Montag, 20. Oktober 2014

Und oben wird der Himmel langsam blau ...

Das Wochenende am See war nicht so sommerlich warm als andernorts. Der Nebel hing noch zur Mittagszeit dick überm großen Wasser und vermieste die Aussicht auf ein herrliches Fönpanorama und viele vorausgesagte Sonnenstunden, bis 25° warm hätte es werden sollen.
Trotz alledem hat es eine besondere Faszination wenn sich die Nebel lichten, sich die Sonne langsam durchsetzt und der klammen Feuchte Einhalt gebietet.
Und oben wird der Himmel langsam blau ...

Aus Und langsam lichtet sich der Nebel ...

Die Nebel lichten sich

Aus Und langsam lichtet sich der Nebel ...

Die Farbe des Morgens gar zwiefach getönt,
Im Spiegel des Wassers verfließend ins Nichts.
Zum Himmel hin zeigt sich, ins Blaue geschönt,
Ein Tag voll des kommenden Sonnengesichts.

Aus Und langsam lichtet sich der Nebel ...

Noch wallen die Nebel, vergrämen die Sicht,
Verzaubern das Buschwerk zu grusligem Spuk.
Nur langsam obsiegt nun des Taggestirns Licht,
Entblößt die Kulisse als faustischen Trug.

Aus Und langsam lichtet sich der Nebel ...

Die Klärung in herbstlich gestimmter Natur
Begradigt mir krumme Gedanken im Lauf.
Sie fahren nun hoffend auf fröhlicher Spur,
Die Schleier des Mutlosen lösen sich auf.

© Ingo Baumgartner

Aus Und langsam lichtet sich der Nebel ...

Aus Und langsam lichtet sich der Nebel ...

Kommentare:

...und neugierig bleiben - oder ?? hat gesagt…

...Asche auf mein Haupt, liebe Juana ! Ich hab deine letzten Post`s gesehen und - wie immer -
bewundert ! Gut, mit den Affen hab ichs nicht so ( vielleicht, weil sie uns so ähnlich sind ?? ) aber dennoch eine Spezies, die schon etwas Besonderes sind, zumal hier in unseren Breitengraden.....aber die Welt ist ja " grenzenlos ", also auch für Tiere ! Wieder den Finger zur richtigen Zeit am Drücker - toll ! Mit Ähnlichem kann ich allerdings nicht kontern, außerdem würde dies dann deinen Wow-Effekt schmälern * schmunzel * Hier ist soweit alles beim Alten - halt ! ....mein zweites Urenkelchen ist geboren und nimmt natürlich erstmal den vordersten Rang ein.....
Nun schick ich noch mit dem starken Wind, der uns ja jetzt den Herbst bringt, ganz liebe Grüße zu dir übern See...

Juana Seekoenigin hat gesagt…

Na das geht ja flott hintereinander weg, mit den Urenkeln. Herzlichen Glückwunsch der ganzen Familie.

Auf dem Affenberg war ich Mitter der 90 er Jahr zuletzt, als der Kronprinz noch ein Prinzchen war. Mir tun die Affen irgendwie schon ein bißchen leid, auch wenn die starken und kräftigen Tiere nach wenigen Jahren auf dem Affenberg wieder ausgewildert werden, Weibchen bringen dort höchstens vier Jungtiere zur Welt, dann geht's auf langsamem Weg zurück in die alte Heimat. Viele Tiere packen das aber nicht mehr und bleiben bis ans Lebensende im Wäldchen überm See, deswegen gibt es dort wohl auch so viele alte Tiere, die dort ihr Gnadenbrot in Form von Popcorn, aus den Händen der Besucher erhalten.
Hätte ich nicht den photographischen Hintergrund, dann hätte mich der Besuch bei den Berberäffchen nicht gereizt. Vielleicht irgendwann einmal wieder, aber dann nur mit den Enkelkindern ...

Schönen Herbsttag wünsch ich Dir, laß ihn dir vom Urenkelchen verzuckern, falls es zu arg stürmisch wird.

Juana

...und neugierig bleiben - oder ?? hat gesagt…

....Hu Hu ...Juaaaaaaana ! Wo bist du geblieben ? Ich vermisse dich - du bist doch nicht etwa krank .....oder außer Landes, kann ja auch passieren...! Allzuviel Neues hätte ich ja nicht zu berichten - außer, es wird Herbst !!! Na sicher auch am See....und wieder hab ichs nicht geschafft den See zu besuchen...es ist ein Jammer !
Und schon deswegen warte ich auf deine wunderschönen Fotos ! Wenn ich dürfte, tät ich sie alle kopieren und ein Büchlein binden, das wäre dann wie Hildegard von Bingens " Kräuter-Heile-Buch ", wenns mich gar so sehr nach dem See und den dahinter liegenden Bergen sehnt ! Ach was schreib ich nur für Zeug`s....liebe Grüße zu dir , aus dem Vogtland...!

Juana Seekoenigin hat gesagt…

Das ist ja nett - da sorgt sich wer um mich. :-)

Guten Morgen meine treue Rebekka!

Es gibt in der Tat nichts Aufregendes am See - außer Nebel. Nebel am Morgen, Nebel am Mittag und Nebel am Abend. Da fehlt ein bißchen der Anreiz den ständig mitgeschleppten Photo auszupacken. Der Temperatursturz letzte Woche und auch die dämliche Zeitumstellung haben mir etwas auf die Bronchen und auch auf den Magen geschlagen, kein Wunder - aber Unkraut verdirbt bekanntlich nicht und es wird wohl wieder besser werden. Zudem bin ich mit dem Aufräumen meiner Eßbar beschäftigt, habe inzwischen fast alle meine großen und kleinen Tontöpfe, es sind wirklich 54, habe mitgezählt, eingeweicht und saubergeschrubbt. Da vergeht die Zeit im Fluge, zumal ja die letzten, spätreifenden Früchte und die Kräuter, die ich in diesem Jahr nicht durch den Winter schleppen will, verarbeitet werden wollen. So füllen sich die Gläser mit Sambal Oelek und Pesto aller Art. Rotes Basilikumpesto, Genoveser Pesto, Basilikumblütenpesto, Pesto von Mangold und Rukkola. Weiß gar nicht wer das alles essen soll! *lach*

Am Dienstag war ich im Hegau und auch dort hing der Nebel schwer um die erkalteten Vulkanberge und gab keinen Blick auf die Festungsruine des Hohentwiels oder die Burg des sagenumwitterten Johann Christoph Popolius Mayer, Burgvogt vom Hohenkrähen, der hier nur der "Poppele" genannt wird, und der wegen eines Fluchs, bis zum heutigen Tage durch die schöne Gegend spuken muß, frei.
Du hast also nicht viel verpaßt ... oder vielleicht doch? Denn reißt die Nebelschicht, hin und wieder auf, so zeigt sich der Reiz der in herbstliche Farben gewandeten Seelandschaft und in der Ferne die, nun weißen Gletscherriesen, denen die Hegauer Vulkanberge einst mächtig Feuer unter den Füßen gemacht haben.

Manchmal denke ich einfach, ich kann doch nicht ständig die selben Motive hier einstellen, immer nur See und Berge, mal mit Sonne, mal mit Streifen, mal mit Nebel, müssen den geneigten Leser doch irgendwann langweilen ...

Aber ich wär ja nicht die Seekönigin, wenn es mich nicht bald wieder unter den Nägel jucken würde, um meine Leser mit der Schönheit des Sees und zauberhaften Momenten zu beglücken und natürlich mit der allgegenwärtigen Verschandelung unseres Himmels zu konfrontieren.

In diesem Sinne fühl Dich herzlich gegrüßt

Juana

...und neugierig bleiben - oder ?? hat gesagt…

.....ach schöööön, sie ist wieder da ! Guten Morgen liebe Juana ! Ja - ich weiß, manchmal findet man einfach nicht den " verlorenen Faden " wieder und außerdem, das Leben spielt sich ja nicht nur am + im PC ab, unsere " ach-so-liebgewonnenen " täglichen Pflichten machen sich auch nicht von alleine. Sagen wir mal so, mir gefallen deine buntern Fotos auch oft besser als die dunklen Wolken am Strahlehimmel - aber es ist nun mal Realität, und nicht Jeder macht sich darüber seine Gedanken - Asche auf mich , ich auch nicht, bevor ich deine Ausführungen dazu gelesen habe ! Also hast du wenigstens Eine dazu gebracht, mal etwas genauer hinzuschaun - selbst wenns wenig bis garnix nützt !
Die Aufzählung deiner selbstgemachten Köstlichkeiten lassen mir gleich das Wasser im Munde zusammenlaufen, habe ich vor Jahren auch in dieser Richtung viel ausprobiert.Was natürlich nicht bei meinem Mann ankam - er ist eher der guten traditionellen Hausmannskost gut gewesen ( also , jeden Sonntag Klöße usw.....) Und jetzt - hat mich einfach die Lust verlassen, für mich alleine soviel Aufwand zu betreiben, und meine beiden Töchter sind selbst recht kreative Köchinnen und Genießer.....aaaaaaaaaaber, ich könnts ja wiedermal im Kleinen probieren....!
So, das wars auch gewesen ! Ich wünsch dir viele gute Ideen auf allen " Strecken " und freu mich auf bald. Liebe Grüße Rebekka

Juana Seekoenigin hat gesagt…

.... ich bin immer da! Nur manchmal mit meinen Gedanken und Eindrücken für mich allein.
Mit dem Pesto und anderen Leckereien, die ich die letzten Wochen verarbeitet, eingefroren und eingemacht habe, will ich mir im Winter ein Stück Sommer an den Tisch holen! Da wären gute 10 Kilo verschiedenster Tomatensorten, welche ich zu verschiedenen Saucen eingekocht habe. Hoch leben Spaghettini mit Bolognese (aus herrlich fruchtigen San Marzano Tomaten), mit milder Sauce aus aromatischer Inselperle, mit scharfer Sauce aus sonnengereiften Freilandtomaten, pralle saftige Kirschtomaten als Pizzabelag und noch ein paar mehr für eben dies und das. Ich finde das eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, da entwickelt sich auch eine schier unglaubliche Menge Kreativität, zumal zeitenweise das Kilo erlesenste Paradeiser, auf der Reichenau nur einen Euro gekostet haben. Da hab ich zugeschlagen. Du weißt ja, ich liebe Tomaten, aber nur die heimischen. Holländer, Spanier oder Marokkaner kommen nicht auf meinen Tisch und so freue ich mich, meine Tomatensaison in diesem Jahr verlängert zu haben. *lach*

Zum Kochen muß man Lust haben, so geht es mir jedenfalls, dann schmeckt es auch immer und geht flott von der Hand, sogar das Aufräumen - Unlust ist dagegen ein wirklich miserabler Koch!
Nur zu, wenn' s Dich gelüstet, so ein paar Gläser Eingemachtes werden ja nicht von heut auf morgen schlecht.

So, jetzt hör ich aber auf Dir den Mund wäßrig zu machen ...

Einen schönen Abend und bis bald

Juana