Montag, 23. März 2015

Rotmilane - Die "Könige" des Himmels überm See

Nach einem kühlen Wochenende und einem trüben Montagmorgen, startete der Tag gegen Mittag endlich wieder in den Sprühling. Etwas frisch war es, nur knapp 12° bei stetem Ostwind, aber immerhin Sonnenschein! So beschloß ich meine Lieblingsinsel einmal mehr zu um radeln, zumal die angebaute Kresse lockte, welche viel intensiver schmeckt als die auf der Fensterbank gezogene.

Auf dem Weg zur Reichenau habe ich mich furchtbar vertrödelt, denn zwei kreisende Rotmilane zogen mich in ihren Bann.
Seit ich photographiere ist es mein größter Wunsch solch einen herrlichen Vogel einmal präsentabel abzulichten. Der Rotmilan, mit dem wohlklingenden lateinischen Namen Milvus milvus, ist ein häufig zu beobachtender Raubvogel am See. Es ist ein faszinierendes Schauspiel wenn sich die mächtigen Greifvögel hoch in den Himmel hinaufschrauben und ihr Gefieder in der Sonne rotgolden glänzt.

Irgendwie majestätisch - was hatte ich heute für ein Glück!

Aus Der Rotmilan (Milvus milvus)

Und diesem Glück nicht genug, habe ich entdeckt daß die beiden einen Horst haben, ein Rotmilanpärchen also. Toll! So hoffe ich daß ich mit diesen beiden wunderschönen, herrlich gefiederten Tieren noch weitere aufregende Beobachtungen haben werde.

Aus Der Rotmilan (Milvus milvus)

Aus Der Rotmilan (Milvus milvus)

Die Reichenau habe ich trotzdem umrundet und wie immer viele beglückende Eindrücke mitgenommen, aber die unerwartet nahe Begegnung mit Milvus milvus war die schönste Bereicherung dieses Tages.

Kommentare:

...und neugierig bleiben - oder ?? hat gesagt…

.....nein, ich bin dir nicht untreu geworden, liebe Juana ! Ich habe auch all deine neuen Posts gelesen und die schönen Fotos gesehen ! Bin immer wieder begeistert und ........vieleicht sogar ein wenig neidisch! Selbst wenn ich weiß, daß ich hier in unserer Gegend ebesolch wunderschöne Erlebnisse hätte - mein kleines Handicap hindert mich daran. Und mit dem PKW kann man wirklich nicht überall hinfahren.....Naja, man kann nicht alles haben - und so freu ich mich immer wieder auf deine schönen Ausführungen..! Dankeschön für deine Mühe !
Und nun werd ich redlich ermüdet in meine Kemenate verschwinden - ein laaaanger Gärtnertag liegt hinter mir.Das schöne Wetter nutzen und soviel als möglich tun, natürlich mit den entsprechenden Pausen......Ganz liebe Grüße kommen aus dem Vogtland zu dir - von mir !
Rebekka

Juana Seekoenigin hat gesagt…

Guten Morgen Rebekka,

wünsche wohl geruht zu haben! :-)

Schön von Dir zu lesen, hatte mir schon Sorgen um Dich gemacht und freue mich daß es Dir gut geht.

Vögel beobachten ist eine tolle Sache, hören tut man ja eine ganze Menge, mit sichten ist es dann schon etwas schwieriger. Grad die kleinen Vögel - sie sind so blitzeschnell, daß es mir nicht gelingt die Art zu bestimmen. Dann sitze ich abends zuhause und höre mir via Internet Vogelstimmen an um die Vögel wenigstens am Ruf zu erkennen. Das Fiesel, meine schwarze Katz findet das total aufregend, sitzt schwanzschlagend neben mir am PC und starrt gebannt auf den Bildschirm, als warte sie darauf, daß ein lecker Vögelein aus dem Kasten geflogen kommt. Ein Bild für Götter!
Vorgestern habe ich mich einfach auf eine Wiese gesetzt und gewartet. Es hat sich gelohnt. Meinen ersten Zilpzalp habe ich in natura beobachtet, die ersten Gartenrotschwänzchen in diesem Jahr entdeckt, Elstern, einen Turmfalken, Mäusebussarde und einen Grünspecht. Dazu sind mir auch noch ein paar akzeptable Bilder gelungen.
Gestern habe ich zwischen den Reiherkolonien, im Park bei der Wollschweininsel ein weiteres Horst bauendes Rotmilanpaar beobachtet. Manchmal muß man gar nicht weit gehen um solche tollen Erlebnisse zu haben.
Nun kann ich Haus- von Feldsperlingen unterscheiden, Sing- von Wacholderdrosseln, ich sehe nicht nur Kohlmeisen, sondern auch Blau-, Sumpf- und Schwanzmeisen. Und es gibt noch soooo unglaublich viele Arten, daß ich mir sicher bin noch ein paar Jährchen zu brauchen um mich einigermaßen in der bunten Welt der Vögel auszukennen.

Ferner ist es sehr interessant die Wege der Tiere zu beobachten. Jetzt wo die Brutzeit kommt sind die vielen Tafel- und Reiherenten vom See verschwunden, man findet sie nun in geschützten Schilfbuchten, dafür sind jetzt die lautstark balzenden Haubentaucher plötzlich überall zu sehen. Die Löffelenten sind mittlerweile auch auf der Insel Reichenau angekommen, dazu eine zahlreiche Schar Großer Brachvögel, die weniger oft zu beobachten sind, und mein erstes Paar Schwarzhalstaucher, eine mir bis dato unbekannte Taucherart. Sie waren über den Winter vorwiegend am Ufer des Obersees zu beobachten, zu weit um mit dem Velo durch den noch etwas kühlen Frühling zu radeln. Was bin ich für ein Glückspilz!

Leider vergesse ich über mein aufregendes Hobby hinaus meinen Blog zu bestücken, das heißt, ich habe gar keine Zeit mehr dazu! *lach* Und Altanien sehe ich derzeit nur von drinnen, dort ist es mir noch zu schattig und das Gärtnern muß warten.

Einen lieben Gruß vom See und bis demnächst.

Juana

...und neugierig bleiben - oder ?? hat gesagt…

...dankeschön für deine lieben Grüße und deine Sorge um mich - aber die Vogtländer sind ein zähes Völkchen....Hallo Juana ! Da du das mit den Vogelstimmen erwähntest, fiel mir doch ein - wir besaßen ja immer Katzen. Eines Tages hatte ich die geistreiche Idee, eine CD mit " Katzengesang zur Weihnachtszeit " zu kaufen, sie wurde recht angeprießen.... Nun denn - CD eingelegt und gespannt auf unseren Kater Murz geschaut...! Wowww - welch ein Satz auf das Schränkchen worauf der Spieler stand....und überall mit seinen Pfötchen getastet, wo der vermeintliche Gegner seinen Singsang abläßt. Wir haben uns vor lachen nicht halten können......aber der Spaß dauerte nicht lange - mein Katerchen war ja schlau und merkte dann recht schnell - nix zum verjagen da ! Im vergangenen Winter hab ich die CD mal wiederentdeckt und sie den beiden Fellnasen meines Enkels vorgespielt........und......die guckten uns vielleicht verdattert an ! Vermutlich deswegen, weil sie noch niemals im Freien waren ( sie wurden aus dem Tierheim geholt )....vielleicht kriegt es dein Fiesel auch noch mit wie er sich verkohlen lies.....
Das Wetter heut ist zum " relaxen " gemacht, grad richtig, um meine gestern geschundenen Muskeln und Knochen zu regenerieren....!
Und - wichtig, liebe Juana ist doch, daß deine Unternehmungen und Beobachtungen dir zu Gute kommen, du deine Freude daran hast .....und uns als Leser ab und zu daran teilhaben läßt
Ich auf jeden Fall erfreue mich immer wieder daran....Und wenn du dann irgendwann mal ein Buch daraus machst - bitte eines für mich reservieren, mit Widmung ! Herzliche Grüße zu dir.....

Juana Seekoenigin hat gesagt…

Hallo Rebekka,

das Fiesele ist zwar ein bißchen einfältig, aber hat trotzdem langsam gecheckt daß da der Geruch und die Lebendigkeit fehlt, und sie zieht es vor auf dem warmen Ofen am Fenster zu sitzen und den Vögeln draußen zu zusehen. Wenn es Madame temperaturmäßig genehm ist, dann bewegt sie ihren schwarzen Hintern auch mal nach draußen. Noch ist es nicht die Zeit wo sie die meiste Zeit des Tages und der Nacht auf Altanien verbringt und nach allem was kreucht und fleucht, auf der Lauer liegt.

Hier war das Wetter eigentlich auch zum "relaxen", aber das ist mir zu langweilig! Und - ich hätte viele neue Beobachtungen, sogar eine total beeindruckende, verpaßt!
Ja, es macht mir Spaß und Tier- speziell die Vogelphotographie ist halt noch einmal eine Herausforderung mehr. Landschaft und Blümchen bewegen sich nicht, Vögel um so geschwinder.
Da muß ich mich wohl noch ein bißchen sehr, an deren Tempo anpassen! *lach*

Einen schönen Abend wünsch ich Dir.

Juana