze erobert die Welt.



Samstag, 13. Juni 2015

Zwischen Dämmerung und Nacht


Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Zur blauen Stunde

Das Bahnhofsviertel meiner Metropole unter einem vollkommen abstrakten Abendhimmel.

Donnerstag, 11. Juni 2015

Noch nicht ganz flügge


Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Wohl neugierig auf das Leben ringsum erkundeten zwei junge Mönchsgrasmücken recht wagemutig die Gegend. Ein aufgeregter Vogelvater lockte die Vögelchen rufend und hektisch flatternd zum Nest zurück. Noch nicht recht flügge wären sie wohl schnelle Beute einer der zahlreichen jagenden Katzen, welche einem auf der Reichenau zuhauf begegnen. Eines der munteren Kerlchen hüpfte und flatterte recht schnell zurück Richtung Nest. Das andere Kleine war noch nicht so geübt und versuchte seinem Nestgenossen vergeblich nachzuflattern. Von einer Zaunlatte über meinen Fahrradreifen hüpfte es sichtlich verängstigt und erschöpft, schließlich ins dichte Blattwerk einer Hecke. Ich hoffe der aufgeregte und besorgte Vater hat den Ausreißer erfolgreich zurück ins Nest gepfiffen.

Donnerstag, 4. Juni 2015

Von wegen "häßliche Entlein"!


Aus Von wegen "häßliche Entlein"! - Dunenjunge Schwanenküken

Mein allererstes entdecktes Dunenküken eines Schwanenpaares in diesem Jahr.

Aus Von wegen "häßliche Entlein"! - Dunenjunge Schwanenküken

Da die Schwänin noch auf dem Nest sitzt, sind bisher wohl nicht alle Küken geschlüpft, fünf bis acht Eier brütet sie in der Regel aus. Eines der Kleinen, man sieht auch noch ganz deutlich den Eizahn, wagte sich schon hervor, aus Mutters Fittichen, und als sie den Flügel etwas hob sah ich weitere zwei herzige Pulli.

Aus Von wegen "häßliche Entlein"! - Dunenjunge Schwanenküken

Noch liegen Reste der Eierschalen im Nest, sie müssen also ganz frisch geschlüpft sein. Schwäne sind Nestflüchtlinge und können sofort schwimmen. Obwohl sie von beiden Elternteilen behütet werden überleben meist nicht alle Jungtiere der Brut. In zwei Monaten sind sie dann graugefiedert und lernen das Fliegen. Bis zur nächsten Brutzeit bleiben sie im Verband der Familie, dann werden sie vom Vater vertrieben. Von Mauser zu Mauser verliert sich das graue Gefieder und dann gleiten sie majestätisch als weiße Schwäne über den See.

Aus Von wegen "häßliche Entlein"! - Dunenjunge Schwanenküken

Mittwoch, 27. Mai 2015

Die Bank am Gnadensee


Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Und wieder fünf Tage später ...

Trotz weiterer, mehr oder weniger starker Regenfälle liegt der Wasserstand des Sees heute bei 428 cm und ist somit um 3 cm gesunken.
Im letzten Jahr war der Mai schon unverhältnismäßig kalt und naß, wenig wonnig und sonnig. Der Mai in diesem Jahr überbietet den letztjährigen sogar noch um ein Quentchen.
Nun stehlen die Verbrecher in Menschengestalt, uns auch noch den typischen Frühlingsmonat, den Mai.
Wenn wir schon mal beim Thema sind: Heute gab es erstaunlich wenige Aerosolausbringungen, ab morgen soll das Wetter besser werden. Nur ein Wolkengemisch, keine Streifen, hat die Sonne getrübt.
Ich schau für euch in den Himmel und berichte meine Beobachtungen. Besser wäre natürlich, ein jeder nähme sich die Zeit den Himmel und die Veränderungen der Natur selbst zu erfahren,

Samstag, 23. Mai 2015

6 Tage später ...


Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Der Pegel des Sees ist in den letzten 6 Tagen um weitere 15 cm gestiegen und steht nun bei 4, 31 Metern. Ab einem Wasserstand von 4, 80 Metern wird es für viele Uferbereiche kritisch, dann spricht man am Bodensee von Hochwasser. Nach den jüngsten Schneefällen in den Bergen frage ich mich wo all das Schmelzwasser, welches da noch den Rhein herunter kommen wird, hin soll.

Samstag, 16. Mai 2015

Meldung zum Wasserstand am See


Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Mal wieder über die Reichenau geradelt und mein diesjähriges Motiv für eine Fotostrecke abgelichtet.
Der Pegel steigt und steigt.
Heute, am 16. Mai, ist die künstliche Landzunge vollkommen überspült, die Bank steht nun wenig idyllisch am Wegesrand. Das Wasser reicht weit über den siebten Pfosten hinaus.

Am 5. Mai stand die gemütliche Bank mit Blick über den Gnadensee, auf Allensbach, noch im trockenen. Das Wasser reichte bis zum dritten Pfosten.
Freitag, der 8. Mai: das Wasser steht schon weit hinter dem sechsten Pfosten. Die Aussicht auf der Bank kann man nur noch ohne Schuhe genießen.

Die ersten gestapelten Sandsäcke, vorbereitend für den Ernstfall, habe ich schon gesichtet.

Freitag, 8. Mai 2015

Nach dem Regen

Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Die Regenfront welche in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag über den See zog, ließ den, ohnehin schon hohen Pegel des Sees, noch einmal gewaltig ansteigen. Seit dem 2. Mai um über 50 cm. Und es liegt noch eine Menge Schnee auf den Bergen überm See. Die Wassertemperatur des Sees liegt bei +/- 12,5 Grad.
Von Kleinigkeiten abgesehen, gab es heute einen angenehm warmen und sonnigen Maitag. Die nächste nächtliche Regenfront ist aber schon im Anzug.

Mittwoch, 6. Mai 2015

Die Regenfront zieht auf


Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Statt vorausgesagter sommerlicher Hitze, war der Tag bei rund 18 bis 21°, eher mild und trotz frischem Wind aus Westen zum Teil unangenehm schwül, dabei war die Luftfeuchtigkeit mit 58% eher gering. Insgesamt besehen war es wieder nichts mit einem wonnigen Maientag.

Sonntag, 3. Mai 2015

Meine Beobachtungen am Rotmilanhorst


Aus Der Rotmilan (Milvus milvus)

Zwei Rotmilanpaare habe ich in diesem März bei der Balz und beim Bezug ihres Horstes beobachtet. In regelmäßigem Turnus fahre ich zu den Brutplätzen und schaue ob alles in bester Ordnung ist. Das Nest im schweizerischen Seepark ist leider durch die fortschreitende Belaubung nicht mehr einsehbar. Da ich aber immer ein Exemplar der beiden, das Männchen, in Sichtweite des Horstes kreisen sehe, schätze ich daß das weibliche Tier entspannt auf dem Gelege nistet. Bei den Gabelweihen brütet ausschließlich das Weibchen, der Partner versorgt sie während dieser Zeit, es sind 32 Tage, mit Nahrung. Stirbt er in diesem Zeitraum oder in den Wochen danach, so stirbt auch die Brut. Sind die Jungvögel geschlüpft so wärmt, in der Fachsprache nennt man das hudern, der weibliche Königsmilan ihre Jungen für ein paar Tage. Dann werden sie 52 Tage von beiden Elternteilen mit Nahrung versorgt.

Über das Rotmilanpaar mit Horst habe ich schon berichtet. Es ist aufregend diese majestätischen Könige der Lüfte beim Ausbau ihres Nistplatzes, ihrer Balz und ihrem Brutgeschäft zu beobachten.
Am 14. April sieht man das Weibchen noch sehr gut auf dem Horst brüten.

Aus Der Rotmilan (Milvus milvus)

Am 22. April ist die Belaubung des Baumes schon recht fortgeschritten und man sieht nur noch den rot getönten Schwanz aus dem Nest ragen. Deutlich sichtbar ist auch allerhand Unrat, mit dem Milvus milvus gerne seinen Horst bestückt.

Aus Der Rotmilan (Milvus milvus)

Letzte Woche hat mir das Grün des auserwählten Baumes die Sicht auf den Horst genommen. Da der männliche Mälane aber in Sichtweite seine Runden am Himmel zog und auf der Wiese unterhalb des Geleges jagte, nahm ich an daß auch hier alles in bester Ordnung ist.

Gestern habe ich mich gefreut! Der warme Südwestwind spielte mit dem Blattwerk vor dem Horst und ermöglichte mir einen Blick auf den brütenden Greif.

Aus Der Rotmilan (Milvus milvus)

Der männliche Part kreiste wie üblich in Sichtweite, flog zweimal den Horst an um seine Partnerin mit Nahrung zu versorgen und legte sich mit den zahlreichen Rabenkrähen an. Normalerweise attackieren die schwarzen Aasfresser die Könige der Lüfte, um ihnen die Beute abzujagen. Heute hatte ich den Eindruck daß der rote Gabelschwanz die ätzenden Schwarzröcke recht angriffslustig aus seinem Revier vertrieb.

Meine erste Beobachtung des besetzen Horstes war am 28. März. Bei einer Brutdauer von 32 Tagen müßten die Jungen eigentlich schon geschlüpft sein und werden wohl nur noch von ihr gehudert. So hoffe ich Ende Juni, spätestens Anfang Juli, junge Rotmilane bei ihren ersten Flugübungen beobachten zu können.

Samstag, 2. Mai 2015

Das Übermorgen

Bezugnehmend auf meinen letzten Eintrag: Es hat gestern, am 1. Mai wirklich geschüttet wie aus Kübeln. Das Übermorgen hätte ich mir fast denken können.

Aus Halo-Tagebuch (Start am 6. Mai 2014)

Samstag, 2. Mai 2015, 14:41:40
Auch heute gab es wieder einen Lichtkreis um die Sonne zu beobachten. Erstmals gegen 14 Uhr 30 gesichtet, bis ungefähr 17 Uhr wahrnehmbar.

Was dürfen wir doch dankbar sein, ständig Zeugen solcher außergewöhnlichen und vor allem höchst seltenen Himmelserscheinungen zu sein! Wenn Ihr keine Zeit oder keine Lust habt den Himmel zu beobachten, keine Sorge, ich mach das gerne für euch und lasse euch, immer hochaktuell, an diesen "Himmelsraritäten" teilnehmen.

Donnerstag, 30. April 2015

Mit der Seekönigin immer auf dem laufenden!

Gestern:

Aus Halo-Tagebuch (Start am 6. Mai 2014)

Dienstag, 29. April 2015, 14:54:16
Gegen 12:45 zum ersten Mal entdeckt, war bis nach 16 Uhr beobachtbar.

Heute:

Aus Halo-Tagebuch (Start am 6. Mai 2014)

Donnerstag, 30. April 2015, 13:53:56
Auch heute gab es den ganzen Nachmittag einen Heiligenschein um die Sonne zu beobachten. Erstmals entdeckt gegen 13 Uhr 30, sehr ausgeprägt bis zirka 15 Uhr 15. Danach, durch die aerosolgeschwängerte Luft, nur noch schwach wahrnehmbar bis gegen 17 Uhr. Die Sonne nur noch ein gleißender Fleck, am Himmel.

Morgen:
Freitag, 1. Mai 2015



Immer UpToDate mit Juanas Halo-Tagebuch.

Einen wunderbaren Start in den Wonnemonat Mai! Wie es scheint mausert sich dieser Sprühling zu einem rechten Sprühjahr!


Sonntag, 26. April 2015

Aus einem bekannten Kinderlied

Bunt, bunt, bunt sind alle meine Kleider;
bunt, bunt, bunt, ist alles was ich hab.
Darum lieb ich alles was so bunt ist,
weil mein Schatz ein Chemtrailflieger ist.^^

Aus Halo-Tagebuch (Start am 6. Mai 2014)

Aus Halo-Tagebuch (Start am 6. Mai 2014)

Dienstag, 21. April 2015

Graugänse am Bodensee - Zuwanderer aus dem hohen Norden



Auf dem Bodanrück zwischen Überlingersee und Untersee gibt es im Wald mehrere kleine Weiher. Kürzlich wollte ich die Stille des langsam grün werdenden Waldes genießen, den Duft des frischen Mooses erschnuppern und den Spechten beim Klopfen zuhören. Sehr idyllisch ist das Dingelsdorfer Ried, mitten im Wald gelegen lädt es in jeder Jahreszeit zu einem Besuch ein.
Nicht schlecht gestaunt habe ich, als ich dort Graugänse entdeckte.

Aus Graugänse im Dingelsdorfer Ried

Diese Tiere überwintern normalerweise am Bodensee. Im Markelfinger Winkel, am Untersee, wurden in diesem Winter über 300 Tiere gezählt. Die meisten haben sich Mitte Februar wieder auf die Reise in ihre Brutgebiete im hohen Norden gemacht. Einige der Wintergäste haben es allerdings vorgezogen sich die Reise zu ersparen und sich am schönen Bodensee nieder zu lassen, um ihre Brut hier groß zu ziehen. Es gibt so viele Zuwanderer am See, meist zweibeinig und ohne Federkleid, sodaß mir Graugänse, mit dem schönen lateinischen Namen Anser anser, doch die Liebsten sind.

Aus Graugänse im Dingelsdorfer Ried

Im dichten Riedgras nicht unbedingt einfach zu entdecken, konnte ich drei Gänsepaare ausmachen, die auf den kleinen Schilfinseln der drei Weiher des Dingeldorfer Rieds brüteten.
Was für eine aufregende Beobachtung! Bei dem fremdartigen Geschnatter der Zuwanderer aus dem hohen Norden, war das Klopfen der heimischen Spechte natürlich schnell vergessen.

Aus Graugänse im Dingelsdorfer Ried

Graugänse können bis zu 40 Jahre alt werden und sind meist ab dem dritten Lebensjahr geschlechtsreif. Die jungen Paare bilden sich aber schon im ersten Lebensjahr und verbringen zwei Jahre sozusagen als Verlobte. Die Paare sind sich ein Leben lang treu, stirbt einer der Partner, so bleibt der andere meist bis an sein Lebensende alleine.

Aus Graugänse im Dingelsdorfer Ried

Auf so engem Raum gibt es natürlich Revierkämpfe. Die Ganter selbst brüten nicht, aber sie verteidigen die brütende Partnerin und das Gelege rigeros.
Bei diesen Revierkämpfen kann man wunderbar die immense Flügelspannweite von ungefähr 160-165 cm, dieser Vögel erkennen.


Graugansgelege haben im Schnitt fünf Eier. Die Pulli, so nennt man die kleinen Gössel im ersten Dunenkleid, sind Nestflüchter, sie fallen nach ungefähr 28-29 Tagen Brutzeit aus ( dem Nest ). Beginn der Brutzeit ist meist Anfang April. Ich wollte natürlich unbedingt die Graugänse mit Pulli photographieren und plante einen weiteren Besuch im Ried für Ende des Monats ein.
Natürlich ließ mir das herrliche Naturschauspiel keine Ruhe und so radelte ich vier Tage später wieder zu den kleinen Waldseen und ich hatte einen guten Riecher!
Ein Gänsepaar hatte inzwischen Nachwuchs bekommen und führte seine Pulli stolz vor.

Aus Graugänse im Dingelsdorfer Ried

Wichtig für das Überleben in den ersten Lebenstagen ist eine gute Deckung, denn die frischgeschlüpften Pulli, suchen sich sofort nach dem Ausfallen ihre Nahrung, in enger Begleitung der Eltern, selbst. Die niedlichen kleinen gelben Dunenküken hängen am Hintern ihrer Mutter, als würden sie von einem Magneten gezogen und sie sind, für ihr kurzes Dasein in dieser, für kleine Pulli so gefährlichen Welt, schon erstaunlich schnell. Fliegen werden sie erst in acht bis zehn Wochen können, ich bin einmal gespannt wieviele den diesen Tag erleben werden!


Natürlich werde ich wieder davon berichten, schließlich bin ich total angetan, von meinen ersten, in freier Wildbahn, entdeckten Gänseschar. Auch wenn diese Tiere nicht zur heimischen Fauna gehören, finde ich sie, im Gegensatz zu anderen zweibeingen Zuwanderern, eine Bereicherung der Welt am herrlichen Bodensee.

Aus Graugänse im Dingelsdorfer Ried

Abendliches Update:
Natürlich bin ich heute nachmittag wieder zu den idyllischen Weihern geradelt. ;-)
Es waren auch heute sechs Graugänse zu beobachten. Zwei Paare sind jetzt mit je fünf munteren Pulli im Schlepptau unterwegs. Also keine Ausfälle zu bedauern, sondern noch Zuwachs zu erleben, wie schön! Das dritte Paar ist ohne Nachwuchs, sie scheinen also nur verlobt zu sein. Und ich war mir so sicher daß ich drei brütende Gänse gesehen hätte. Die Nester waren gut erkennbar und mit Nestdunen weich ausgepolstert. Diese speziellen Federn wachsen den Gänsen vor der Brutzeit und fallen kurz vor der Fertigstellung des Geleges aus. Die schon etwas älteren Pulli grasen inzwischen auf der nahegelegenen Wiese, auf der bald Highland-Rinder weiden werden. Es ist also bei den Graugänsen im Dingeldorfer Ried alles so wie es sein sollte.