Freitag, 10. Oktober 2014

Zauberhaft - Herbstnebel überm See

Gestern gab es am See endlich einmal einen wunderbaren Herbsttag, fast wie aus dem Bilderbuch. Nach einer sehr milden Nacht startete der Tag hell und freundlich, ein sanfter Fön grüßte mit lauer, klarer Herbstluft und versprach ein herrliches Panorama über die Bergriesen der Voralpen.
Am Wasser angekommen überraschte mich der See allerdings mit einem dunstigen Gewand, der Säntis, mein Hausberg, blickte nur verhalten über das große Gewässer.

Aus Zauberhaft - Herbstnebel überm See

Den Konstanzer Trichter hinter mir lassend, radelte ich auf dem Weg zur Blumeninsel Mainau direkt in ein klammes Nebelloch. Im ersten Moment leicht verärgert, dann aber fast andächtig innehaltend, genoß ich das bezaubernde Spiel der dünnen Nebelfelder unter einem wolkenlos blauen Himmel. Vergessen war das kurze Frösteln in der auf einmal feuchtkühlen Nebelluft und ich ahnte, daß dies ein wunderbarer Tag werden würde.

Aus Zauberhaft - Herbstnebel überm See

Bald schon tauchte das Tropische Eiland umgeben, von tiefliegenden Nebelschwaden vor mir auf.

Aus Zauberhaft - Herbstnebel überm See

Noch hat es sehr viele Touristen auf dem Kleinod am Südufer des Überlinger Sees und ich beschloß das Schmetterlings- und das Palmenhaus zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr zu besuchen . Meine Jahreskarte für die Mainau hat sich mit dem gestrigen Besuch schon rentiert und ich kann nun quasi umsonst, bis nächsten Februar, beliebig oft und in aller Ruhe, lange Spaziergänge unter uralten, riesigen Mammutbäumen, Zedern und anderen mediterranen Gewächsen machen, immer mit einem anderen Blick auf den See ringsum, oder mich an trüben Tagen an den vielen bunten, tropischen Schmetterlingen erfreuen.
Gestern habe ich einfach nur den Ausblick über die Weite des Sees, die verhalten im Dunst durchschimmernde Silhouette der mächtigen Gebirgsketten und den herrlich wärmenden Sonnenschein genossen.

Aus Zauberhaft - Herbstnebel überm See

Aus Zauberhaft - Herbstnebel überm See

Aus Zauberhaft - Herbstnebel überm See

Aus Zauberhaft - Herbstnebel überm See

Aus Zauberhaft - Herbstnebel überm See

Aus Zauberhaft - Herbstnebel überm See

Heute startete der Tag wieder grau in grau - wie fast jeden Morgen in den letzten Wochen. Wie schön die Tage ohne ständige Wettermanipulation sein könnten, hat der gestrige Oktobertag gezeigt. Zum Glück kann ich mir die Zeit einteilen wie ich möchte und so bin ich dankbar, die wenigen schönen Tage, die uns das zweite Halbjahr, in 2014, erleben läßt, ausgiebig und in vollen Zügen auskosten zu können.


Donnerstag, 9. Oktober 2014

Der Oktoberausblick

Den gestrigen Oktoberausblick, vom kleinen Steg auf der Insel Reichenau, habe ich trotz der massiven Sonnenattacke, wie immer genossen und möchte meinen Lesern diesen visuellen Genuß nicht vorenthalten.

Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Zum Abschluß meiner Bilderserie "Einen verwaschenen Sommer lang ... " präsentiere ich das herrliche Panorama einmal in einem Rundumblick.
Hier der nun vielfache gezeigte Blick nach Nordwesten

Aus Panoramabilder

und zur Abwechslung einmal nach Nordosten, Richtung Inseldamm mit seiner Pappelallee, geblickt.

Aus Panoramabilder

So wie die Landschaft mittlerweile herbstlich geprägt ist, so wandelt sich nun auch die Gemüsepallette der fruchtbaren Insel. Die Gurkensaison ist schon zu Ende, die Weinlese fast abgeschlossen und die Zeit der herrlich schmackhaften Tomaten ist gezählt. Kürbisse zieren die Felder, Lauch, Kohl, Sellerie und Feldsalat sollen nun den Speisplan bereichern.

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Im Südwesten nichts Neues


Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

... könnte man sagen, wenn man den massiven Angriff auf unserer Sonnenlicht heute nicht bemerkt hat.

Mir blieb diese krasse Attacke gegen die Sonne, am vollkommen entstellten Himmel, nicht verborgen.
Und einmal mehr, wie so oft, wurde uns ein schöner Sonnentag mutwillig vorenthalten.

Hier ist übrigens ein unbearbeitetes Original - es sieht nicht weniger erschreckend und brutal aus, als meine visualisierte Kopie.

Aus Juanas Himmelsbeobachtungen

Dienstag, 7. Oktober 2014

Einen verwaschenen Sommer lang ...

und noch ein bißchen länger habe ich bei meinen Ausflügen auf die Insel Reichenau, von einen kleinen Steg aus, über den Gnadensee, so nennt man den flachen Teil des Untersees, am Nordufer der fruchtbaren Insel, geblickt. Jedesmal bot sich ein ganz anderes Bild. Das Farbenspiel, welches Licht und Schatten, Sonneneinstrahlung, Wolken, Wassertiefe, Wind und Wellen, vorangegangene Regengüsse, der mehr oder weniger starke Algenbewuchs und der lehmigen, helle Untergrund boten, war und ist besonders schön. Den Fahrradkorb brechend vollgefüllt mit frischem Gemüse aller Art, "gefundenen" Brombeeren, Kirschen, Mirabellen oder Zwetschgen - je nach Saison- und einem dicken Bund Schnittlauchblüten für mein Frühstücksbutterbrot, habe ich den Augenblick, der meist zum Verweilen einlud, jedesmal genossen.
Jetzt wo sich die Touristensaison dem Ende zuneigt und die Inselrundradler ihre Rennmaschinen wieder zum überwintern in die Garage stellen, wird die wiedereinkehrende Ruhe und die ländliche Gemütlichkeit meinen visuellen Hochgenuß, zum Abschluß eines jeden Besuchs, um ein Vieles bereichern.


Das erste Bild entstand Mitte Mai, das zweite Photo im Juni, da kam mir die Idee dieses herrliche Idyll über den Sommer hinweg, in einem Potpourri, photographisch festzuhalten. Bild drei bis sechs entstanden im Juli, sieben und acht im August, die restlichen Ansichten sind vom September. In diesem Monat war ich besonders oft auf Gemüsekauf, da meine Eßbar auf Altanien in diesem verwaschenen Sommer nicht wirklich ertragreich war.

Hier noch einer meiner liebsten Septemberblicke, bei dem ein verlorener Autoreifen, sie dienen den Fischern oft als Bootspoller, den Kontrast zum lehmigen Seegrund, künstlerisch gesehen, beeindruckend in Szene setzt.

Aus Einen verwaschenen Sommer lang - Blick über den Gnadensee


Sonntag, 5. Oktober 2014

Vorfreude - ein herbstlicher Blick auf die Wollschweininsel


Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Der Pegel des Sees sinkt stetig und die zahlreichen Möwen stehen schon auf dem schmalen Pfad zum beschaulichen kleinen Eiland, der bald wieder zu einem Besuch bei den drolligen und so zutraulichen Tieren einlädt.
Wie es ihnen wohl übers Jahr ergangen ist ohne meine mitgebrachten Äpfel und Gelbe Rüben? *lach*

Vor einigen Tagen habe ich mir, die im letzten Winter bei meinen Erkundungen am weitläufig freiliegenden Ufersaum, bei sehr niederem Wasserstand, so sehr gewünschten Gummistiefel zugelegt. Irgendwie freue ich mich darauf den See und seine Ufer einmal wieder auf anderen Wegen zu begehen und das Ufer von der Seeseite her zu erleben. Nun hält mich auch der größte Schlick und der tiefste Matsch nicht mehr auf!

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Der September am See

Mindestens einmal die Woche fahre ich zum Gemüse und Obst kaufen, und natürlich wegen der Schönheit der Landschaft, auf die Insel Reichenau. Dort angekommen, sticht einem als erstes die neurenovierte, romanische Kirche "St. Georg" ins Auge. Schon im wenig sommerlichen August habe ich mich an den vielen kalten und sonnenlosen Tagen an einem Blick erfreut: die pastellgelbe Kirche hinter einem Meer von bunten Sommer- und gelben Sonnenblumen. Dieses freundliche, farbenfrohe Bild hat mich stets in Sommerlaune versetzt, auch wenn das Wetter schon im August eher herbstlich, oft trostlos und düster daher kam.

Aus St. Georg im Spät- und Altweibersommer

An den allerwenigsten Tagen zeigte sich das, seit dem Hochmittelalter nahezu im Original erhaltene Gotteshaus unter einem wenigstens annähernd blauen und wenig verschandelten Himmel.

Aus St. Georg im Spät- und Altweibersommer

Die folgenden Bilder sollen ohne große Worte das Wetter im September dokumentieren, welches von dichter Bewölkung und viel zu kalten Temperaturen geprägt war. Trotz niederer Temperaturen und kühlen Winden, meist aus östlichen und nördlichen Richtungen, war es streckenweise unnatürlich schwül, so auch am gestrigen 30. September. Dies ist einwandfrei der ausgebrachten Dunstglocke, der täglichen Aerosoloperationen zuzuschreiben.

St. Georg im September: Bild 1-3 sind vom 4., 10. und 19. September, Bild 4-6 habe ich am 23., 25. und 30. September aufgenommen.


Während es im Norden Deutschlands verbreitet sonnig gewesen sein soll (?, laut den verlogenen Meteorologen), regierten in meinem Königreich, am letzten Zipfele, die dichten Kunstwolken und die, für diese Jahreszeit nicht normalen Nebelschwaden und Dunstschichten.

Montag, 29. September 2014

Zwischen Fichten und Eichen


Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Reginald

entschied sich für ein Leben im Wald.
Die Mitmenschen, die konnt' er nicht mehr ertragen,
mit Lärm, Streß und überall Lügen, wollt' er sich nicht mehr plagen.
Nun lebt er einsam - umgeben von Fichten und Eichen,
keinen Zentimeter von hier möcht' er mehr weichen!
Den Einklang mit sich und der Natur hat er gefunden,
sein Körper, sein Geist und seine Seele, die konnten gesunden.
Und gegen einsame Stunden - da hilft bekanntlich Kommunikation.
Wie man im Bilde oben sieht, geht' s sogar ohne Internet und Telephon!

Sonntag, 28. September 2014

Frühlingsintermezzo im Herbst

Die Natur ist durcheinander.
Die Magnolienblüte ist schlicht weg der Inbegriff des Frühlings, nach dem monotonen Wintergrau eine seidig schimmernde Farbexplosion fürs Auge, betörend wie die ersten warmen, hellen Frühlingssonnenstrahlen und belebender Balsam für die wintermüde Seele.
Schon Mitte August habe ich, einigermaßen erstaunt, an den verschiedensten Magnolienbäumen, neben roten, wulstigen Samenkapseln, haarige Blütenkätzchen entdeckt, normalerweise gedeihen diese im März und April.

Aus Frühlingsintermezzo im Herbst

Aus Frühlingsintermezzo im Herbst

Verwundert und erschrocken zugleich realisierte ich daß der Frühling sich in der Zeit geirrt hatte und dem Herbst ins Handwerk pfuschen wollte. Eigentlich müßte man ja meinen, der diesjährige Herbst, der viel zu früh, und mit neblig klammem, meist vom Ostwind begleitetem wolkigem Gedöns aufwartete, würde den Frühling in seine Schranken weisen, aber dem ist anscheinend nicht so. Tatsächlich habe ich an einer sonnig stehenden Purpur-Magnolie dieser Tage, große farbenprächtige Blüten gesichtet.

Aus Frühlingsintermezzo im Herbst

Bei genauerer Betrachtung stellte ich allerdings fest daß diese, durch die starken, den ganzen Sommer über andauernden Regenfälle, im Blüteninnern komplett mit Schimmel überzogen waren.

Aus Frühlingsintermezzo im Herbst

Gestern dann, fiel mein Blick im vorbeiradeln auf kleine gelbe "Sterne" die in den Zweigspitzen eines hohen Strauchs prangten. Neugierig wie ich bin machte ich kehrt und entdeckte zarte frühlingsgelbe Forsythienblüten neben herbstlichgefärbten, dünnem Blattwerk leuchten.

Aus Frühlingsintermezzo im Herbst

Es ist ja kein ungewöhnliches Bild, wenn frühblühende Frühlingsboten, wie Krokusse, schon zeitig im Jahr ihre Köpfe aus der noch kalten Erde strecken, aber daß der Frühling neuerdings zweimal im Kreislauf der Jahreszeiten seine Aufwartung machen will, das ist schon ungewöhnlich.
Mehr wie ungewöhnlich, so wie eigentlich alles ringsum, in unserer Welt, in der nichts mehr so ist, wie es eigentlich sein sollte.

Freitag, 5. September 2014

Schmalspursommer

Aus Augen-Blick - Juanas Bild des Tages

Der sonnenlose und regenreiche Sommer fährt auch Anfang September
auf Schmalspur Richtung Herbst.

Mittwoch, 3. September 2014

An der Mündung des Alpenrheins

Aus An der Mündung des Alpenrheins (Österreich)

Zwischen dem schweizerischen Rheinspitz und der Mündung der Dornbirnerach, im österreichischen Vorarlberg, liegt das Naturschutzgebiet Rheindelta. In der beschaulichen Fußacher Bucht mündet der Alpenrhein in den Bodensee und er ist, trotz seiner Kanalisierung, der größte Wildbach Mitteleuropas. Er entsteht im Schweizer Kanton Graubünden, wo sich der Vorder- und der Hinterrhein bei Reichenau vereinigen. Als Quelle des Vorderrheins und des Rheins an sich gilt der Tomasee auf einer Höhe von 2345 m ü. M..
Die Landschaft an der Mündung des Alpenrheins ist atemberaubend schön und unbedingt einen Besuch wert. Der wilde Fluß schwemmt jährlich ungefähr 2,5 Millionen Kubikmeter Feinsedimente in den Bodensee, um eine Verlandung des Gebiets zu verhindern werden seit den 70 er Jahren, des letzten Jahrhunderts, die sogenannten Rheindämme seewärts vorgestreckt. Diese Sedimentgrundlagen haben einen einmaligen und vielfältigen Lebensraum für Flora und Fauna geschaffen, von Flachwasserbereichen über Röhrichte und Großseggensümpfe, bis hin zu Auenwäldern.

Die aufgeschütteten Rheindämme sind begehbar und es ist ein einmaliges und richtig aufregendes Erlebnis weit in den Bodensee hinaus zuwandern.

Aus An der Mündung des Alpenrheins (Österreich)

Aus An der Mündung des Alpenrheins (Österreich)

Aus An der Mündung des Alpenrheins (Österreich)

Ein Bild was für mich vollkommen ungewohnt war: die vielen Arbeitsschiffe welche fleißig und unermüdlich der allmählichen Verlandung des Bodensees entgegenwirken, solche Kähne gibt es in Konstanz, am Rheinkilometer 0 gelegen, nicht. Hinter den Rheindämmen liegt rechterhand, in einer Bucht, die Heimatstadt der berühmten Festspiele am See, das österreichische Bregenz mit seinem Hausberg, dem Pfänder.
Weit in den See hinausmarschiert taucht allmählich die Silhouette der größten Bodenseeinsel, Lindau, auf, mit ihrer weithin bekannten Hafeneinfahrt, und schließlich wird man auch dem Städtchen Wasserburg ansichtig, beide liegen am deutschen Bodenseeufer. Es ist richtig erhebend quasi mitten im Bodensee zu stehen und in mir erwachte die Sehnsucht diesen Ort bei stürmischem Wetter und aufgepeitschter See zu erleben, das ist sicher noch einmal ein ganz anderes Erlebnis.

Darf ich zu einem kurzen Rundflug über die Alpenrheinmündung einladen? Wer mitfliegen will bitte hier klicken.

Auf dem Rheindamm ein Stück zurückspaziert, gelangt man auf einem schmalen Weg durch ein wildes Idyll mit zahlreichen kleinen Inselchen, geschaffen zur Vogelbrut, zurück zum Ausgangspunkt.
Meine Impressionen aus der Fußacher Bucht - ich hatte Glück, an diesem eigentlich trüben Tag, kam doch noch die Sonne zum Vorschein und tauchte die Landschaft ringsum in ein zauberhaftes Licht.

Aus An der Mündung des Alpenrheins (Österreich)

Aus An der Mündung des Alpenrheins (Österreich)

Aus An der Mündung des Alpenrheins (Österreich)

Aus An der Mündung des Alpenrheins (Österreich)

Aus An der Mündung des Alpenrheins (Österreich)

Aus An der Mündung des Alpenrheins (Österreich)

Aus An der Mündung des Alpenrheins (Österreich)

Aus An der Mündung des Alpenrheins (Österreich)

Linkerhand der Mündung liegt der sogenannte Rohrspitz, eine idyllische Halbinsel im Naturschutzgebiet Rheindelta. Anders als am Schweizerischen Rheinspitz ist die Landschaft dort, gottseidank, touristisch noch relativ unverseucht und wenig verschandelt.

Aus An der Mündung des Alpenrheins (Österreich)

Aus An der Mündung des Alpenrheins (Österreich)

Aus An der Mündung des Alpenrheins (Österreich)

Zu einem kurzen Rundflug über den Rohrspitz, bitte hier anklicken.

Schön und viel zu kurz war der Tag und eines weiß ich ganz gewiß, hier war ich nicht das letzte Mal!